BUND-Schäferei

Tierischer Naturschutz: wollige Landschaftspfleger im Moor

 (blattwerk.de / U. Behr)

Der BUND setzt sich seit Jahrzehnten für den Schutz der niedersächsischen Moore ein. In diesen Mooren leben die Moorschnucken - eine kleine und besonders leichte Schafrasse, die perfekt an den Lebensraum der Moorlandschaften und Magerwiesen angepasst ist. Die Tiere ernähren sich von Heidekraut, Moorgräsern, Pilzen, Moosen, Beerensträuchern und jungen Birken, ziehen in Herden durch die Wiesen, Sümpfe und Feuchtgebiete und tragen damit zum Schutz der Moore bei, denn sie halten die wertvollen Flächen offen, die sonst unwiederbringlich verloren gehen würden.
 
Die Moorschnucken sind als alte Haustierrasse vom Aussterben bedroht, denn sie produzieren im Vergleich zu anderen Schafrassen deutlich weniger Fleisch und Wolle. Doch ihr Verschwinden würde den Schutz der niedersächsischen Moore erschweren. Damit uns die wolligen Naturschützer auch weiterhin erhalten bleiben, hat der BUND Niedersachsen im Dezember 2017 die BUND-Schäferei in der Diepholzer Moorniederung - finanziell gefördert durch die EU im Rahmen der Förderrichtlinie „Erhalt und Entwicklung von Lebensräumen und Arten – EELA“ - übernommen. Mit dieser Maßnahme werden Erhalt, Entwicklung und Wiederherstellung von Lebensräumen und deren Arten in ländlichen Landschaften unterstützt. Ziel ist die Sicherung des europäischen ökologischen Netzes „NATURA 2000" und der biologischen Vielfalt. (www.eler.niedersachsen.de )

Der frühere Besitzer, Jan Teerling, engagierte sich über Jahrzehnte für den Naturschutz und den Erhalt der stark bedrohten Haustierrasse. Er rettete einen der letzten Bestände der Moorschnucken vor dem Untergang und stockte ihn nach und nach auf.

Heute befinden sich rund 1.000 Moorschnucken und ca. 90 Ziegen im Bestand der BUND-Schäferei. Über 800 ha Moor- und Sandheiden im Neustädter Moor, dem Holzhauser Bruch und in der Kirchdorfer Heide werden ein gutes halbes Jahr mit naturschutzfachlicher Begleitung beweidet. Die Beweidung beginnt mit dem Austrieb der Birken im Laufe des Aprils und endet meist Ende Oktober.

Sie wollen mehr wissen über die Arbeit unserer wolligen Landschaftspfleger*innen, den Schäferei-Betrieb und die Besonderheiten von Moorschnucken? Besuchen Sie  die neu eröffnete Ausstellung oder nehmen Sie an einer unserer Exkursionen teil.

Hier finden Sie die BUND-Schäferei: 

BUND-Schäferei
Langer Berg 25
49419 Wagenfeld-Ströhen

jasmin.ammon(at)heimat-braucht-freun.de

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49419 Wagenfeld  

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