Bedornte Schneckenhausbiene

Osmia spinulosa

 

Auf dem ersten Blick lässt sich die Bedornte Schneckenhausbiene nicht von anderen kleinen Mauerbienen unterscheiden. Mit den bloßen Augen lassen sich die namensgebenden, spitzen Dornen auf dem Rückenschildchen nicht erkennen. Dafür muss man eine Lupe / ein Mikroskop zur Hilfe nehmen.

Auffälliger ist ihr Blütenbesuch. Die Weibchen sammeln Pollen ausschließlich auf den Blüten von Korbblütlern. Besondern häufig suchen sie das Gewöhnliche Bitterkraut (Picris hieracioides), Flockenblumen (Centaurea) und Herbst-Aster (Aster amellus) auf, gelegentlich auch an Kratzdisteln (Cirsium) oder dem Jakobs-Greiskraut (Senecio jacobea), also an Pflanzen, die beim Landwirt nicht gerade beliebt sind.

Bemerkenswert sind auch ihre Nistplätze: Die Weibchen legen ihre Eier in leere Schneckenhäuser. Dieses Verhalten ist nur von wenigen heimischen Mauerbienen bekannt. Die Bedornte Schneckenhausbiene nistet in Gehäusen der Gemeinen Heideschnecke (Helicella itala), der Weißen Heideschnecke (Helicella obvia) und der Hain-Bänderschnecke (Cepaea nemoralis).

Niedersachsen ist nur eines von vier Bundesländern, in denen die Bedornte Schneckenhausbiene ungefährdet ist. Doch auch hier sind die Vorkommen bedroht, da der Lebensraum dieser wärmeliebenden Art verloren geht. Noch finden wir sie auf extensiven Magerwiesen, Trockenrasen, Dünen und Abwitterungshalden. Der BUND setzt sich für den Schutz dieser hoch spezialisierten Art ein und pflegt in Lamspringe Halbtrockenrasen in den Naturschutzgebieten „Heberberg“ und „Irmenseulzum“.

Bedornte Schneckenhausbiene (Osmia spinulosa). Foto: Klaus Kuttig Bedornte Schneckenhausbiene (Osmia spinulosa). Foto: Klaus Kuttig

STECKBRIEF

Verbreitung: Süd- und Mitteleuropa, in Deutschland bundesweit verbreitet.

Gefährdungsstatus in Deutschland: Als gefährdet eingestuft (RL 3).

Gefährdungssituation in Niedersachsen: Als ungefährdet angesehen.

Größe: 7 – 8 mm

Aussehen: Unauffälliger schwarzer, schlanker Körper mit schmalen, weißen Binden auf dem Hinterleib. Behaarung auf dem Rücken weiß bis gelblich. Weibchen mit roter Bauchbürste.

Lebensraum: Die Bedornte Schneckenhausbiene bewohnt überwiegend trockenwarme Lebensräume. Hierzu gehören unzerstörte Binnendünen und anderer Sandgebiete, Weinbergbrachen, Trockenmagerrasen und Heiden sowie alte Abgrabungen. Mitunter kommt die Art auch in strukturreichen Gärten und Parkanlagen vor.

Nahrung: Die Art ist spezialisiert auf Korbblütler. Zu den häufigen Pollenquellen gehören unter anderen das Ochsenauge (Buphthalmum salicifolium), Greiskräuter (Senecio) und Disteln (Carduus).

Nist- und Lebensweise: Nistet in leeren Schneckenhäusern von Heideschnecken (Helicella itala, H. obvia) und der Hainbänderschnecke (Cepaea nemoralis). Mit „Pflanzenmörtel“ (zerkleinerte Pflanzenteile mit Speichel vermischt) werden die Brutzellen gebaut.

Flugzeit: Sommerart, die von Juni bis Mitte August fliegt. Die Überwinterung findet als Ruhelarve in Schneckenhäusern statt.

Gefährdungsursachen: Aufgrund der Pollen- und Nistplatzspezialisierung ist die Bedornte Schneckenhausbiene durch das „Ausräumen“ der Landschaft gefährdet. Ihre Lebensräume (z. B. extensiv gepflegte, offene Trockenstandorte) gehen sowohl durch Nutzungsintensivierung als auch durch natürliche Sukzession verloren.

Quellen:

Amiet, F., Krebs, A. (2014):Bienen Mitteleuropas. Gattungen, Lebensweise, Beobachtungen. 2. Auflage

Martin, H.-J. (2000): Hosenbienen: Dasypoda hirtipes. URL: www.wildbienen.de/eb-dhirt.htm [Zugriff: 30.01.2018]

WESTRICH, P. (1990): Die Wildbienen Baden-Württembergs I und II. 2. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart.

SCHEUCHL, E. & WILLNER, W. (2016): Taschenlexikon der Wildbienen Mitteleuropas. Alle Arten im Porträt. Quelle und Meyer Verlag. Wiebelsheim

Gewöhnliche Natternkopfbiene

Osmia adunca  

 

Der Name lässt es bereits erahnen – diese Wildbiene liebt Blüten aus der Gattung der Natternköpfe (Echium). In der Tat sammelt die Gewöhnliche Natternkopfbiene ausschließlich an diese Pflanzen Pollen für ihre Brut. Das ist eine kleine Herausforderung. Es verwundert also nicht, dass diese Biene ihre Nester vor allem dann baut, wenn die Natternköpfe blüten, also von etwa Anfang Juli bis Mitte August.

Die Bienenart legt ihre Nester in Schilfhalmen und Löchern von Gesteinsschlacken an. Gerne nutzt sie aber auch mal die verlassenen Zellen von anderen Wildbienen, wie etwa der Mörtelbiene (Megachile parietina), um dort ihre Nachkommen heranzuziehen. Bei der Wahl der Niststätte ist die Art dennoch leicht wählerisch: Die Hohlräume müssen 4-7 mm groß und gerade sein, denn die Natternkopfbiene legt ihre Brutzellen linienförmig hintereinander ab. Beim Nestbau ist sie ein geschickter Baumeister: Sie formt kleine Steinchen mit Erde zu einem Mörtel und verteilt ihn über die Zellwände. Die Nesteingänge tarnt sie mit Holzstückchen oder Sand.

Männliche und weibliche Tiere sind leicht zu unterscheiden: Die Männchen sind intensiv rostbraun gefärbt und haben deutlich längere Haare. Und sie verteidigen ihr Revier gegen andere Männchen, indem sie an den Blüten des Natternkopfes patrouillieren. Die Weibchen sind hingegen schwarz gefärbt mit hellen Haaren an Kopf und Brustkorb. Sie bauen das Nest und versorgen den Nachwuchs.

Wo kann man dieses fleißige Bienchen beobachten? Zuhause sind sie in ganz Süd- und Mitteleuropa. In Deutschland kommt sie im Süden häufig vor, im Norden eher selten. Die Gewöhnliche Natternkopfbiene lebt in Felsfluren, an steinigen Böschungen und auf trockenen Unkrautflächen. Aber auch vom Menschen geschaffene Lebensräume wie ungenutzte Kiesgruben und Steinbrüche oder reich strukturierte Bahn- und Hafenanlagen werden von ihr besiedelt. Sie braucht zum Überleben sowohl Natternkopf-Beständen als auch geeignete Nistplätze wie Felswänden, Steinmauern oder Totholz. Dabei sind ihre Nistplätze räumlich von den Nahrungsplätzen getrennt. Erfreulicherweise nimmt die Gewöhnliche Natternkopfbiene künstliche Nisthilfen in Form von Holzblöcken mit Bohrlöchern oder Bambusrohre gut an. Dadurch können wir der Art mit Nisthilfen helfen.

Die Gewöhnliche Natternkopfbiene ist bundesweit nicht gefährdet, in Niedersachsen gehört sie jedoch zu den gefährdeten Wildbienenarten. Daher setzt sich der BUND Uelzen seit 2015 durch die bienenfreundliche Gestaltung einer alten Sandgrube für ihren Schutz ein: Im Haspelbiotop liegen offene Sandflächen und andere begehrte Kleinstrukturen wie Waldsaum, Wegeränder und Kleingewässer eng beinander. Rainfarn (Tanacetum vulgare), Weißen Steinklee (Melilotus alba) und eben vom Natternkopf (Echium vulgare) stellen wertvolle Pollen- und Nektarquellen dar. Viele Wildbienenarten kommen bereits hier vor.

STECKBRIEF

Verbreitung: Süd- und Mitteleuropa. In Deutschland kommt die Gewöhnliche Natternkopfbiene im Süden mit einer hohen Verbreitungsdichte vor, im Norden ist sie hingegen nur vereinzelt aufzufinden.

Gefährdungsstatus in Deutschland: Als nicht gefährdet eingestuft.

Gefährdungssituation in Niedersachsen: Als gefährdet eingestuft (RL 3).

Größe: 8 – 12 mm

Aussehen: Der Körper ist schwarz gefärbt, Kopf und Thorax sind wenig hell behaart. Die Endbinden sind schmal und heller. Die Brust ist hell behaart. Die Weibchen sind deutlich kürzer behaart als die Männchen. Männchen intensiv rostrot behaart.

Nahrung: Die Bienenart ist streng spezialisiert (oligolektisch) auf Pflanzen der Gattung Natternkopf (Echium).

Lebensraum: Häufig an Felsfluren und Abwitterungshalden, in aufgelassenen Kiesgruben und Steinbrüchen, in reich strukturierten Bahn- und Hafenanlagen, auf steinigen Böschungen, an trockenwarmen Ruderalstellen. Entscheidend ist die Kombination von Natternkopf-Beständen, die die Art als Nahrungsquelle benötigt, und dem Angebot von geeigneten Nistplätzen wie Felswänden, Steinmauern oder Totholzelementen. Die Art ist ein Teilsiedler, d.h. ihre Nistplätze sind räumlich von den Nahrungsplätzen getrennt.

Nist- und Lebensweise: Die Art baut ihre Niststätten in Totholz, hohlen Pflanzenstängeln, in verlassenen Nestern von Seiden-, Mörtel- oder Pelzbienen, in Fels- und Mauerspalten und ähnlichen linearen Hohlräumen an. Die Brutzellen werden linienförmig hintereinander abgelegt. Nisthilfen werden gerne angenommen.

Flugzeit: Juni bis August

Quellen

Amiet, F., Krebs, A. (2014):Bienen Mitteleuropas. Gattungen, Lebensweise, Beobachtungen. 2. Auflage

Eder, A. (2018): Wildbienenhelfer. Wildbienen und Blühpflanzen. Rheinbach.

Westrich, P. (1990): Die Wildbienen Baden-Württembergs I und II. 2. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart.

Dunkelfransige Hosenbiene

Dasypoda hirtipes

Neben ihren bienentypischen, weiß-schwarz gefärbtem Körperkleid trägt die Dunkelfransige Hosenbiene besonders praktische Hosen aus langen, braunen Haarbürsten. Warum diese so praktisch sind? Wenn die Biene unterwegs auf Nahrungssuche ist und von Pflanze zu Pflanze fliegt, heftet sich daran der Blütenpollen. So kann sie größere Mengen Pollen auf einmal sicher zu ihrem Nest bringen. Was die Blütenform angeht, ist die Dunkelfransige Hosenbiene recht wählerisch: Sie sucht nur Blumen auf, die – wie Wiesen-Pippau, Wegwarte oder Habichtskraut – eine Korbblüte besitzen. 

Besonders wohl fühlt sich die Dunkelfransige Hosenbiene in sandigen Lebensräumen, denn in den sandigen Boden baut sie gern ihre Nester: Sie sind ein idealer Unterschlupf für die Nacht oder für verregnete Tage. Vor allem aber wächst hier ihr Nachwuchs heran. Die Dunkelfransige Hosenbiene gräbt erst einen Hauptgang, dann viele verzweigte Seitengänge, in denen sie Brutzellen anlegt. In jede Zelle legt sie ein Ei. Damit ihre Brut gut heranwächst, versorgt sie sie mit reichlich Blütenpollen. Gleichzeitig ist so ein Nest im Boden ein idealer Unterschlupf für die Nacht oder für verregnete Tage. 6-10 Mal muss sich die kleine Biene auf den Weg machen, um genügend Pollen zu sammeln. Das ist ein enormer Arbeitsaufwand, der schon mal bis zu 4 Stunden Zeit in Anspruch nehmen kann.

Die Kombination aus einem sandigen Boden und dem Vorhandensein von ausreichend vielen Korbblütlern ist ausschlaggebend für das Vorkommen der Dunkelfransige Hosenbiene. In Hügel- oder Berglandgegenden fehlt sie daher weitestgehend Das schränkt die Verbreitung der Biene in Deutschland ein. Wenn dann auch noch der Mensch beschließt, auf den sandigen Flächen Kräuter oder Blumen anzupflanzen oder sie gar mit Häusern zu bebauen, verliert diese Bienenart ihren Lebensraum. Bislang steht die Dunkelfransige Hosenbiene in Deutschland noch auf der Vorwarnliste der Roten Liste: Hier befinden sich Tierarten, die immer seltener werden, aber im Moment noch nicht gefährdet sind. In Niedersachsen ist die Dunkelfransige Hosenbiene als nicht gefährdet eingestuft.

Wenn man die Dunkelfransige Hosenbiene in der Natur beobachten möchte, ihr dabei zu sehen will, wie sie mit dicken, pollenbehangenen Hosenbeinen die Korbblütler ihres Reviers zügig abfliegt, sollte man sich von Mitte Juni bis Ende September auf die Lauer legen. Dann haben die Weibchen ihre Flugzeit. Die Männchen werden etwas später aktiv, sie fliegen von Ende Juli bis Ende September.

Dunkelfransige Hosenbiene (Dasypoda hirtipes). Foto: Gerhard Hermann Dunkelfransige Hosenbiene (Dasypoda hirtipes). Foto: Gerhard Hermann

STECKBRIEF

Verbreitung: Süd- und Mitteleuropa, in Deutschland bundesweit verbreitet.

Gefährdungsstatus in Deutschland: Auf der Vorwarnliste (RL V).

Gefährdungssituation in Niedersachsen: Als ungefährdet eingestuft.

Größe: 12 – 15 mm

Aussehen: Auffällig lange Haarbürsten an den Hinterbeinen, die der Art den Namen „Hosen“-Biene verleihen. An diesen Haarbürsten transportiert die Hosenbiene Pollen, den sie an Blütenpflanzen sammelt. Auf dem Hinterleib besitzt die Art intensiv weiß gefärbte Streifen (Binden).

Lebensraum: Die Dunkelfransige Hosenbiene lebt in Sandgruben, Flugsandfelder, sandigen Hochwasser- und Bahndämme, in Sandfugen zwischen Pflastersteine oder auch in Böschungen mit lockerem Löß. Da sie hauptsächlich sandige Böden bevorzugt, tritt sie nur lokal auf.

Nahrung: Die Art ist spezialisiert auf Korbblütler, wie zum Beispiel Bitterkraut (Picris hieracioides), Wegwarte (Cichorium intybus), Habichtskraut (Hieracium spec.) oder Wiesen-Pippau (Crepis biennis).

Nist- und Lebensweise: Die Dunkelfransige Hosenbiene ist eine bodennistende Bienenart. Sie gräbt einen Hauptgang mit mehreren Seitengängen in den Sandboden, in denen sie ihre Brutzellen anlegt. Pro Tag stellt sie eine Brutzelle fertig.

Flugzeit: Die Weibchen fliegen von Mitte Juni bis Ende September, die Männchen von Mitte Juli bis Ende September. Sie überwintern als Ruhelarve.

Gefährdungsursachen: Lebensraumzerstörung durch Kultivierung von sandigen Flächen oder Umnutzung von ehemaligen Sand- und Kiesgruben, aber auch durch natürliches Zuwachsen (Sukzession) von sandigen Offenstellen.

Quellen:

Amiet, F., Krebs, A. (2014):Bienen Mitteleuropas. Gattungen, Lebensweise, Beobachtungen. 2. Auflage

Martin, H.-J. (2000): Hosenbienen: Dasypoda hirtipes. URL: www.wildbienen.de/eb-dhirt.htm [Zugriff: 30.01.2018]

Westrich, P. (1990): Die Wildbienen Baden-Württembergs I und II. 2. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart.

Sand-Blattschneiderbiene

Megachile maritima

Ihr lateinischer Artname lässt es bereits vermuten: Die Sand-Blattschneiderbiene kommt überwiegend an den Küsten vor. In Niedersachsen ist sie vor allem auf den ostfriesischen Inseln zuhause, sie kommt aber auch manchmal in sandigen Gebieten im Innenland vor. Da viele dieser sandigen Lebensräume durch intensive Landwirtschaft verschwinden, ist die Art in Niedersachsen stark gefährdet.

Mit bis zu 15 Millimetern Länge gehört die Sand-Blattschneiderbiene zu den größeren Wildbienen. Anhand ihrer Größe und ihrer gelbbraunen Behaarung ist sie leicht zu erkennen. Die Weibchen haben eine dreifarbige Bauchbürste: Sie ist vorne weißlich, in der Mitte rot und am Ende schwarz. Auch die Männchen haben ein auffälliges Merkmal: Ihre Vorderbeinchen sind pfeilspitzenartig verbreitert.

Wie die meisten Blattschneiderbienen fertigt auch die Sand-Blattschneiderbiene ihre Brutzellen aus Blattstücken: Dafür schneidet sie Blätter verschiedener Laubbäume, Sträucher oder Kräuter zurecht, rollt sie zusammen und baut daraus ihre Brutzellen. In jede Zelle legt sie Pollenvorrat und ein Ei und verschließt die Zelle mit weiteren Blattstücken. Ihre Nester gräbt die Biene nur wenige Zentimeter tief in die Erde, häufig zwischen Wurzelballen.

In Niedersachsen ist die Sand-Blattschneiderbiene stark gefährdet: Außerhalb der ostfriesischen Inseln sind nur wenige Vorkommen bekannt. Es ist anzunehmen, dass sie früher im niedersächsischen Tiefland weit verbreitet war. Der BUND schützt daher ihre seltenen Vorkommen, wie zum Beispiel das rund ein Hektar große Offenlandbiotop bei Schaafhausen. Ihre Flächen hält der BUND Lüchow-Dannenberg offen, damit sie als Lebensräume für die Sand-Blattschneiderbiene nicht verloren gehen.

Dünen-Blattschneiderbiene (Megachile maritima). Foto: Hans Leunig Dünen-Blattschneiderbiene (Megachile maritima). Foto: Hans Leunig

STECKBRIEF

Verbreitung: In ganz Europa. In den Sandgebieten des mitteleuropäischen Tieflands verbreitet.

Gefährdungsstatus in Deutschland: Als gefährdet eingestuft (RL 3).

Gefährdungssituation in Niedersachsen: Als stark gefährdet eingestuft (RL 2).

Größe: 13 - 15 mm

Aussehen: Gelbbraune Behaarung, Weibchen mit dreifarbiger Bauchbürste (vorne weißlich, in der Mitte rot, am Ende schwarz). Sand-Blattschneiderbienen gehören zu den drei Blattschneiderbienen, deren Drohnen stark verbreiterte, weißliche Tarsen am ersten Beinpaar aufweisen.

Lebensraum: Spezialisiert auf Sandgebiete, hierzu gehören Binnen- und Küstendünen, Sandheiden, Sandgruben sowie sandige Ruderalflächen.

Nahrung: Bekannt ist die Nutzung des Pollen von 5 Pflanzenfamilien. Gesammelt wird an Korbblütlern (Asteraceae), Raublattgewächsen (Boraginaceae), Schmetterlingsblütler (Fabaceae), Nachtkerzengewächse (Onagraceae) und Wegerichgewächsen (Plantaginaceae).

/ Nist- und Lebensweise:

Flugzeit: Sommerart, die von Juni bis Ende August, teilweise bis in den September hinein fliegt.

Gefährdungsursachen: Die Lebensräume dieser sandaffinen Art sind großflächig aus der Landschaft verschwunden. Der weitere Verlust durch Intensivierung der Landwirtschaft oder Aufforstung bedroht die heutigen Vorkommen.

Quellen:

Amiet, F., Krebs, A. (2014):Bienen Mitteleuropas. Gattungen, Lebensweise, Beobachtungen. 2. Auflage

Martin, H.-J. (2000): Hosenbienen: Dasypoda hirtipes. URL: www.wildbienen.de/eb-dhirt.htm [Zugriff: 30.01.2018]

WESTRICH, P. (1990): Die Wildbienen Baden-Württembergs I und II. 2. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart.

SCHEUCHL, E. & WILLNER, W. (2016): Taschenlexikon der Wildbienen Mitteleuropas. Alle Arten im Porträt. Quelle und Meyer Verlag. Wiebelsheim.

THEUNERT, R. (2003): Atlas zur Verbreitung der Wildbienen (Hym.: Apidae) in Niedersachsen und Bremen (1973 – 2002). Ökologieconsult-Schriften 5. 23 – 334.

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