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BUND Landesverband Niedersachsen

Mehr Tempo bei der Energiewende - BUND veröffentlicht Energieszenario 2050 für Niedersachsen

15. März 2018 | Energie, Umweltpolitik

Der BUND Niedersachsen hat ein Szenario zur Energieversorgung im Jahr 2050 entworfen, um sich konstruktiv in die politische Zukunftsdebatte einzubringen. Damit fordert der Umweltverband die Landesregierung zu deutlich mehr Anstrengungen beim Klimaschutz und der Energiewende auf. "Unser Leitbild ist eine regional basierte Versorgung aus erneuerbaren Energiequellen bei gleichzeitigem Schutz der biologischen Vielfalt", betont der BUND-Landesvorsitzende Heiner Baumgarten.

Das BUND-Szenario geht über den Ansatz der Landesregierung hinaus, um die Klimaschutzziele zu erreichen, und postuliert ein geringeres Wirtschaftswachstum und Verkehrsaufkommen im Jahr 2050. "Eine naturverträgliche Versorgung mit 100 % erneuerbaren Energien gelingt nur, wenn der Energieverbrauch halbiert und gleichzeitig mehr Strom aus Sonne und Wind gewonnen wird", sagt Michael Kralemann, BUND-Energieexperte. Wichtig ist es, zukünftig Wirtschaftswachstum und Energieverbrauch zu entkoppeln und Ressourcen effizienter zu nutzen. "Bei der Mobilität, der Stromspeicherung und bei Wärmeverlusten gibt es viel zu tun", so Kralemann. "Insbesondere die energetische Sanierung von Altbauten muss stärker vorangetrieben werden als bisher." Potenziale sieht der Energieexperte durch eine konsequente Einhaltung der Energieeinsparverordnung und des Erneuerbaren-Energien-Wärme-Gesetzes. Die Senkung des Energieverbrauchs und der Ausbau neuer Energiekapazitäten in den kommenden 30 Jahren müssen Hand in Hand geplant werden: Um neue Leitungstrassen auf ein Minimum zu reduzieren, muss der Ausbau überwiegend dezentral erfolgen.

Eine wichtige Erkenntnis der BUND-Berechnungen: Eine Energiewende ist nur mit dem sofortigen Ausstieg aus der Kohlekraft möglich. Der BUND fordert den niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies und die Landesregierung auf, dies konsequent umzusetzen.

Das BUND-Energieszenario finden Sie hier zum Download.

Rückfragen zum Thema an:
Michael Kralemann
Vorsitzender der Arbeitskreises Energie
BUND Landesverband Niedersachsen
michael.kralemann(at)bund.net

Pressekontakt:
Dr. Tonja Mannstedt
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
BUND Landesverband Niedersachsen
Tel. (0511) 965 69 – 31
tonja.mannstedt(at)nds.bund.net 

Pressemitteilung zum Download (PDF-Format)

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