Der zunehmende Aufwind rechtsextremer Parteien in Deutschland ist eine Gefahr für die Demokratie, für Menschenrechte und unser gesellschaftliches Zusammenleben. Die politischen Mehrheiten könnten sich nach der Wahl noch weiter nach rechts verschieben. Dem müssen wir uns entgegenstellen. Rechte Parteien sind oft eine Gefahr für den Umwelt- und Klimaschutz. Rechtspopulistische und rechtsextreme Parteien leugnen häufig den menschengemachten Klimawandel. Umweltschutz denken sie national – dabei kennt die Natur keine Grenzen.
Keine Zusammenarbeit mit Feinden der Demokratie
Gemeinsame Erklärung der Spitzen von DNR, BUND, Deutscher Tierschutzbund, Germanwatch, Greenpeace Deutschland, NABU, WWF
Erklärung der Spitzen von sieben Umwelt-, Natur und Tierschutzverbänden zu der gemeinsamen Mehrheitsfindung von CDU/CSU mit der AfD am 29.01.2025 im Deutschen Bundestag
Berlin – In diesen Tagen wird im Deutschen Bundestag eine entscheidende Brandmauer gegen demokratie- und menschenfeindliche Ideologien eingerissen. Indem demokratische Parteien Bündnisse mit in Teilen gesichert rechtsextremen und demokratiefeindlichen Kräften eingehen, überschreiten sie eine Grenze. Solche Allianzen untergraben das gemeinsame Wirken für unsere Gesellschaft und versetzen viele Menschen in Deutschland in Angst und Schrecken.
Als deutsche Umweltbewegung sehen wir hier eine direkte Gefahr für die Gesellschaft als Ganzes und uns als Teil der Zivilgesellschaft: Wer Demokratie und Menschenrechte infrage stellt, bedroht auch den Schutz unserer Lebensgrundlagen. Denn Natur- und Klimaschutz braucht Kooperation. Dass Demokratiefeinde kein Interesse an dem Schutz unserer Lebensgrundlage haben, zeigt auch die massive Unterstützung der AfD durch die fossile Lobby. Wir haben aus der Geschichte – gerade auch aus unserer eigenen – gelernt: Nur eine offene, vielfältige demokratische Gesellschaft macht uns stark. Demokratiefeinde bekämpft man, indem man Probleme löst und nicht indem man mit ihnen paktiert.
Wir rufen alle Demokrat:innen auf, gemeinsam für eine bessere und menschlichere Welt einzustehen. Unser Engagement für Klima- und Naturschutz setzt auf wirksame Lösungen statt auf Parolen und ist untrennbar mit dem Einsatz für eine lebendige, demokratische Gesellschaft verbunden. Nur mit Zusammenhalt, Zuversicht und Menschlichkeit können wir die großen Herausforderungen unserer Zeit meistern. Wir sind die Brandmauer.
Kai Niebert, Präsident des Umweltdachverbandes Deutscher Naturschutzring e.V. (DNR)
Olaf Bandt, Vorsitzender Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
Thomas Schröder, Präsident Deutscher Tierschutzbund
Christoph Bals, politischer Geschäftsführer Germanwatch
Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand Greenpeace Deutschland
Jörg-Andreas Krüger, Präsident Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU)
Heike Vesper, Vorständin Transformation Politik & Wirtschaft, WWF Deutschland
"Wir rufen alle Demokrat:innen auf, gemeinsam für eine bessere und menschlichere Welt einzustehen. Unser Engagement für Klima- und Naturschutz setzt auf wirksame Lösungen statt auf Parolen und ist untrennbar mit dem Einsatz für eine lebendige, demokratische Gesellschaft verbunden. "
Aus der Erklärung der Spitzen von sieben Umwelt-, Natur und Tierschutzverbänden
