Junges Wildkätzchen. Foto: Thomas Stephan
Einst war die Wildkatze in Deutschland fast ausgerottet. Langsam erobert sie verlorengegangene Lebensräume zurück – in Niedersachsen aktuell die Lüneburger Heide und das Wendland. Hier bieten der BUND Niedersachsen und seine Partner*innen im Projekt „Wildkatzenwälder von morgen“ zur „Woche der Natur“ Ende Juni zwei spannende Exkursionen rund um das scheue Säugetier an.
Termindetails Exkursion Heidekreis:
Datum: Sonntag, 22.06.2025
Uhrzeit: 11:00 Uhr
Treffpunkt: Lange Straße 4, 27336 Rethem; Koordinaten: 52.785569, 9.384449
Anmeldung: www.bingo-umweltlotterie.de/woche-der-natur/veranstaltungen/wdn2025-29054
Veranstaltende: BUND Niedersachsen, NABU Rethem
Termindetails Exkursion Wendland:
Datum: Montag, 23.06.2025
Uhrzeit: 16:30 Uhr
Treffpunkt: NSG Blütlinger Holz, 29462 Wustrow (Wendland); Koordinaten: 52.906111, 11.109722
Anmeldung: www.bingo-umweltlotterie.de/woche-der-natur/veranstaltungen/wdn2025-41204
Veranstaltende: BUND Niedersachsen, Niedersächsische Landesforsten, BUND Lüchow-Dannenberg
Wildkatzen sind in Deutschland nach wie vor selten. Inzwischen leben hier wieder geschätzt 6.000 - 8.000 Individuen der „gefährdeten“ Art, etwa 800 davon in Niedersachsen. Damit sich die Wildkatze weiter ausbreiten kann, setzen der BUND und seine Partner*innen im Projekt „Wildkatzenwälder von morgen“ derzeit diverse Schutzmaßnahmen am Rand ihres aktuellen Verbreitungsgebiets um – in Niedersachsen in der Lüneburger Heide und im Wendland.
Als sogenannte Leitart profitieren von der Aufwertung ihrer Lebensräume hin zu naturnäheren und klimarobusteren Wäldern auch viele weitere, teils bedrohte Tierarten. Bei zwei Exkursionen vermitteln Mitarbeitende und Ehrenamtliche des BUND und der Niedersächsischen Landesforsten sowie des NABU Rethem Wissenswertes u.a. zur Lebensweise der Wildkatze, zum Monitoring der scheuen Art und zu den im Staatswald sowie auf Privatflächen umgesetzten Schutzmaßnahmen.
Die Teilnahme an den Exkursionen geschieht auf eigene Gefahr. Bitte achten Sie auf passende Kleidung für den Wald und festes Schuhwerk. Wir werden auf teils unbefestigten Forstwegen gehen. Es wird keine Verpflegung angeboten. Mit Mücken und Zecken ist zu rechnen.
Über Terminankündigungen in Ihrem Medium freuen wir uns. Pressevertreter*innen sind ebenfalls herzlich eingeladen.
Hintergrund:
Die Wildkatze wird in Deutschland als „gefährdet“ eingestuft. Als eine wesentliche Ursache gilt die Isolierung von Teilpopulationen durch die Zerschneidung der Landschaft. In Niedersachsen erschweren zudem ein Mangel an Tagesschlafplätzen und Versteckmöglichkeiten sowie Wurfplätzen und geeigneten Nahrungshabitaten wie Waldrändern die Wiederausbreitung der streng geschützten Art.
Hier setzt das Projekt „Wildkatzenwälder von morgen“ an – mit dem Ziel, naturnahe und klimarobuste Wälder für die Wildkatze sowie viele weitere, teils bedrohte Tierarten zu schaffen. Das Projekt wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit und in Niedersachsen zudem durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung gefördert. In Waldgebieten am Rande des aktuellen Verbreitungsgebietes der Wildkatze setzen der BUND und seine Projektpartner*innen, wie die Niedersächsische Landesforsten, diverse Schutzmaßnahmen um. Das Projekt setzen der BUND-Bundesverband, die BUNDjugend und die BUND-Landesverbände Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen um.
Weitere Informationen:
https://www.bund-niedersachsen.de/wildkatzenwaelder
Bei Rückfragen:
Projektleiterin “Wildkatzenwälder von morgen“ BUND Niedersachsen: Andrea Krug, Tel. 0511 965 69 –39, Andrea.Krug(at)nds.bund.net
BUND-Pressestelle:
Lara-Marie Krauße, Tel. (0511) 965 69 - 32 oder Mobil (01515) - 33 111 88, presse(at)nds.bund.net, www.bund-niedersachsen.de