BUND Landesverband Niedersachsen

Schmetterlinge schützen

Jeder einzelne kann etwas zum Schutz der Schmetterlinge beitragen, egal ob auf dem eigenen Balkon, im Garten oder durch die Teilnahme an unserer jährlichen Schmetterlingsaktion. Hier gibt der BUND Tipps, wie jeder Einzelne dazu beitragen kann die farbenfrohen Falter am Leben zu halten.

Wie gestalte ich meinen Garten schmetterlingsfreundlich?

Vor dem Schmetterling kommt erst mal die Raupe. Damit sie sich zum Schmetterling entwickeln kann, darf es ihr an bestimmten Pflanzen im Garten nicht fehlen. Zu empfehlen ist beispielsweise das Stehenlassen von Brennnesseln, die gerne von Schmetterlingsraupen gefressen werden.

Das schmeckt Schmetterlingsraupen:

  • Brennnessel
  • Brombeere
  • Fenchel
  • Fetthenne
  • Flockenblumen
  • Ginster
  • Habichtskraut
  • Himbeere
  • Hopfen
  • Jelängerjelieber
  • Kreuzblüter wie Ackersenf, Kohl, Kresse
  • Kronwicke
  • Phlox
  • Platterbse
  • Roter Wiesenklee
  • Schmetterlingsblüter wie Goldregen, Klee
  • Thymian
  • Veilchen
  • Wegerich
  • Weg-Rauke
  • Weide
  • Weißdorn
  • Wicke

Mit der richtigen Pflanzenauswahl im Garten oder auf dem Balkon können Sie dafür sorgen, dass Ihnen Schmetterlinge gern einen Besuch abstatten. Mit Kletterpflanzen bieten Sie ihnen einen Ruheplatz. Viele Blüten von Küchenkräutern sind wunderbare Nahrung für Schmetterlinge. Thymian ist auch bei Raupen beliebt. Auf exotische Pflanzen und nektararme Geranien sollten Sie hingegen verzichten. Diese schmücken zwar viele Gärten und Blumenkästen, damit können heimische Raupen und Schmetterlinge jedoch nichts anfangen. Sie sind teilweise sogar giftig.

Falter lieben Nektarpflanzen wie:

  • Bartblume
  • Blaukissen
  • Disteln
  • Färberkamille
  • Faulbaum
  • Fetthenne
  • Haselnuss
  • Herbstaster
  • Echtes Geißblatt 
  • Judastaler
  • Lavendel
  • Natternkopf
  • Phlox
  • Prachtscharte
  • Rote Johannisbeere
  • Salweide
  • Sommerflieder

Achten Sie bitte darauf, keine Chemikalien für Dünger oder die Schädlingsbekämpfung im Garten anzuwenden. Damit schaden Sie den hübschen Faltern und ihren Raupen. Die meisten Pflanzen benötigen keine zusätzlichen Düngemittel.

Manche Schmetterlinge fliegen im Spätsommer oder Herbst in den wärmeren Süden. Andere hingegen wie Zitronenfalter, Tagpfauenauge und Kleiner Fuchs überwintern bei uns als Ei, Puppe, Raupe oder als Falter. Jede Art hat ihre eigene Strategie, um zu überwintern. Um einigen Schmetterlingsarten Hilfestellung in der kalten Jahreszeit zu leisten, sollten Sie das Laub nicht aus dem Garten nicht entfernen, denn dieser bietet den Tieren Schutz vor der Kälte. Ein nicht perfekt aufgeräumter Garten ist der beste Artenschutz.

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