Unterstützung für den Gartenschläfer! BUND lädt zur Pflanzung eines Waldsaums im Nordharz ein

10. November 2022 | Artenschutz (NI), Gartenschläfer (NI), Mitmachen (NI), Lebensräume

Gartenschläfer. Foto: Sven Büchner Gartenschläfer. Foto: Sven Büchner

Gartenschläfer sind in Niedersachsen nur noch im Harz zu finden, doch ihre natürlichen Lebensräume im Wald gehen zunehmend verloren. Um dem entgegenzuwirken, pflanzt der BUND Niedersachsen am 25. November von 13 bis 16 Uhr einen Waldsaum für den kleinen Bilch auf dem Nordberg bei Goslar und lädt Interessierte herzlich ein, sich daran zu beteiligten.

Auf einer Länge von ca. 900 Meter werden Sträucher wie Schlehe, Hasel, Weißdorn und vereinzelte Bäume gepflanzt. Dieser Waldsaum soll Lebensraum und Nahrungsquelle für Gartenschläfer und andere Tierarten werden, die aktuell durch den Borkenkäferbefall ihre Lebensgrundlagen verlieren. Der Waldsaum verläuft entlang einer Fläche der Forstgenossenschaft Jerstedt von 14.000 m², auf der durch den Verein „Friends of the Forest“ eine neue Waldfläche entsteht.

Interessierte mit Spaß an körperlicher Arbeit in der Natur können an der Pflanzung des Waldsaumes teilnehmen. Helfer*innen sollten festes Schuhwerk, warme Kleidung sowie - wenn möglich - Spaten oder Pflanzschaufel mitbringen und sich bis zum 21.11.2022 anmelden unter: nora.albers(at)nds.bund.net.

Medienvertreter*innen sind ebenfalls herzlich zur Pflanzung eingeladen, eine kurze Nachricht über Ihre Teilnahme unter presse(at)nds.bund.net würde uns freuen.

Hintergrund:
Seit 2018 engagiert sich der BUND mit dem Projekt „Spurensuche Gartenschläfer“ für den Schutz dieses kleinen Bilches in Deutschland. In den letzten Jahrzehnten haben seine Bestände drastisch abgenommen, sodass er in großen Teilen Deutschlands bereits als ausgestorben gilt. Untersuchungen im Projekt zeigen, dass der Gartenschläfer in Niedersachsen nur noch im Harz zu finden ist. Hier gilt es, diesen wichtigen Lebensraum der gefährdeten Schlafmaus zu erhalten. Gartenschläfer-freundliche Wälder müssen genug Nahrung in Form von Beeren und Insekten sowie Versteckmöglichkeiten bieten. Der Gartenschläfer fühlt sich vor allem in Bereichen mit einer hohen Deckung der Kraut- und Strauchschicht wohl. In offenen Landschaften – auch Waldbereiche, die durch das Fichtensterben frei liegen – ist er nicht ausreichend geschützt und findet wenig Nahrung. Durch die Umsetzung von Schutzmaßnahmen wie der Aufwertung und Pflanzung von strukturreichen Waldsäumen und Wegesrändern soll im Projekt die verbliebenen Gartenschläfer im Harz unterstützt werden. Das Projekt wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert und in Niedersachsen durch die Bingo Umweltstiftung Niedersachsen.

Weitere Informationen: www.bund-niedersachsen.de/gartenschlaefer

Fotos: www.bund-niedersachsen.de/pressefotos

Rückfrage:
Nora Albers, Tel. (0511) 965 69 – 74, nora.albers(at)nds.bund.net

BUND-Pressestelle:
Elisabeth Schwarz, Tel. (0511) 965 69 – 32, Mobil (01515) 33 111 88, presse(at)nds.bund.net, www.bund-niedersachsen.de

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