CCS: Viel Geld für Großkonzerne, wenig Nutzen – dafür enorme Risiken für die Allgemeinheit

Von CCS profitieren vor allem fossile Großkonzerne, die daraus ein Geschäftsmodell machen. Ein Modell, das umso besser funktioniert, je größer das Netz, je mehr Unternehmen sich anschließen lassen. Gewinne werden privatisiert, Kosten und Risiken trägt die Gesellschaft – insbesondere künftige Generationen.

Risiken für Mensch und Umwelt sind enorm: Es gibt keine Sicherheit, dass das CO₂ dauerhaft im Boden verbleibt. Leckagen an Deponien und Pipelines, Kontamination mit Schwermetallen, Versalzung von Trinkwasser, Austritt von Gasen und die Versauerung von Meereswasser bedrohen Gesundheit und Ökosysteme. 

Langzeiterfahrung fehlen – dafür gibt es viele gescheiterte Vorhaben. Dabei bleibt der Nutzen fraglich: Laut Weltklimarat (IPCC) ist CCS die teuerste, riskanteste und am wenigsten effektivste Option zur Bewältigung der Klimakrise. Selbst bei voller Ausschöpfung des Potenzials würde CCS laut Prognosen 2030 nur 2,4 % der weltweiten Emissionen abdecken – ein enormer Preis für Umwelt und Gesellschaft bei minimalem Effekt.

Gleichzeitig würden Öl und Gasvorkommen weiter ausgebeutet – unter dem Deckmantel vermeintlicher Klimafreundlichkeit. Der Ausstieg aus den Fossilen würde in weite Ferne verschoben. Viele Treibhausgase – darunter das deutlich klimaschädlichere Methan – gelangen weiter in die Atmosphäre und verschärfen die Klimakrise!

Vor allem fossile Großkonzerne treiben CCS voran. Künftig sollen CCS-Label emissionsreiche Industriezweige als klimafreundlich bezeichnen dürfen.

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