BUND würdigt Gerichtsentscheid und fordert: Keine Erdgasförderung vor Borkum

26. April 2023 | Energie (NI), Energiewende, Fracking (NI), Meere

Anlässlich der Entscheidung der Rechtbank Den Haag für ein sofortiges Bauverbot für eine Gasbohrinsel vor Borkum fordert der BUND Niedersachsen eine vollständige Ablehnung der von ONE-Dyas B.V. geplanten Gasbohrungen auf niederländischer und deutscher Seite. 

Susanne Gerstner, BUND-Landesvorsitzende: „Wir gratulieren der Deutschen Umwelthilfe und ihren Partnern zum Klageerfolg! Mit dem Urteil hat die Rechtbank Den Haag die Zerstörung europarechtlich geschützter Lebensräume durch die geplanten Erdgasbohrungen verhindert. Die Entscheidung ist ein erster wichtiger Schritt, um das klima- und naturschädliche Gesamtvorhaben zu stoppen. Dieses starke Signal muss auch im Land Niedersachsen gehört werden. Wir fordern das Niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie als zuständige Genehmigungsbehörde auf, das derzeit beantragte Vorhaben abzulehnen.

Die Erschließung neuer Erdgasfelder steht im krassen Widerspruch zu den Klimaschutzzielen des Bundes und zu den selbst gesteckten Zielen des Landes Niedersachsen, bis 2040 Treibhausgasneutralität zu erreichen. Bauliche Eingriffe, Schadstoffe und Lärm würden Natur und Umwelt der Nordsee und des Weltnaturerbes Wattenmeer massiv belasten.

Die Zeit der fossilen Energieträger muss vor dem Hintergrund der Klimakrise vorbei sein. Statt neue fossile Quellen zu erschließen, müssen alle Anstrengungen in Energieeffizienz, Energieeinsparung und in den Ausbau erneuerbarer Energien fließen.“

Kontakt:
Susanne Gerstner, Landesvorsitzende, BUND Landesverband Niedersachsen, susanne.gerstner(at)nds.bund.net

BUND-Pressestelle:
Elisabeth Schwarz, Tel. (0511) 965 69 – 32, Mobil (01515) 33 111 88, presse(at)nds.bund.net, www.bund-niedersachsen.de

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