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BUND Landesverband Niedersachsen

Niedersachsen ist Schlusslicht bei nachhaltiger Mobilität - Bundesländerindex Mobilität untersucht Luftqualität und Klimaschutz

08. November 2018 | Klimawandel, Mobilität, Umweltpolitik, Verkehr

Niedersachsen belegt in dem heute veröffentlichten Bundesländerindex Mobilität zusammen mit Bayern den letzten Platz und ist damit unter den Schlusslichtern in Sachen nachhaltiger Mobilität. Zu diesem Ergebnis  kommt ein wissenschaftlicher Ländervergleich, den das Forschungsinstitut Quotas im Auftrag von Allianz pro Schiene, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) erstellt hat. Untersucht wurden Verkehrssicherheit, Lärmminderung, Flächenverbrauch, Klimaschutz und Luftqualität.

Das Länderranking zeigt deutlich, dass sich der Klimaschutz in Niedersachsen nicht verbessert, sondern sogar noch verschlechtert hat: Die verkehrsbedingten CO2-Emissionen sind weiter gestiegen. Laut den niedersächsischen Energie- und CO2-Bilanzen lagen sie bei 17,7 Mio. Tonnen im Jahr 2016, der Großteil (92,4 %) stammt aus dem Straßenverkehr.

Auch beim Flächenverbrauch ist Niedersachsen gegenüber den anderen Ländern weiter zurückgefallen und belegt nun den allerletzten Platz: Aktuell verbraucht es mehr als 9 Hektar pro Tag, vom Umweltbundesamt empfohlen sind maximal 3,2 Hektar. „Die neue Landesregierung hat das bisherige Flächensparziel nicht übernommen“, stellt Susanne Gerstner, Geschäftsführerin des BUND Niedersachsen, fest. „Niedersachsen ist das einzige Bundesland ohne Klimaschutzziel. Ein niedersächsisches Klimaschutzgesetz ist angesichts dieser katastrophalen Ergebnisse dringender denn je.“

Besonders kritisch sind für den BUND die immer noch zu hohen Stickstoffdioxidwerte in den Städten. In 3 Städten – in Hannover, Oldenburg und Osnabrück – sind die Grenzwerte für Stickstoffdioxid von 40 Mikrogramm im Jahresmittel in der Zeit von Januar bis Oktober 2018 überschritten worden. Bürger*innen werden hier einer zu hohen Luftverschmutzung ausgesetzt. „Die Landesregierung muss den Gesundheitsschutz der Bürgerinnen und Bürger ernst nehmen und endlich ausreichende, effektive Maßnahmen für die  Luftqualität in unseren Städten umsetzen“, so Dr. Marita Wudtke, BUND-Verkehrsexpertin.

Der „Bundesländerindex Mobilität & Umwelt 2018/19“ spiegelt die mobilitätsrelevanten amtlichen Statistiken und die verkehrspolitischen  Weichenstellungen aller 16 Länder wider. Auch deutschlandweit zeigt sich, dass von einer Verkehrswende keine Rede sein kann: In 13 von 16 Bundesländern sind die Emissionen weiter gestiegen.

Weitere Informationen finden Sie unter:
Die Langfassung des Bundesländerindexes (mit allen Einzelergebnissen) können Sie auf der Website der Allianz pro Schiene herunterladen: www.allianz-pro-schiene.de

Rückfragen zum Thema an:
Dr. Marita Wudtke
Naturschutz & Umweltpolitik
BUND Landesverband Niedersachsen
Tel. (0160) 46 16 570
marita.wudtke(at)nds.bund.net

Pressekontakt:
Dr. Tonja Mannstedt
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
BUND Landesverband Niedersachsen
Tel. (0511) 965 69 - 31
tonja.mannstedt(at)nds.bund.net
  

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