Krebsschere. Foto: Stephan Geschke

Krebsschere

Die Grüne Mosaikjungfer ist stark gefährdet. Sie lebt an stehenden Gewässern und benötigt die Krebsschere zur Eiablage. Somit ist der Schutz und Entwicklung des Krebsscherenbestandes auch Schutz der Grünen Mosaikjungfer.

Der BUND Regionalverband Ostfriesland setzt sich für den Schutz der gefährdeten Krebsschere ein, einer Wasserpflanze der hiesigen Talauen. Die Grüne Mosaikjungfer (Aeshna viridis) ist für die Eiablage auf diese Pflanze spezialisiert und daher an ihr Vorkommen gebunden. Das dreijährige Projekt "Entwicklung und Pflege von Krebsscherengewässern im Einzugsbereich der Unter-Ems für den Bestandserhalt der Grünen Mosaikjungfer" hat im August 2015 begonnen.

Während des ersten Jahres wurden Bestandsaufnahmen durchgeführt, Flächen gesichert und Vorverhandlungen geführt. Im zweiten Jahr wurden Flächen erworben, Maßnahmen geplant und ausgeschrieben sowie die nötigen Genehmigungen eingeholt. Im dritten Jahr werden die Maßnahmen zur Sicherung der bestehenden Krebsscherenvorkommen (Stratiotes aloides) und zur Förderung weiterer Bestände umgesetzt. Hierzu sollen zum Beispiel Gewässer angelegt und bestehende Gewässer optimiert werden, um mit Hilfe von Beimpfungsmaßnahmen den Bestand an Krebsscheren in Ostfriesland zu vergrößern.

Eine angepasste und schonende Unterhaltung der Gewässer, sowie eine Extensivierung der Nutzung auf den umliegenden Flächen sollen dazu beitragen, diese und weitere Bestände der Krebsschere langfristig zu erhalten. Nur durch die Sicherung bestehender Krebsscherenbestände und der Schaffung neuer, können für die vom Aussterben bedrohte und im Anhang IV der FFH-Richtlinie geführte Grüne Mosaikjungfer geeignete Habitate geschaffen werden, um so ein dauerhaftes Überleben der Libelle in Ostfriesland zu ermöglichen.

Gefördert durch die Bingo Umweltstiftung Niedersachsen Gefördert durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung

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