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BUND Landesverband Niedersachsen

Energie sparen

Wo man heut zu Tage auch geht und steht, nahezu in jeder Lebenslage verbrauchen wir Energie.

Morgens klingelt als erstes der Handywecker. Das Handy haben wir über Nacht aufgeladen, also erst mal den Stecker ziehen und dann in die Küche schlurfen, um die Kaffeemaschine einzuschalten. Der Kaffee läuft durch, Sie öffnen den Kühlschrank, um im nächsten Schritt die Milch in Ihren Kaffee zu gießen. Der Kühlschrank hat Ihre Lebensmittel die ganze Nacht auf 7°C gekühlt, während Ihre Heizungen laufen, um die Zimmertemperatur konstant auf 21°C halten.

Über viele Schritte, für die wir Energie benötigen, denken wir heute nicht mehr nach, denn unser Leben hat einen Standard erreicht, in dem es uns selbstverständlich erscheint, dass Strom aus der Steckdose verfügbar ist und zwar immer! Diese permanente Angewiesenheit auf Energie kostet natürlich. Dafür zahlen müssen Sie selbst, aber im Besonderen auch das Klima. Bei der Energiegewinnung entstehen nämlich, insbesondere durch Braunkohlekraftwerke, klimaschädliche Emissionen. Diese können Sie mit ein paar kleinen, aber effektiven Verhaltensänderungen einsparen. Das ist gut für das Klima und Ihren Geldbeutel!

Weniger ist mehr - auf Stromfresser verzichten

Als erstes sollten Sie bei sich selbst anfangen und in Ihrem Alltag aktiv sparen. Hilfreiche Hinweise finden Sie unter unseren Energiespartipps. Daneben lohnt es sich, schon beim Kauf neuer Produkte und Geräte ans Energiesparen zu denken. Ausschlaggebend dafür ist die Energieeffizienz, die oft durch Energielabel gekennzeichnet ist. Doch hier ist Vorsicht geboten! Die Energielabel haben nämlich abhängig von den Produkten, die sie kennzeichnen, unterschiedliche Aussagen. Während A+ unter Kühlschränken die niedrigste Energieeffizienzklasse kennzeichnet, ist es bei Fernsehern die höchste. Der Energie- und Ressourceneffizienz ganz allgemein vorausgestellt, besagt die Suffizienz, dass man umso energiesparender ist, je weniger energieverbrauchende Geräte man besitzt. Also misten Sie doch mal aus und beschränken Sie sich auf das Nötigste!

Im größeren Stil können Sie des Weiteren auch Energie sparen, indem Energieeffizienz schon beim Haus- oder Wohnungsbau bedacht wird. Zudem haben die Industrie, der Verkehr und die Landwirtschaft einen großen Einfluss auf das Energiesparen.

Energiesparen - das muss die Politik ändern

Der BUND stellt für den Schutz des Klimas folgende Forderungen zum Energiesparen auf:

  1. Maßnahmen des bereits bestehenden Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE) und der Förderstrategie für Energieeffizienz und Wärme aus Erneuerbaren müssen wirksam umgesetzt werden! Dafür braucht es verbindliche und sektorenspezifische Energieziele sowie unabhängige Institutionen als Steuerungs- und Koordinationseinheiten.
  2. Anhebung der energetischen Standards für Neubauten auf mindestens KfW-40-Standard, perspektivisch auf Passivhausbauweise bzw. auf die Standards eines Plus-Energiegebäudes.
  3. Erarbeiten von Zeit und Umsetzpflicht zu Sanierungsfahrplänen der bundeseigenen Gebäude bis 2020 durch den Staat!
  4. Dem Sanierungsstau entgegenwirken! Mit einem „Drittelmodell“ der Kostenübernahme die Warmneutralität gerechter zwischen Vermieter*innen, Mieter*innen und Staat verteilen.
  5. Progressive Stromverträge! Bisher sinken die Strompreise mit der Menge an verbrauchtem Strom – das regt nicht zum Energiesparen an. Besser wäre ein steigender Strompreis ab einer bestimmten Mengen verbrauchter Energie!
  6. Ausweitung und Umsetzung der Ökodesign-Richtlinien und der Energieverbrauchkennzeichnung, um dem Verbraucher effektiv beim Energiesparen zu helfen!

Die zentralen Forderungen des BUND einer wirksamen Klimapolitik auf Bundesebene können Sie hier nachlesen.

Unsere Ziele auf Landesebene

Auch auf Landesebene muss die Politik mögliche Spielräume zum Energiesparen stärker nutzen. Der BUND Niedersachsen fordert die Landesregierung auf:

  1. Vollständiger Ausbau der Erneuerbaren! Bis 2040 soll die Energieversorgung Niedersachsens vollständig durch diese gewährleistet werden!
  2. Ausbau der Solarstromerzeugung durch Nutzung von mindestens 85% der geeigneten Dachflächen
  3. Anhebung der Sanierungsquote im Gebäudestand von derzeit 1% auf mindestens 2,5% im Jahr 2035.
  4. Besser Kontrolle der vorgeschriebenen Pflicht zur Gebäudedämmung!

Alle Klimaschutzforderungen für Niedersachsen im Überblick können Sie hier nachlesen.

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