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Preissteigerung bei Krabbenbrötchen — Population der Nordseegarnelen auf historischem Tief

31. Mai 2024 | Artenschutz (NI), Meere

Wütend?! Ja, aber über die Zerstörung der Meere!

Die Nachfrage für Nordseegarnelen ist hoch, aber die Fangmengen sind historisch tief: Zwischen 2000-2010 lagen sie noch bei 12.000 - 13.000 Tonnen, 2023 waren es nur noch ca. die Hälfte.

Der Preisanstieg für die Krabbenbrötchen ist also leider nicht verwunderlich. Der wahre Preis der Grundschleppnetzfischerei für unsere Umwelt ist aber noch höher als das, was wir für die Brötchen bezahlen.

Fischer*innen hoffen auf höhere Erträge, wenn die neue Garnelen-Generation da ist – aber langfristig wird der Negativ-Trend wahrscheinlich anhalten, wenn es nicht mehr Schutz für die kleinen Krebstiere gibt. Laut wissenschaftlichen Studien setzen die steigenden Temperaturen in der Nordsee und der anhaltend hohe Fischereidruck den Garnelen stark zu.

Bisher gibt es sogar in den MeeresSCHUTZgebieten der Nordsee trotz neuer Regeln noch Ausnahmen für die Krabbenfischerei. Wir setzen uns gegen den Fleckenteppich aus Maßnahmen und für flächendeckenden Schutz in den Meeresschutzgebieten ein! #Meer dazu: Link in Bio [https://www.bund.net/service/presse/pressemitteilungen/detail/news/grundschleppnetze-zerstoeren-haelfte-der-deutschen-meeresschutzgebiete]

Übrigens: Genau genommen ist die bekannte Bezeichnung “Krabbenbrötchen” falsch – denn die “Nordseekrabbe” ist gar keine Krabbe, sondern eine Garnele. Deshalb nutzen wir in unserem Post zwar die gängige Bezeichnung für das Brötchen, sprechen aber ansonsten von Nordseegarnelen.

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