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BUND Landesverband Niedersachsen
Nicht genug geschützt

Die EU-Kommission hat die schleppende Sicherung von Natura 2000-Gebieten in Deutschland gerügt: Allein in Niedersachsen liegen 124 der bundesweit 787 Flora-Fauna-Habitat-Gebiete, die immer noch nicht geschützt sind - darunter seltene Lebensräume an der Küste, im Harz und Moor. Besonders besorgniserregend ist, dass auch viele der bereits ausgewiesenen Gebiete laut EU nicht ausreichend geschützt sind. Die vorgesehenen Erhaltungsmaßnahmen in den Gebieten reichen demnach nicht aus, um den Schutz von Lebensräumen und gefährdeten Arten zu sichern. Die Ziele seien zu allgemein gehalten, unspezifisch, nicht quantifiziert und messbar. Bei Verurteilung drohen Niedersachsen Strafen in Millionenhöhe.

Endlager ohne Sicherheit

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat im Februar erstmals in ihrer Amtszeit die Schachtanlage Asse bei Wolfenbüttel und das stillgelegte Eisenerzbergwerk Schacht Konrad bei Salzgitter besichtigt. Zusammen mit Umweltminister Olaf Lies bekräftigte die Ministerin, dass Schacht Conrad als Endlager für schwach und mittelradioaktive Abfälle "alternativlos" sei.

Der BUND kritisiert die Entscheidung zu Schacht Konrad als atomares Endlager, weil die Standortauswahl ohne wissenschaftliche geologische Untersuchungen erfolgte. Damit ist nicht ausgeschlossen, dass der eingelagerte Atommüll irgendwann Kontakt zum Grundwasser erhält.

Baggern für den Naturschutz

Am 6. Februar rollten die ersten Bagger in die Hohe Garbe an der Elbe. Das einst zur Bodenentnahme für den Deichbau genutzte Gewässer wird im Sinne des Naturschutzes umgestaltet: In Flachwasserbereichen und Röhrichten können bald Fische ihren Laich ablegen, Jungfische Schutz vor Räubern finden. Aufgrund der geringen Wasserstände im vergangenen Jahr ist die Anzahl der Jungfische besonders niedrig. Auch Kiebitz und Rotbauchunke als typische, stark bedrohte Bewohner der Aue profitieren von den Bodenmodellierungen und neuen Brutinseln. Die Maßnahmen sind Bestandteil des Projektes „Lebendige Auen für die Elbe“, koordiniert vom BUND-Auenzentrum Burg Lenzen und gefördert vom Bundesamt für Naturschutz.

BUND jetzt auch in Uchte!

Insektensterben, Rückgang blühender Wiesen und anderer Naturräume - diese Missstände bewegten Bürger*innen bei Uchte im Landkreis Nienburg, eine neue BUND-Gruppe zu gründen und sich so gemeinsam für den Naturschutz einzusetzen. Denn in der Gruppe sind wir effektiver, lautet ihr Credo. Die neuen BUND-Aktiven wollen noch in diesem Sommer geeignete Flächen für die Anlage neuer Streuobstwiesen und Blühstreifen für Insekten ausfindig machen, damit sie im Herbst bereits pflanzen und aussäen können. Gutes Gelingen!

Sie möchten mitmachen? Wenden Sie sich gern an elvi.schneider(at)nds.bund.net.

Diskussion zur Europawahl

Im Vorfeld der Europawahl am 26. Mai 2019 informieren der BUND und die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Bürger*innen darüber, wie wichtig die europäische Politik für die Agrarwende und den Erhalt von Grünland sein kann. Am 13. März ab 19:30 Uhr diskutieren hierfür Politiker*innen von SPD, CDU, den Grünen, FDP und Linke in Westerstede bei Oldenburg über die Zukunft der Weidehaltung in Europa. Den Impulsvortrag liefert BUND-Bundesvorsitzender Hubert Weiger. Die Veranstaltung findet im Jaspershof statt, Zum Stiftungspark 27, 26655 Westerstede. Wir freuen uns auf Sie!

Infos zur Europawahl finden Sie auch unter www.bund-niedersachsen.de/europawahl.

Auf die Straße für Bauer und Kuh

Das Agrarbündnis Niedersachsen ruft zur "Wir haben es satt"-Demo am 23. März in Oldenburg auf. Zu Fuß, auf Treckern, mit Schildern, Bannern und Gesang fordern Bürger*innen im Herzen der niedersächsischen Intensivtierhaltung mehr Wertschätzung von Mensch, Tier und Umwelt. Das Agrarbündnis Niedersachsen ist ein Zusammenschluss von Landwirten, Verbraucher*innen, Imker*innen, Natur- und Tierschützer*innen, unterstützt durch den BUND. Gemeinsam setzen sie sich für den Erhalt von Bauernhöfen, faire Löhne und Arbeitsbedingungen, Natur- und Klimaschutz ein. Die Demo beginnt um 11 Uhr vor dem Bahnhof, die Abschlusskundgebung findet auf dem Schlossplatz statt.

Mehr Infos unter www.agrarwende.de

 

BUND Niedersachsen
Newsletter Februar 2019

 

Liebe Naturschutzfreunde, 

die Gipskarstlandschaft im Südharz ist ein Hotspot der Artenvielfalt, einmalig in ganz Europa. Um diese vor einem weiteren Gipsabbau und damit einem Verlust einzigartiger Lebensräume zu retten, forderten acht Umweltverbände im Februar auf Initiative des BUND die Ministerpräsidenten von Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt zum Handeln auf. Vorbilder für länderübergreifende Schutzgebiete gibt es genug: Im Dreiländereck Hessen, Bayern und Thüringen schützt ein UNESCO-Biosphärenreservat die Wiesen und Moore der Rhön, am Erhalt der Flusslandschaft Elbe beteiligen sich sogar fünf Bundesländer. Beim Schutz der Karstlandschaft im Harz ist Niedersachsen bislang deutlich zurückhaltender als unsere Nachbarländer. Ein guter Grund für den BUND, nicht locker zu lassen.

Mehr zu unseren Aktivitäten erfahren Sie in diesem Newsletter. Viel Spaß bei der Lektüre!

Viele Grüße vom BUND Niedersachsen

Dr. Tonja Mannstedt 

     
 
     
     

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