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BUND Landesverband Niedersachsen

Was hilft der Wildkatze?

Große ausgeräumte Ackerschläge stellen für Wildkatzen eine Barriere dar und in Wäldern ohne Versteckmöglichkeiten können sie nicht leben, da sie selber und ihre Jungkätzchen Schutz vor Fressfeinden und Menschen brauchen.

Hier sind unsere Empfehlungen, wie solche Lebensräume aufgewertet werden können:

Acker:

Wenn Ackerschläge zur Barriere werden, sitzt die Wildkatze in ihrem Wald fest wie auf einer Insel. Durch den Erhalt oder die Neuanpflanzung von Sträuchern oder Gehölzen in Form von Gehölzstreifen oder mehreren Gehölzinseln in der Feldflur kann sie sich auf ihren Wanderungen orientieren und Deckung finden. Die Landwirte spielen also eine Schlüsselrolle bei der Vernetzung der Wälder und dem Schutz von seltenen Tierarten.

Das können Sie tun:

  • Erhalt und Schaffung linienförmiger oder trittsteinähnlicher Strukturen auf den Feldern (Hecken, Feldgehölz, Lesesteinhaufen, Brachen, Tümpel, Ackerrandstreifen), bieten Deckungsmöglichkeiten für die Wildkatze auf ihren Wanderungen

  • Unterstützen Sie den BUND. Der BUND kauft und pachtet Flächen, sichert sie durch Grundbucheinträge und schließt Kooperationen. Liegt Ihre Bewirtschaftungsfläche in der Nähe des Wildkatzen-Wanderkorridors? Haben Sie einen Grenzertragsstandort, wo sich die Bewirtschaftung nicht lohnt? Dann melden Sie sich bei uns.

Wälder:

Einige der Wirtschaftswälder in Deutschland bieten der Wildkatze nur wenig Raum zum Leben. Die Wildkatze liebt abwechslungsreiche ungestörte Laub- und Mischwälder mit Baumhöhlen, Totholzhaufen, Felsen und strukturreichen Waldrändern. Zum Ausruhen und zur Aufzucht der Jungtiere braucht Sie genau diese Gegebenheiten. Da die meisten Wälder heutzutage bewirtschaftet werden, spielen diese Wälder eine große Rolle für das Überleben der Wildkatze.

Das können Sie tun:

  • Totholz, Wurzelteller und hohles Stammholz liegen lassen.

  • Überlassen Sie Windwurfflächen der natürlichen Sukzession.

  • Errichtung von Kronenwällen, Reisighaufen und dauerhafte Holzpolter.

  • Holzpolter, die nicht dauerhaft liegen bleiben, sollten entweder sofort oder nach der Zeit der Jungenaufzucht, ab August, abtransportiert werden. Viele Wildkatzen sterben bei dem Abtransport der Stämme, da sie diese als geschützten Aufzuchtort betrachten.

  • Lassen Sie Ihren Wald nach Naturland- oder FSC-Richtlinien zertifizieren. Damit schaffen Sie die Voraussetzung für eine naturnahe und wildkatzenfreundliche Waldwirtschaft.

  • Vermeiden Sie größere Holzfällarbeiten während der Jungenaufzucht von April bis August.

  • Alte Zäune sollten aus dem Wald entfernt werden, da Wildkatzen an den Knotengitterzäunen hängen bleiben.

  • Strukturreiche Waldränder auch durch verschiedene Baumarten (Plänterwald) schaffen.

  • Erhalten Sie Waldwiesen.

  • Den Waldrand durch einen stufigen Aufbau strukturreicher gestalten.

Bei weiteren Fragen melden Sie sich gerne bei uns.

Ansprechpartnerin

Andrea Krug
Wildkatzenexpertin

Tel. (0511) 96 56 9 - 39
Andrea.Krug(at)nds.bund.net

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