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BUND Landesverband Niedersachsen

Keine weitere Versalzung von Weser und Werra! BUND ruft zum Protest gegen die Pläne von K+S auf

29. April 2020 | Flüsse & Gewässer, Lebensräume, Meere

Das Kasseler Unternehmen K+S hat beim Regierungspräsidium Kassel beantragt, salzhaltige Abwässer in die Werra einleiten zu dürfen. Die Einleitmengen würden zu einer Überschreitung der in der amtlichen Bewirtschaftungsplanung vereinbarten Zielwerte für das Gewässer führen. Gemeinsam mit dem BUND Hessen fordert der BUND Niedersachsen, den Antrag von K+S zur Einleitung salzhaltiger Abwässern in die Werra nicht zu genehmigen.

„Die von K+S beantragten Einleitmengen konterkarieren die im Masterplan Salzreduzierung 2016 vereinbarten Ziele“, sagt Susanne Gerstner, BUND-Landesgeschäftsführerin. „Das Erreichen des durch die Wasserrahmenrichtlinie bis 2027 vorgegebenen Ziels zur Wiederherstellung eines guten ökologischen Zustands in Werra und Weser wird dadurch unmöglich! Die Vorgaben des europäischen Gewässerschutzrechts sind bindend und bereits seit Jahren bekannt. Hieran muss sich auch K+S halten!“

Bereits im vergangenen Sommer hatte der Vorstandsvorsitzende von K+S, Burkhard Lohr, in einem Interview angedeutet, dass das Unternehmen für die Jahre 2021 bis 2027 höhere Salzeinleitungen beantragen werde, als die amtliche Planung zulässt. Dieses Ansinnen hatten die in der Flussgebietsgemeinschaft Weser zusammengeschlossenen Umweltminister*innen der Anrainer an Werra und Weser nach BUND-Protesten zurückgewiesen.

Die von K+S beantragten Salzmengen sind laut BUND verantwortungslos. Die Sanierung der Flüsse würde nicht vorankommen, der zu hohe Salzgehalt in Werra und Weser bliebe für viele Jahre festgeschrieben. „Wir erwarten, dass sich Umweltminister Lies dafür einsetzt, dass die Zielwerte an Werra und Weser eingehalten werden“, so Gerstner weiter. „Aus dem Umweltministerium braucht es ein klares Signal, dass K+S hier nicht aus der Pflicht entlassen werden darf! Gleichzeitig rufen wir alle Anlieger*innen und Kommunen entlang der Oberweser zum Protest im Rahmen des anstehenden öffentlichen Beteiligungsverfahrens auf.“


Rückfragen zum Thema an:
Susanne Gerstner, Geschäftsführerin, BUND Landesverband Niedersachsen
susanne.gerstner(at)nds.bund.net

Pressekontakt:
Dr. Tonja Mannstedt, Pressesprecherin, BUND Landesverband Niedersachsen
tonja.mannstedt(at)nds.bund.net

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