Wasserrückhalt – Grabenstaue für eine artenreiche Landgrabenniederung

Naturschützer und Landwirte handeln gemeinsam für die Zukunft.

Im verzweigten Grabensystem der Landgrabenniederung im Landkreis Lüchow-Dannenberg werden neue Stauanlagen eingebaut. Dadurch entsteht ein Biotopverbund und Wasserreservoir für Artenvielfalt und Landwirtschaft.

Das Gewässer- und Grabennetz der Landgrabenniederung mit den künstlichen Hauptvorflutern „Landgraben“, „Flötgraben“ und „Parallelgraben“ ist über 100 Kilometer lang und wurde damals gebaut, um den Wasserabfluss zu gewährleisten - Wasser war landschaftsprägend in der Landgrabenniederung! Aus heutiger Sicht fehlen jedoch Einrichtungen zur Wasserrückhaltung, insbesondere mit Blick auf die Klimaprognosen für diese extrem regenarmen Region. Durch den regelbaren Anstau von Entwässerungsgräben und den Einbau eines Wehres im Parallelgraben, soll im Rahmen des beantragten Projektes Wasser im vorhandenen Grabensystem zurückgehalten werden.

Vom kontrollierten Landschaftswasserhaushalt profitieren rund 1.500 Hektar artenreicher Feuchtwälder, Feuchtwiesen und Niedermoorstandorte in der Landgrabenniederung mit höchstem Flächenanteil in Niedersachsen und kleinräumig auch in Sachsen-Anhalt. Das Gebiet ist Teil des größten Biotopverbund Deutschlands, dem „Grünen Band“. Mit der Umsetzung der Staumaßnahmen entsteht ein weiterer wichtiger, lokaler Biotopverbund entlang wasserführender Gräben. Profitieren werden wassergebundene Insekten wie Libellen, auch Schmetterlinge, Frösche und Kröten, Vögel als Nahrungsgäste sowie weitere Tier- und Pflanzenarten. Der regelbare Landschaftswasserhaushalt in der Landgrabenniederung ist ein zentraler Baustein der lokalen Klimaanpassungsstrategie. Die Sicherung der landwirtschaftlichen Flächennutzung ist erklärtes Ziel.

Laufzeit

01/2026 - 12/2028

Förderer

Gefördert wird das Projekt aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und weitere Förderer

Ansprechpartner*innen

Petra Bernardy
bernardy(at)bund-wd.de 

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