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Während die Bundesregierung neue Gasheizungen weiter ermöglichen und mit einer Grüngasquote den Einsatz von Gas absichern will, planen Niedersachsens Großstädte längst den weitgehenden Ausstieg aus fossilem Gas. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des BUND Bundesverbandes von sieben kommunalen Wärmeplänen aus Niedersachsen. Der BUND Niedersachsen kritisiert diesen politischen Widerspruch und fordert eine bessere Unterstützung der Kommunen bei der Umsetzung ihrer Pläne.
Susanne Gerstner, Vorsitzende des BUND Niedersachsen unterstreicht: „Viele Städte und Gemeinden zeigen bereits, wohin die Reise geht: weg von fossilem Gas, hin zu erneuerbarer Wärme und geringerem Energieverbrauch. Wenn die Bundesregierung stattdessen neue Gasheizungen und eine Grüngasquote unterstützt, läuft ihre Politik den kommunalen Planungen entgegen und bremst diese aus. Das schafft Unsicherheit und droht Verbraucher*innen in teure Sackgassen zu führen. Was wir brauchen, sind verlässliche Rahmenbedingungen für den Umstieg auf klimafreundliche Heizungen.“
Die Zahlen aus Niedersachsen zeigen: Die sieben untersuchten Städte planen einen grundlegenden Umbau ihrer Wärmeversorgung. Bis 2040 soll der Einsatz aller gasförmiger Energieträger in der dezentralen Wärmeversorgung um 92,7 Prozent zurückgehen. Allein Erdgas, das im jeweiligen Basisjahr noch 11.396 Gigawattstunden (GWh) zur Wärmeversorgung beiträgt, macht dann nur noch 227 GWh aus. Wärmepumpen sollen dagegen künftig 5.070 GWh Wärme liefern – statt bisher 64 GWh. Auch der gesamte Wärmebedarf soll sinken: um 26 Prozent von 16.836 auf 12.530 GWh.
Gerstner weiter: „Die Pläne sind gut. Bei der Stilllegung der Gasnetze gibt es allerdings noch Nachholbedarf. Fünf der sieben untersuchten Großstädte haben bislang keine aktiven Absichten dazu kommuniziert. Das sollte sich ändern. Denn ohne klare Ausstiegspläne drohen teure Doppelstrukturen und steigende Kosten für diejenigen, die weiterhin am Gasnetz hängen.“
Der BUND fordert die Bundesregierung auf, ihre Pläne zur Förderung neuer Gasheizungen und einer Grüngasquote endlich aufzugeben und stattdessen erneuerbare Heizsysteme wie Wärmepumpen konsequent zu fördern. Die Kommunen brauchen verbindliche Unterstützung von Bund und Land, damit die Wärmepläne umgesetzt werden können. Dazu gehören auch frühzeitige Information, Beratung und Beteiligung der Bürger*innen.
Weitere Informationen:
BUND-Waermeplaene-im-BUND-Check-Niedersachsen-2026-11-04.pdf
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