Naturschutzverbände kritisieren ICE-Neubaustrecke Hannover–Bielefeld

08. Dezember 2025 | Mobilität (NI)

ICE-Strecke zerteilt die Landschaft ICE-Strecke zerteilt die Landschaft  (holzijue / Pixabay / Pixabay-Lizenz)

Die Deutsche Bahn hat am Freitag, dem 5. Dezember, die Vorzugsvariante 3 für die geplante ICE-Neubaustrecke Hannover–Bielefeld vorgestellt. Die Arbeitsgemeinschaft der Naturschutzverbände aus Ostwestfalen-Lippe und Niedersachsen reagierte mit deutlicher Kritik und warnte vor massiven Eingriffen in ökologisch besonders empfindliche Räume.

Die Trasse gefährde mehrere hochsensible Schutzgebiete, darunter die Bielefelder Johannisbachaue, das Heilquellenschutzgebiet Bad Salzuflen, das FFH-Gebiet „Wälder bei Porta Westfalica“ sowie die Bückeburger Niederung, ein wichtiges Brutgebiet für seltene Vogelarten wie den Schwarzstorch.

Die Verbände bemängeln, dass die Deutsche Bahn den von Kommunen und Verbänden geforderten Ausbau der Bestandsstrecke nicht ausreichend geprüft habe. Stattdessen drohten massive Eingriffe in Natur und Landschaft, darunter 25 Kilometer Tunnel, vier Talbrücken sowie Dämme und Einschnitte auf rund 40 Kilometern. Besonders betroffen sei auch die Landwirtschaft, da die Trasse hochwertige Böden zerstöre und Betriebe in ihrer Existenz bedrohe.

Kritik gibt es zudem an der fehlenden Transparenz: Eine realistische Wirtschaftlichkeitsberechnung liege bisher nicht vor, und die Bahn verstoße gegen das Klimaschutzgesetz, da keine belastbare CO₂-Bilanz erstellt worden sei.

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