Atommüll
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Anlässlich der heute veröffentlichten, neuen Arbeitsstände zur Eingrenzung geeigneter Endlagerregionen durch die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) erklärt Bernd Redecker, Sprecher des Landesarbeitskreises Atom vom BUND Niedersachsen:
„Mit den neuen Arbeitsständen gibt die BGE nun endlich auch für Niedersachsen Einblick in die Planungen für ein mögliches Endlager. Das war überfällig. Bisher ist allerdings nur zu erkennen, welche Gebiete nicht weiter betrachtet werden. Für die verbliebenen, immer noch sehr großen Gebiete lässt die BGE offen, ob die nächsten Bewertungsschritte bereits erfolgreich abgeschlossen wurden.
Niedersachsen ist weiterhin das Bundesland, welches von der Endlagersuche am stärksten betroffen ist. Vor allem die Tongebiete zwischen Rheine und Braunschweig scheinen im Fokus der BGE zu stehen. Der Ausschluss von Tongebieten zum Beispiel in Süddeutschland kommt überraschend. Hier fordert der BUND Niedersachsen eine ausführliche Begründung der BGE. Entscheidend muss sein, dass die Eingrenzung ausschließlich nach geowissenschaftlichen Kriterien erfolgt und nicht politisch beeinflusst wird. Hier erwarten wir von der Landesregierung und dem Landesamt für Bergbau, Geologie und Energie eine gründliche Überprüfung.
In nur 15 Monaten sollen ausgewählte Standortregionen feststehen. Die aktuellen Arbeitsstände lassen jedoch kaum erkennen, wo diese liegen werden. Damit das Verfahren transparent und glaubwürdig bleibt, braucht es spätestens im Sommer 2027 einen umfangreichen Einblick in den Planungsstand.“
BUND-Pressestelle:
Lara-Marie Krauße, Tel. 01515 - 33 111 88, presse(at)nds.bund.net, www.bund-niedersachsen.de
