Süßwasser weist normalerweise einen Salzgehalt (Chloridgehalt) bis etwa 20 Milligramm pro Liter auf. In von Menschen beeinflussten Fließgewässern kann die Konzentration auf bis 80 Milligramm pro Liter steigen. Unter dem Eindruck des 2. Weltkriegs wurde für die Werra erstmals 1942 ein Grenzwert von 2.500 mg/l (2,5 g/l) festgelegt. Das ist 25mal mehr als die Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) zur Einhaltung des guten ökologischen Zustandes empfiehlt.
Im Zuge der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie sind Grenzwerte, die 25-fach höher liegen, nicht zielführend. Eine Reduzierung der Belastung sowohl der Gesamtfracht, als auch der einzelnen Komponenten (Kalium, Magnesium, Calzium) ist dringend geboten.
