Neuer Lebensraum für Gartenschläfer! BUND lädt zur Pflanzung eines Waldrands im Südharz ein

19. Februar 2024 | Artenschutz (NI), Gartenschläfer (NI), Kinder und Jugend (NI), Lebensräume, Mitmachen (NI), Projekt "Spurensuche Gartenschläfer" (NI), Wald (NI)

Gartenschläfer. Foto: Sven Büchner Gartenschläfer. Foto: Sven Büchner

Vielerorts ist der Gartenschläfer selten geworden – so auch in Niedersachsen. Hier wurde die kleine Schlafmaus mit der „Zorromaske“ in den letzten Jahren nur noch im Harz sicher nachgewiesen. Ein Grund für den Rückgang ist wohl der Verlust natürlicher Lebensräume im Wald. Daher lädt der BUND Niedersachsen im Rahmen des Projektes „Spurensuche Gartenschläfer“ am 3. März zu einer Pflanzaktion bei Sieber im Südharz ein. Engagierte Helfer*innen sind herzlich willkommen.

Auf einer 2.500 Quadratmeter großen Fläche des Kirchenwaldes Sieber pflanzt der BUND über 500 heimische Bäume und Sträucher wie Weißdorn, Liguster und Elsbeere. Die Gehölze sollen in ein paar Jahren zu einem strukturreichen und vielfältigen Lebensraum für Gartenschläfer und zahlreiche andere Tierarten heranwachsen und den Tieren neben Nahrung auch Quartiers- und Versteckmöglichkeiten bieten.

Interessierte mit Spaß an körperlicher Arbeit in der Natur sind herzlich eingeladen, mit anzupacken und sich an der Pflanzung zu beteiligen. Neben festem Schuhwerk können Helfer*innen gerne eigene Spaten oder Pflanzschaufeln mitbringen. Der BUND bittet zur besseren Koordination der Pflanzaktion, die Teilnahme bis zum 25. Februar per E-Mail an marc.filla(at)nds.bund.net oder Telefon 0511- 9656978 anzumelden.

Medienvertreter*innen sind ebenfalls herzlich eingeladen, eine kurze Nachricht über Ihre Teilnahme an presse(at)nds.bund.net würde uns freuen.

Hintergrund:
Seit 2018 engagiert sich der BUND gemeinsam mit seinen Projektpartnern der „Spurensuche Gartenschläfer“ für den Schutz des kleinen Bilches in Deutschland. In den letzten Jahrzehnten haben die Bestände des Gartenschläfers drastisch abgenommen, sodass er in weiten Teilen Deutschlands bereits als ausgestorben gilt. Gartenschläfer-freundliche Wälder bieten genug Nahrung in Form von Beeren und Insekten sowie Versteckmöglichkeiten. Die Schlafmaus fühlt sich vor allem in Bereichen mit einer hohen Deckung der Kraut- und Strauchschicht wohl. In offenen Landschaften – auch Waldbereiche, die durch das Fichtensterben frei liegen – ist der Gartenschläfer nicht ausreichend geschützt und findet wenig Nahrung. Die Umsetzung von Schutzmaßnahmen wie der Aufwertung und Pflanzung von strukturreichen Waldrändern und -säumen soll die verbliebenen Gartenschläfer im Harz unterstützten. Das Projekt wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz gefördert. In Niedersachsen wird das Projekt außerdem durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung unterstützt.

Termindetails:
Datum: 03. März 2024
Uhrzeit: 10-15 Uhr
Treffpunkt: Wanderparkplatz am Schützenhaus bei Sieber (51.69301, 10.41875), Laufdistanz zum Pflanzort ca. 800 Meter

Weitere Informationen:
www.bund-niedersachsen.de/gartenschlaefer

BUND-Pressestelle:
Elisabeth Schwarz, Tel. (0511) 965 69 – 32, Mobil (01515) 33 111 88; presse(at)nds.bund.net, www.bund-niedersachsen.de

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