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BUND Landesverband Niedersachsen

Wildbienen im Portrait

Beispielhaft für die etwa 360 in Niedersachsen vorkommenden Wildbienen-Arten möchten wir Ihnen einige Arten näher vorstellen, die Sie in naturnahen Gärten und zum Teil auch an Nisthilfen beobachten können.  

Auen-Schenkelbiene (Macropis europaea)

Beide Geschlechter werden 8 bis 10 mm groß und sind überwiegend schwarz gefärbt. Am Hinterleib befinden sich dünne, helle Binden. Der Kopf und Thorax der Weibchen ist locker gelbbraun behaart. Beim Männchen ist das Gesichtsschild gelb gefärbt. Auffällige Merkmale sind die dichten, weißen Sammelbürsten der Weibchen. Namensgebend sind die markanten dicken Hinterschenkel der Männchen.

Einzige Pollenquelle ist der Gewöhnliche Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris). Die gelb blühenden Stauden gedeihen in Feuchtbereichen, sowohl an Teich- als auch Bachufern, auf Feuchtwiesen oder in nassen Waldbereichen. Gilbweiderich produziert neben Pollen Blütenöle, auf die die Schenkelbienen als einzige Arten in Deutschland neben Pollen sammeln. Nektar produziert der Gilbweiderich nicht, diesen sammelt die Auen-Schenkelbiene an einer Vielzahl anderer Blütenpflanzen.

Ihre Nester legen die Weibchen wenige Zentimeter unter der Erdoberfläche an Böschungen und ebenen Flächen, versteckt unter Gras oder Moos an. Ein bis zu 8 cm schräger Hauptgang verzweigt sich in bis zu 4 Seitengänge mit Brutkammern.

Die Auen-Schenkelbiene ist eine reine Sommerart. Die Männchen fliegen schon ab Mitte Juni, die Weibchen folgern erst ab Anfang Juli. Bis September kann man die Tiere hauptsächlich an ihrer Nahrungsquelle beobachten. Hier fallen die Weibchen beim Sammeln durch besonders dicke Pollenpakete an den Hinterbeinen auf. 

Auen Schenkelbiene (Macropis europaea ♀. Foto: Klaus Kuttig Auen Schenkelbiene (Macropis europaea ♀. Foto: Klaus Kuttig

Steckbrief: 

  • Größe: 8-10 mm  
  • Flugzeiten: Mitte Juni bis September  
  • Nahrung: Gewöhnlicher Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris) 

Bedornte Schneckenhausbiene (Osmia spinulosa)

Auf dem ersten Blick lässt sich die Bedornte Schneckenhausbiene nicht von anderen kleinen Mauerbienen unterscheiden. Mit den bloßen Augen lassen sich die namensgebenden, spitzen Dornen auf dem Rückenschildchen nicht erkennen. Dafür muss man eine Lupe / ein Mikroskop zur Hilfe nehmen.

Auffälliger ist ihr Blütenbesuch. Die Weibchen sammeln Pollen ausschließlich auf den Blüten von Korbblütlern. Besondern häufig suchen sie das Gewöhnliche Bitterkraut (Picris hieracioides), Flockenblumen (Centaurea) und Herbst-Aster (Aster amellus) auf, gelegentlich auch an Kratzdisteln (Cirsium) oder dem Jakobs-Greiskraut (Senecio jacobea), also an Pflanzen, die beim Landwirt nicht gerade beliebt sind.

Bemerkenswert sind auch ihre Nistplätze: Die Weibchen legen ihre Eier in leere Schneckenhäuser. Dieses Verhalten ist nur von wenigen heimischen Mauerbienen bekannt. Die Bedornte Schneckenhausbiene nistet in Gehäusen der Gemeinen Heideschnecke (Helicella itala), der Weißen Heideschnecke (Helicella obvia) und der Hain-Bänderschnecke (Cepaea nemoralis).

Niedersachsen ist nur eines von vier Bundesländern, in denen die Bedornte Schneckenhausbiene ungefährdet ist. Doch auch hier sind die Vorkommen bedroht, da der Lebensraum dieser wärmeliebenden Art verloren geht. Noch finden wir sie auf extensiven Magerwiesen, Trockenrasen, Dünen und Abwitterungshalden. Der BUND setzt sich für den Schutz dieser hoch spezialisierten Art ein und pflegt in Lamspringe Halbtrockenrasen in den Naturschutzgebieten „Heberberg“ und „Irmenseulzum“.

Quellen:

Amiet, F., Krebs, A. (2014):Bienen Mitteleuropas. Gattungen, Lebensweise, Beobachtungen. 2. Auflage

Martin, H.-J. (2000): Hosenbienen: Dasypoda hirtipes. URL: www.wildbienen.de/eb-dhirt.htm [Zugriff: 30.01.2018]

WESTRICH, P. (1990): Die Wildbienen Baden-Württembergs I und II. 2. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart.

SCHEUCHL, E. & WILLNER, W. (2016): Taschenlexikon der Wildbienen Mitteleuropas. Alle Arten im Porträt. Quelle und Meyer Verlag. Wiebelsheim

Steckbrief

  • Verbreitung: Süd- und Mitteleuropa, in Deutschland bundesweit verbreitet.
  • Gefährdungsstatus in Deutschland: Als gefährdet eingestuft (RL 3).
  • Gefährdungssituation in Niedersachsen: Als ungefährdet angesehen.
  • Größe: 7 – 8 mm
  • Aussehen: Unauffälliger schwarzer, schlanker Körper mit schmalen, weißen Binden auf dem Hinterleib. Behaarung auf dem Rücken weiß bis gelblich. Weibchen mit roter Bauchbürste.
  • Lebensraum: Die Bedornte Schneckenhausbiene bewohnt überwiegend trockenwarme Lebensräume. Hierzu gehören unzerstörte Binnendünen und anderer Sandgebiete, Weinbergbrachen, Trockenmagerrasen und Heiden sowie alte Abgrabungen. Mitunter kommt die Art auch in strukturreichen Gärten und Parkanlagen vor.
  • Nahrung: Die Art ist spezialisiert auf Korbblütler. Zu den häufigen Pollenquellen gehören unter anderen das Ochsenauge (Buphthalmum salicifolium), Greiskräuter (Senecio) und Disteln (Carduus).
  • Nist- und Lebensweise: Nistet in leeren Schneckenhäusern von Heideschnecken (Helicella itala, H. obvia) und der Hainbänderschnecke (Cepaea nemoralis). Mit „Pflanzenmörtel“ (zerkleinerte Pflanzenteile mit Speichel vermischt) werden die Brutzellen gebaut.
  • Flugzeit: Sommerart, die von Juni bis Mitte August fliegt. Die Überwinterung findet als Ruhelarve in Schneckenhäusern statt.
  • Gefährdungsursachen: Aufgrund der Pollen- und Nistplatzspezialisierung ist die Bedornte Schneckenhausbiene durch das „Ausräumen“ der Landschaft gefährdet. Ihre Lebensräume (z. B. extensiv gepflegte, offene Trockenstandorte) gehen sowohl durch Nutzungsintensivierung als auch durch natürliche Sukzession verloren.

Blauschwarze Holzbiene (Xylocopa violacea)

Die Blauschwarze Holzbiene ist mit bis 23 mm Körperlänge eine der größten Wildbienen Mitteleuropas. Haare und Körper sind tiefschwarz gefärbt, die Flügel schimmern blau-schwarz metallisch – daher wohl auch ihr deutscher Name.

Zwischen März und September lässt sich die wärmeliebende Art auf Blüten von Schmetterlings- und Lippenblütlern beobachten.

Die Blauschwarze Holzbiene baut ihr Nest in selbstgenagten Hohlräumen in trockenes Totholz. Die Brutzellen und der Nestverschluss bestehen aus kleinen Holzpartikeln, die mit Hilfe von Speichel verklebt werden. Daher ist die Art insbesondere auf alten Streuobstwiesen oder im Siedlungsbereich in Parks und Gärten zu finden. Weil geeignete Totholzstrukturen meist eher selten sind, ist auch die Blauschwarze Holzbiene nicht in großer Regelmäßigkeit anzutreffen. Sie breitet sich derzeit weiter nach Norden aus.  

Blauschwarze Holzbiene (Xylocopa violacea) ♀. Foto: BUND Niedersachsen Blauschwarze Holzbiene (Xylocopa violacea) ♀. Foto: BUND Niedersachsen

Steckbrief:

  • Größe: bis 23 mm  
  • Flugzeiten: Zwischen März und September  
  • Nahrung: Schmetterlings- und Lippenblütler 

Buckel-Seidenbiene (Colletes daviesanus)

Etwa 7 – 9 mm große Weibchen mit hellen, dicken Haarbinden auf dem schwarzen Hinterleib. Im Gelände nicht von den ähnlichen Colletes-Arten  C. similis und C. fodiens zu unterscheiden.

Die Buckel-Seidenbiene ist eine der häufigsten Arten im Siedlungsraum und nahezu flächendeckend in Niedersachsen verbreitet. Von der ersten Juni-Hälfte an, kann man sie bis Ende August vornehmlich an verschiedenen Korbblütlern (Asteraceae) beobachten. Diese sind sowohl die Pollen- als auch die Nektarquelle für beide Geschlechter. Dabei nutzt diese oligolektische Wildbiene an breites Spektrum an Arten, ehe in der zweiten Hälfte der Flugzeit der Rainfarn (Tanacetum vulgare) zur Hauptpollenquelle wird.

Ihre Nistplätze finden die Weibchen an Abbruchkanten und Steilwänden, in die eigene Niströhren gegraben werden. Da keine besonderen Ansprüche an das Nissubstrat gestellt werden ist Colletes daviesanus auch ein häufiger Gast an Gebäuden und Nisthilfen.

Die Nestgänge liegen dicht hinter der Gesteinsoberfläche in verzweigten Seitengängen. Jeder Seitengang ist meist zwischen 6 – 10 cm lang, wobei die einzelnen Gänge oft dicht nebeneinander mit nur geringem Abstand verlaufen.

Erkennbar sind die Nester an den seidig schimmernden Verschlüssen, die etwa 15 mm hinter der Nestöffnung liegen. Geschlüpfte Weibchen bevorzugen das Material aus dem sie selbst geschlüpft sind und nutzen häufig das mütterliche Nest. Wer Colletes daviesanus im eigenen Garten beobachten konnte,  hat gute Chancen sie auch in den nächsten Jahren  wiederzufinden.  

Buckel-Seidenbiene (Colletes daviesanus) ♂. Foto: Klaus Kuttig Buckel-Seidenbiene (Colletes daviesanus) ♂. Foto: Klaus Kuttig

Steckbrief:

  • Größe: 7 - 9 mm
  • Flugzeiten: Erste Juni Hälfte bis Ende August
  • Nahrung: Besucht ausschließlich Korbblütler-Blüten (Asteraceae) 

Bunte Blattschneiderbiene (Megachile versicolor)

Die Weibchen der 10-12 mm großen Tiere sind gelbbraun behaart und haben eine auffällige rote Bauchbürste sowie schmale, helle Endbinden.

Zwischen Mai und September lässt sich die polylektische Art auf einer Vielzahl von Pflanzen beobachten: Insgesamt besucht die Bunte Blattschneiderbiene die Blüten von fünf Pflanzenfamilien (z.B. Asteraceae, Fabaceae).

Zum Bau der Brutzellen schneidet das Weibchen mit Hilfe ihrer Mandibeln ovale und runde Stückchen aus Laubblättern (z.B. Wildrosen, Schlehen). Auch den Nesteingang verschließt sie mit Hilfe der Pflanzenteile, indem sie mehrere Lagen Blattstücke mit Pflanzenmörtel (zerkautes Pflanzenmaterial) verkittet.

Das Nest wird in Hohlräumen (z.B. Fraßgänge in Totholz) oder selbstgenagten Gängen in markhaltigen Stängeln angelegt. Auch entsprechende Nisthilfen werden angenommen.

Typische Lebensräume der vergleichsweise genügsamen Art sind Waldränder, Trockenhänge, Böschungen und gelegentlich auch Gärten und Parks im Siedlungsbereich.  

Bunte Blattschneiderbiene (Megachile versicolor) ♀. Foto: Klaus Kuttig Bunte Blattschneiderbiene (Megachile versicolor) ♀. Foto: Klaus Kuttig

Steckbrief: 

  • Größe: 10-12 mm  
  • Flugzeiten: Zwischen Mai und September  
  • Nahrung: Besucht eine Vielzahl verschiedener Blüten 

Efeu-Seidenbiene (Colletes hederae)

Diese streng oligolektische Wildbienenart besucht ausschließlich Efeublüten, um Pollen zu sammeln. Da Efeu (z.B. Hedera helix) allerdings erst spät im Sommer (September-Oktober) blüht, ist die Efeu-Seidenbiene als „Nachzügler“ zu einer Zeit aktiv, in der kaum noch andere Wildbienenarten anzutreffen sind.

Optisch ähneln die 9-14 mm großen Tiere der Honigbiene, sind aber bei genauerer Betrachtung anhand der breiteren, gelben Binden am Hinterleib gut von ihr zu unterscheiden.

Die Efeu-Seidenbiene breitet sich derzeit von Südwesten über Deutschland aus und ist in Teilen Südniedersachsens bereits zu beobachten. An Waldrändern, Parks und Gärten mit Efeuvorkommen findet sie geeignete Bedingungen.

Ihr Nest bauen die Weibchen im Boden, vorzugsweise in Sand (daher finden sich immer wieder auch Nester in Sandkästen).  

Efeu-Seidenbiene  (Colletes hederae) ♀. Foto: Efeu-Seidenbiene (Colletes hederae) ♀. Foto:  (Wofl / Wikimedia / Creative Commons 2.5 )

Steckbrief:  

  • Größe: 9-14 mm  
  • Flugzeiten: Zwischen September und Oktober (zur Efeu-Blüte)  
  • Nahrung: Besucht ausschließlich Efeu-Blüten (Hedera) 

Dünen-Pelzbiene (Anthophora bimaculata)

Die seltene Dünen-Pelzbiene liebt warme Regionen, in denen Niederschläge so gut wie ausgeschlossen werden können. Sie bevorzugt trockenwarme Sand- und Lössgebiete niederer Lage wie Binnendünen, Flugsandfelder, Sandgruben, Waldränder und -lichtungen. Ihr Nest baut sie auf vegetationsfreien, ebenen Flächen oder kleinen Abbruchkanten. Abgrabungen und Aufforstungen zerstören ihre Behausungen. Die Dünen-Pelzbiene gilt in Deutschland als gefährdet, in Niedersachsen als stark gefährdet.

Nur 8-9 mm wird die Dünen-Pelzbiene groß. Sie ist an ihrem braunen Pelz mit schwarz-weißem Hinterleib, gelb-brauner Behaarung und braun-schwarzem Scheitel zu erkennen. Bei den Männchen ist der Pelz auffällig kräftig rotbraun.

Genistet wird in feinen und mittelfeinen Sanden in selbstgegrabenen Hohlräume in der Erde. Der Hauptgang geht 4-5 cm tief in den Boden, wo sich am Ende eine oder mehrere Brutzellen befinden. Sie überwintert hier als Ruhelarve. Ihre Nahrung sucht die Dünen-Pelzbiene auf acht verschiedenen Pflanzenfamilien: Korbblüter (Asteraceae): Skabiosen-Flockenblume, Rispen Flockenblume, Gewöhnliche Kratzdistel; Raublattgewächse (Boraginaceae): Gewöhnlicher Natterkopf, Gewöhnliche Ochsenzunge; Glockenblumengewächse (Campanulaceae): Berg-Sandrapunzel; Schmetterlingsblütler (Fabaceae): Hasen-Klee; Johanneskrautgewächse (Hypericaceae): Tüpfel-Hartheu; Lippenblütler (Lamiaceae): Lauch-Gamander; Weiderichgewächse (Lythraceae): Blutweiderich; Rosengewächse (Rosaceae): Sand-Fingerkraut.

Dünen-Pelzbiene (Anthophora bimaculata) m. Foto: Ernst Klimsa Dünen-Pelzbiene (Anthophora bimaculata) m. Foto: Ernst Klimsa

Steckbrief:

  • Nahrung: Pollen von acht Pflanzenfamilien
  • Nist- und Lebensweise: Selbstgegrabene Hohlräume in der Erde
  • Flugzeit: Anfang Juni bis Anfang September
  • Gefährdungsursachen: Abgrabungen, Aufforstungen

Quellen:

  • Wildbienen.de
  • Taschenlexikon der Wildbienen Mitteleuropas
  • Die Wildbienen

Dunkelfransige Hosenbiene (Dasypoda hirtipes)

Wie für ihre Gattung typisch, besitzt auch die 12-15 mm großen Weibchen der Dunkelfransigen Hosenbiene besonders lange Haare an den Beinen. Diese bräunlich-rötlichen Haare dienen dem verbesserten Pollentransport und erinnern optisch an Hosen.

Zwischen Juni und September lässt sich die Dunkelfransige Hosenbiene auf Blüten von Korbblütengewächsen (Asteraceae, z.B. Wegwarte, Habichtskraut, Bitterkraut) beobachten.

Die Art benötigt für den Nestbau sandige Flächen (Fein- bis Mittelsande) mit größeren Offenbereichen. Verbreitet ist die Dunkelfransige Hosenbiene daher z.B. in Binnendünen, an sandigen Wegrändern oder Sandgruben. Gelegentlich finden sich aber auch Nester in Pflasterfugen im Siedlungsbereich. Unter sehr guten Bedingungen können sich auch mehrere Hundert Nester verschiedener Weibchen auf engstem Raum befinden. Durch den stetigen Rückgang blühender Sandlandschaften in der Vergangenheit sind solche Nestansammlungen aber kaum noch zu finden.

Die Dunkelfransige Hosenbiene ist derzeit auf der Roten Liste für Gesamtdeutschland unter „Vorwarnstufe“ gelistet.  

Dasypoda hirtipes - Dunkelfransige Hosenbiene. Foto: BUND Niedersachsen / Jakob Grabow-Klucken Dasypoda hirtipes - Dunkelfransige Hosenbiene. Foto: BUND Niedersachsen / Jakob Grabow-Klucken

Steckbrief: 

  • Größe: 12-15 mm  
  • Flugzeiten: Zwischen Juni und September  
  • Nahrung: Blüten von Korbblütengewächsen (Asteraceae) 

Filzbindige Seidenbiene (Colletes fodiens)

Die Filzbindige Seidenbiene ist hauptsächlich im Tiefland und in größerer Zahl in Niedersachsen zu sehen, wo sie bisher ungefährdet ist. In Deutschland steht sie jedoch bereits auf der Roten Liste als gefährdet. Sie lebt an Sandgruben, Hochwasserdämmen, auf Brachflächen und Unkrautfluren in Sand- und Lössgebieten. Bis hoch zur Waldgrenze ist sie anzutreffen.

Diese behaarte Biene hat breite Hinterleibs-Endbinden und ist schwer von den anderen Seidenbienen-Arten zu unterscheiden. Sie ist 9-11 mm groß. Rainfarn dient ihr als Hauptpollenquelle, auch andere Korbblütler stehen auf ihrem Speiseplan.

Kahle, schütter bewachsene Flächen in vorwiegend sandigem oder lössigem Substrat werden zum Nisten genutzt. Von Mitte Juli bis Ende August ist ihre Flugzeit.

Seidenbiene (Colletes fodiens). Foto: Hans-Jürgen Martin / www.wildbienen.de Seidenbiene (Colletes fodiens). Foto: Hans-Jürgen Martin / www.wildbienen.de

Steckbrief:

  • Größe: W: 9-11 mm, M: 8-10 mm
  • Nahrung: Korbblütler als Hauptpollenquelle
  • Nist- und Lebensweise: Nester auf kahlen, schütter bewachsenen Flächen in Sand- und Lössgebieten
  • Flugzeit: Mitte Juli bis Ende August

Quellen

  • Wildbienen.de
  • Taschenlexikon der Wildbienen
  • Die Wildbienen
  • Wilde Bienen

Fingerkraut-Wespenbiene (Nomada roberjeotiana)

Die Fingerkraut-Wespenbiene lebt vereinzelt in Niedersachsen in Sand-, Kies-, Lehmgruben und Sandheiden. Sie kommt in Höhenlagen vom Flachland bis zur Waldgrenze vor, in der Südschweiz traut sie sich sogar bis in Bergregionen.

Wespenbienen-Arten kann man als Schmarotzer bezeichnen, weil sie – ähnlich wie der Kuckuck - ihre Nester nicht selbst bauen, sondern ihre Eier in bereits vorhandene Nester legen. Verschiedene Pflanzenarten dienen ihnen als Nektarquelle wie Wald-Weidenröschen, Blutwurz und Habichtskraut. Ihre Flugzeit ist von Juli bis September.

Steckbrief:

  • Nahrung: Nektar verschiedener Pflanzenarten
  • Nist- und Lebensweise:  legen Eier in bereits vorhandene Nester
  • Flugzeit: Juli bis September

Quellen

  • Wildbienen.de
  • Taschenlexikon der Wildbienen Mitteleuropas
  • Die Wildbienen

Frühlings-Pelzbiene (Anthophora plumipes)

Beide Geschlechter der 14-16 mm großen Frühlings-Pelzbiene besitzen einen dichten Pelz, wodurch sie gelegentlich mit kleinen Hummel-Arten verwechselt werden. Der gedrungene Körperbau lässt sie zusätzlich plump wirken. Im Gegensatz zu Hummeln schwirrt die Frühlings-Pelzbiene aber sehr agil und lebhaft von Blüte zu Blüte.

Zwischen März und Mai lässt sich diese Art an Waldrändern, in Parks und Gärten oder überall dort, wo sie geeignete Nistmöglichkeiten vorfindet, beobachten.

Ihre Nester legt die Frühlings-Pelzbiene bevorzugt in Lehmwänden an, bezieht alternativ aber auch die Fugen alter Ziegelsteinmauern. Im Gegensatz zu vielen anderen Wildbienenarten mag die Frühlings-Pelzbiene auch schattige und kühlere Orte, sodass sie ihre Nester gelegentlich im Inneren von offenen Gebäuden (z.B. alte Tierställe) anlegt.

Als polylektische Art besucht die Frühlings-Pelzbiene eine Vielzahl von verschiedenen Blüten von insgesamt 12 Pflanzenfamilien (Frühblüher). Durch den besonders langen Rüssel ist die Biene in der Lage, auch tiefgelegenen Nektar zu sammeln. Sie bevorzugt Lippenblütler wie z.B. Lerchensporn.   

Frühlings-Pelzbiene (Anthophora plumipes) ♂. Foto: Hans-Jürgen Sessner / Fotowettbewerb 2016 Frühlings-Pelzbiene (Anthophora plumipes) ♂. Foto: Hans-Jürgen Sessner / Fotowettbewerb 2016

Steckbrief:

  • Größe: 14-16 mm
  • Flugzeiten: Zwischen März und Mai
  • Nahrung: Vor allem Lippenblütler (z.B. Lerchensporn) 

Fuchsrote Lockensandbiene (Andrena fulva)

Namensgebend für die 12-14 mm großen Tiere ist der kräftig-orangene Pelz auf der Oberseite von Vorder- und Hinterleib. Unterseits und an den Beinen ist die Art schwarz behaart.

Zwischen März und Mai lässt sich die Fuchsrote Lockensandbiene besonders gut auf den Blüten von Stachel- und Johannesbeere beobachten. Die Biene besucht als polylektische Art allerdings auch zahlreiche weitere Pflanzen, insgesamt kommen 10 Familien als Nahrungspflanzen in Frage.

Ihr Nest baut die Fuchsrote Lockensandbiene an spärlich bewachsenen Stellen im Erdboden. Dabei können bei entsprechend guten Bedingungen an einem einzelnen Standort auch mehrere hundert Nester auf engstem Raum vorkommen, bis zu 50 Nester pro Quadratmeter sind möglich.

Da sich die Art eher anspruchslos ihrer Umwelt gegenüber zeigt, ist sie in Niedersachsen weit verbreitet und häufig anzutreffen. Beobachtet werden kann die Fuchsrote Lockensandbiene in lichten Wäldern, an Waldrändern und besonders auch in Parks und Gärten innerhalb von Dörfern und Städten.  

Fuchsrote Sandbiene (Andrena fulva) ♀. Foto: Klaus Kuttig Fuchsrote Sandbiene (Andrena fulva) ♀. Foto: Klaus Kuttig

Steckbrief:

  • Größe: 12-14 mm
  • Flugzeiten: Zwischen März und Mai
  • Nahrung: Häufig Blüten der Stachel- und Johannesbeere 

Garten-Blattschneiderbiene (Megachile willughbiella)

Beide Geschlechter werden 12 bis 16 mm groß. Die Weibchen zeigen durchgehend weiße Hinterleibbinden auf einem schwarzen Abdomen. Kopf und Körper sind hellbraun behaart. Auf dem Unterleib wird eine orangerote Bauchbürste sichtbar. Männchen ähnlich mit heller Behaarung. Auffallendes Merkmal sind verbreiterte Vorderbeine mit dichtem weißem Haarbüschel.

Die Garten-Blattschneiderbiene kommt oft in Siedlungen vor und nutzt dabei vielfältige Nistplatzangebote. Sowohl vorgefundene Hohlräume in Holz (Käferfraßgänge, unter Rinde) als auch in Felsspalten, Mauerfugen oder an Steilwänden werden besiedelt. Ebenso werden eigene Gänge in morsches Holz genagt oder in den Boden gegraben. In ihre Nistgänge werden ausgeschnittene und aufgerollte Blattstücke gelegt, in die der Pollenvorrat und das Ei gelegt werden. Aufgrund ihrer vielfältigen Nistplatzmöglichkeiten findet sich die Art auch an Nistwänden wieder.

Zu ihren Pollenquellen gehören Pflanzenarten aus fünf Familien. Hierzu gehören die Korbblütler (Asteraceae), Glockenblumengewächse (Campanulaceae), Dickblattgewächse (Crassulaceae), Schmetterlingsblütler (Fabaceae) und Nachtkerzengewächse (Onagraceae).

Ab Juni kann man die Garten-Blattschneiderbienen beim Pollensammeln oder mit aufgerollten Blättern beobachten. Bis in den August und in warmen, langen Sommern sogar bis September finden sich die Bienen in Gärten und Parks, an Waldrändern und auf Streuobstwiesen.  

Garten-Blattschneiderbiene (Megachile willughbiella) ♀. Foto: Klaus Kuttig Garten-Blattschneiderbiene (Megachile willughbiella) ♀. Foto: Klaus Kuttig

Steckbrief:  

  • Größe: 12-16 mm  
  • Flugzeiten: Juni und September  
  • Nahrung: Besucht eine Vielzahl verschiedener Blüten 

Garten-Wollbiene (Anthidium manicatum)

Die Männchen der Garten-Wollbiene sind mit 14-18 mm deutlich größer als die 10-12 mm großen Weibchen. Beide verfügen über eine wespenähnliche schwarz-gelbe Körperzeichnung: Der Hinterleib ist auffallend kontrastreich gefärbt und besteht aus gelben, in der Mitte unterbrochenen Ringen, die gleichmäßig auf dem sonst schwarzen Hinterleib angeordnet sind. Das letzte „Ringsegment“ am Ende des Hinterleibs ist dabei annähernd viereckig geformt. Dank der rundlicheren Form des Hinterleibs mitsamt der arttypischen Färbung und den dicht behaarten Hinterbeinen lässt sich die Garten-Wollbiene allerdings recht einfach von Wespen unterscheiden.

Die Männchen haben am Ende des Hinterleibs drei Dornen, die sie mitunter einsetzen, um männliche Tiere der eigenen Art, aber auch Nahrungs- konkurrenten anderer Arten aus ihrem Revier zu vertreiben. Sie zeigen ein ausgeprägtes Territorialverhalten auf Blütenständen. Die Garten-Wollbiene besucht z.B. die Blüten verschiedener Ziest-Arten, Rote Taubnessel oder Hauhechel.

Die Weibchen sind bei der Wahl ihres Nistplatzes anspruchslos. Sie bauen ihre Nester in eine Vielzahl von Hohlräumen wie z.B. Mauerritzen, Holzlöcher oder in von anderen Tieren angelegte Erdlöcher. Als Baustoff für die Brutzellen nutzen sie Pflanzenwolle, die sie an behaarten Pflanzen (z.B. am Wollziest oder am Deutschen Ziest) sammeln.

Zwischen Juni und September ist die Große Wollbiene in Gärten, an Waldwegen oder Kiesgruben zu beobachten. Besonders an heißen Tagen sind die Weibchen nicht verlegen, menschlichen Schweiß als Salzquelle zu nutzen. Mit ihrer Zunge fährt das Tier dabei über die feuchte Haut, um den Schweiß aufzunehmen. 

Übrigens: Die Große Wollbiene ist Preisträgerin des Titels "Wildbiene des Jahres 2014" - na dann herzlichen Glückwunsch!  

Garten-Wollbiene (Anthidium manicatum) ♀. Foto: Thomas Fechtler Garten-Wollbiene (Anthidium manicatum) ♀. Foto: Thomas Fechtler

Steckbrief:  

  • Größe: Männchen 14-18 mm, Weibchen 10-12 mm  
  • Flugzeiten: Zwischen Juni und September  
  • Nahrung: Ziest, Rote Taubnessel, Hauhechel 

Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta)

Die Körperfärbung ähnelt der von Osmia bicolor. Die mit 12-16 mm deutlich größeren Weibchen verfügen allerdings zusätzlich über die namensgebenden zwei „Hörner“ am Kopfschild. Die Männchen sind etwas kleiner als die Weibchen und haben eine weiße Gesichtsbehaarung, die wie ein „Schnäuzer“ anmutet.

Da die Art bereits ab März, teilweise sogar bereits im Februar aktiv wird und so früh im Jahr schon milde Temperaturen benötigt, ist sie in Deutschland hauptsächlich im Siedlungsbereich (besonders auch in Großstädten mit entsprechendem Mikroklima) anzutreffen. Hier findet sie außerdem ein breites Angebot an frühblühender Vegetation (z.B. Veilchen, Lungenkraut, Apfelbäume) vor.

Ihre Nester legt die Gehörnte Mauerbiene in vorhandenen Hohlräumen an. Dabei ist sie nicht wählerisch, sondern nutzt eine Vielzahl verschiedener Hohlräume. Sie bevorzugt allerdings großflächige Strukturen, wie z.B. Hauswände, Mauern und ähnliches.

Die Gehörnte Mauerbiene ist eine der bekanntesten Arten, die sich an den entsprechenden Nisthilfen in der Stadt und im Garten beobachten lässt. Die Gehörnte und die Rote Mauerbiene werden zudem vermehrt zur gezielten Bestäubung im Obstbau eingesetzt. Sie fühlen sich auch auf alten Streuobstwiesen wohl, wo sie gerne in Fraßgängen im Totholz nisten.   

Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) ♂. Foto: Volker Fockenberg Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) ♂. Foto: Volker Fockenberg

Steckbrief:

  • Größe: Weibchen 12-16 mm, Männchen deutlich kleiner
  • Flugzeiten: Zwischen März (vereinzelt schon ab Februar) und Mai
  • Nahrung: Frühblüher (z.B. Veilchen, Lungenkraut, Apfelbäume) 

Gewöhnliche Natternkopfbiene (Osmia adunca)

Der Name lässt es bereits erahnen – diese Wildbiene liebt Blüten aus der Gattung der Natternköpfe (Echium). In der Tat sammelt die Gewöhnliche Natternkopfbiene ausschließlich an diese Pflanzen Pollen für ihre Brut. Das ist eine kleine Herausforderung. Es verwundert also nicht, dass diese Biene ihre Nester vor allem dann baut, wenn die Natternköpfe blüten, also von etwa Anfang Juli bis Mitte August.

Die Bienenart legt ihre Nester in Schilfhalmen und Löchern von Gesteinsschlacken an. Gerne nutzt sie aber auch mal die verlassenen Zellen von anderen Wildbienen, wie etwa der Mörtelbiene (Megachile parietina), um dort ihre Nachkommen heranzuziehen. Bei der Wahl der Niststätte ist die Art dennoch leicht wählerisch: Die Hohlräume müssen 4-7 mm groß und gerade sein, denn die Natternkopfbiene legt ihre Brutzellen linienförmig hintereinander ab. Beim Nestbau ist sie ein geschickter Baumeister: Sie formt kleine Steinchen mit Erde zu einem Mörtel und verteilt ihn über die Zellwände. Die Nesteingänge tarnt sie mit Holzstückchen oder Sand.

Männliche und weibliche Tiere sind leicht zu unterscheiden: Die Männchen sind intensiv rostbraun gefärbt und haben deutlich längere Haare. Und sie verteidigen ihr Revier gegen andere Männchen, indem sie an den Blüten des Natternkopfes patrouillieren. Die Weibchen sind hingegen schwarz gefärbt mit hellen Haaren an Kopf und Brustkorb. Sie bauen das Nest und versorgen den Nachwuchs.

Wo kann man dieses fleißige Bienchen beobachten? Zuhause sind sie in ganz Süd- und Mitteleuropa. In Deutschland kommt sie im Süden häufig vor, im Norden eher selten. Die Gewöhnliche Natternkopfbiene lebt in Felsfluren, an steinigen Böschungen und auf trockenen Unkrautflächen. Aber auch vom Menschen geschaffene Lebensräume wie ungenutzte Kiesgruben und Steinbrüche oder reich strukturierte Bahn- und Hafenanlagen werden von ihr besiedelt. Sie braucht zum Überleben sowohl Natternkopf-Beständen als auch geeignete Nistplätze wie Felswänden, Steinmauern oder Totholz. Dabei sind ihre Nistplätze räumlich von den Nahrungsplätzen getrennt. Erfreulicherweise nimmt die Gewöhnliche Natternkopfbiene künstliche Nisthilfen in Form von Holzblöcken mit Bohrlöchern oder Bambusrohre gut an. Dadurch können wir der Art mit Nisthilfen helfen.

Die Gewöhnliche Natternkopfbiene ist bundesweit nicht gefährdet, in Niedersachsen gehört sie jedoch zu den gefährdeten Wildbienenarten. Daher setzt sich der BUND Uelzen seit 2015 durch die bienenfreundliche Gestaltung einer alten Sandgrube für ihren Schutz ein: Im Haspelbiotop liegen offene Sandflächen und andere begehrte Kleinstrukturen wie Waldsaum, Wegeränder und Kleingewässer eng beinander. Rainfarn (Tanacetum vulgare), Weißen Steinklee (Melilotus alba) und eben vom Natternkopf (Echium vulgare) stellen wertvolle Pollen- und Nektarquellen dar. Viele Wildbienenarten kommen bereits hier vor.

Quellen

Amiet, F., Krebs, A. (2014):Bienen Mitteleuropas. Gattungen, Lebensweise, Beobachtungen. 2. Auflage

Eder, A. (2018): Wildbienenhelfer. Wildbienen und Blühpflanzen. Rheinbach.

Westrich, P. (1990): Die Wildbienen Baden-Württembergs I und II. 2. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart.

Steckbrief

  • Verbreitung: Süd- und Mitteleuropa. In Deutschland kommt die Gewöhnliche Natternkopfbiene im Süden mit einer hohen Verbreitungsdichte vor, im Norden ist sie hingegen nur vereinzelt aufzufinden.
  • Gefährdungsstatus in Deutschland: Als nicht gefährdet eingestuft.
  • Gefährdungssituation in Niedersachsen: Als gefährdet eingestuft (RL 3).
  • Größe: 8 – 12 mm
  • Aussehen: Der Körper ist schwarz gefärbt, Kopf und Thorax sind wenig hell behaart. Die Endbinden sind schmal und heller. Die Brust ist hell behaart. Die Weibchen sind deutlich kürzer behaart als die Männchen. Männchen intensiv rostrot behaart.
  • Nahrung: Die Bienenart ist streng spezialisiert (oligolektisch) auf Pflanzen der Gattung Natternkopf (Echium).
  • Lebensraum: Häufig an Felsfluren und Abwitterungshalden, in aufgelassenen Kiesgruben und Steinbrüchen, in reich strukturierten Bahn- und Hafenanlagen, auf steinigen Böschungen, an trockenwarmen Ruderalstellen. Entscheidend ist die Kombination von Natternkopf-Beständen, die die Art als Nahrungsquelle benötigt, und dem Angebot von geeigneten Nistplätzen wie Felswänden, Steinmauern oder Totholzelementen. Die Art ist ein Teilsiedler, d.h. ihre Nistplätze sind räumlich von den Nahrungsplätzen getrennt.
  • Nist- und Lebensweise: Die Art baut ihre Niststätten in Totholz, hohlen Pflanzenstängeln, in verlassenen Nestern von Seiden-, Mörtel- oder Pelzbienen, in Fels- und Mauerspalten und ähnlichen linearen Hohlräumen an. Die Brutzellen werden linienförmig hintereinander abgelegt. Nisthilfen werden gerne angenommen.
  • Flugzeit: Juni bis August

Gewöhnliche Schmalbiene (Lasioglossum calceatum)

Auf dem schwarzen Hinterleib zeigen sich bei den Weibchen helle, zum Teil unterbrochene Haarbinden. Auffällig ist die Mittelscheitel ähnliche Längsfurche auf dem letzten Tergit. Dieses Merkmal findet sich an allen Weibchen der Gattungen Halictus und Lasioglossum und ist namensgebend.

Die Art nistet sowohl in kahlen, als auch auf dicht bewachsenen Bodenstellen. Ausgehend von einem bis zu 20 cm tiefen, senkrecht nach unten führenden Hauptgang, liegt ein seitlicher Nebengang mit einer wabenartigen Anhäufung von Brutzellen. Der Hauptgang wird nachts und bei Regen verschlossen. Die Brut erfolgt in zwei Generationen. Zunächst werden von der Nestgründerin bis zu einem Dutzend Eier gelegt, aus denen vorwiegend Arbeiterinnen schlüpfen, die, obwohl sie meist begattet werden, keine eigenen Eier legen. Von den Arbeiterinnen werden bis zu 50 Brutzellen geschaffen, aus denen männliche wie weibliche Geschlechtstiere schlüpfen.

Die verschlossenen Brutzellen werden regelmäßig von der Nestgründerin und den Arbeiterinnen zur Kontrolle und zur Versorgung geöffnet und wieder verschlossen.

Bei geeigneten Witterungsbedingungen fliegen die im Vorjahr geschlüpften und begatteten, im Geburtsnest überwinternden Weibchen schon ab März. Nach der Nestgründung wird eine Brutzelle mit bis zu einem Dutzend Eiern verschlossen, aus der kurze Zeit später die Arbeiterinnen schlüpfen, die kleiner sind als die Nestgründerin. Die Arbeiterinnen der ersten Brut errichten bis zu 50 Brutzellen, aus denen im Sommer die Geschlechtstiere schlüpfen. Bis Oktober kann die überwinternde Generation beobachtet werden.

Gewöhnliche Schmalbiene (Lasioglossum calceatum) ♀. Foto: Klaus Kuttig Gewöhnliche Schmalbiene (Lasioglossum calceatum) ♀. Foto: Klaus Kuttig

Steckbrief:  

  • Größe: 8-10 mm  
  • Flugzeiten: Zwischen März und Oktober  
  • Nahrung: polylektisch 

Glockenblumen-Sägehornbiene (Melitta haemorrhoidalis)

Kopf und Thorax der 11-13 mm großen Tiere zeigen sich gelbbräunlich behaart. Als besonderes Merkmal verfügen die Weibchen über einen auffälligen rot-gelben Haarschopf an der Hinterleibsspitze und sehr schmale weiße Endbinden.

Die Glockenblumen-Sägehornbiene ist streng oligolektisch. Wie der deutsche Name vermuten lässt, besucht die Art zur Pollenentnahme ausschließlich Blüten von Glockenblumen (Campanula).

Ihre Nester bauen die Weibchen in Sand- und Lehmböden. Die Männchen dürfen nachts bzw. zur Paarung nicht mit in das Nest des Weibchens, sondern übernachten häufig in den Blüten der Glockenblumen, wo sie tagsüber auch auf die Weibchen warten. Gelegentlich nächtigen auch mehrere Männchen zugleich in einer Blüte und harren dort, dicht gedrängt, gemeinsam bis zum Morgen aus.

Zwischen Juli und September lässt sich die Art an sonnigen Waldrändern- und Lichtungen beobachten. Im Siedlungsbereich ist sie eher selten anzutreffen – hier dann aber vor allem in Gärten und Parks mit blühenden Glockenblumen.  

Glockenblumen-Sägehornbiene (Melitta haemorrhoidalis) ♂ im Hintergrund. Vorne Kurzfransige Scherenbiene (Osmia campanularum) ♂. Foto: Jakob Grabow-Klucken Glockenblumen-Sägehornbiene (Melitta haemorrhoidalis) ♂ im Hintergrund. Vorne Kurzfransige Scherenbiene (Osmia campanularum) ♂. Foto: Jakob Grabow-Klucken

Steckbrief: 

  • Größe: 11-13 mm  
  • Flugzeiten: Zwischen Juli und September  
  • Nahrung: Ausschließlich Blüten der Glockenblumen (Campanula) 

Goldene Schneckenhausbiene (Osmia aurulenta)

Wildbienen im Portrait Die goldene Schneckenhausbiene lebt im Hügel- und Bergland. Da sie eher kälteempfindlich ist, meidet sie niederschlagreiche Gebiete. Sie hält sich an Binnendünen, Feldhängen, Abwitterungshalden, extensiv beweideten oder brachgefallenen Wacholderheiden, alten Weinbergbrachen, strukturreichen Waldrändern und an aufgelassenen Steinbrüchen auf. Für den Nestbau ist sie auf störungsfreie Bereiche angewiesen, die von blütenreicher Vegetation umgeben sind. Da es nicht viele davon gibt, führen diese hohen Lebensraumanforderungen dazu, dass sie heute gefährdet ist.

Es sind 6 Pflanzenfamilien bekannt, von denen sich die Goldene Schneckenhausbiene ernährt. Eine Vorliebe hat sie jedoch für Schmetterlingsblütler. Sie nistet in leeren mittelgroßen bis großen Schneckenhäusern. Hier legt sie mehrere Brutzellen an. Die Art wird 8-10 mm groß und hat eine braun-rote Behaarung des Oberkopfes.

Goldene Schneckenhausbiene (Osmia aurulenta) w. Foto: Ernst Klimsa Goldene Schneckenhausbiene (Osmia aurulenta) w. Foto: Ernst Klimsa

Steckbrief:

  • Größe: 8-10 mm
  • Nahrung: bevorzugt Schmetterlingsblütler
  • Nist- und Lebensweise: Nester in leeren mittelgroßen bis großen Schneckenhäusern
  • Flugzeit: Anfang April bis Ende Juni
  • Gefährdungsursachen: Mangel an störungsfreien Bereichen und blütenreicher Vegetation

Quellen

  • Wildbienen.de
  • Taschenlexikon der Wildbienen Mitteleuropas
  • Die Wildbienen

Hahnenfuß-Scherenbiene (Osmia florisomnis)

Die Weibchen sind durch die markanten, scherenartigen Mandibeln und der weißen Bauchbürste erkennbar. Der Körperbau der 7 – 11 mm großen Wildbienen erscheint schmal und langgezogen.

Die Hahnenfuß-Scherenbiene kann von Anfang Mai bis Juni in großer Zahl an geeigneten Nisthilfen beobachtet werden. Die häufige Art kommt überall in Niedersachsen vor. Ihre Nester baut sie in vorhandenen Hohlräumen, in Totholz, Schilf oder Bambus. Bevorzugt werden Lochdurchmesser von 3 – 4 mm angenommen. Die Linienbauten enthalten 3 bis 3 in Schilfhalmen bis zu 8 Brutzellen. Der Nestverschluss  ist durch kleine eingearbeitete Steinchen gut von denen anderer Arten zu unterscheiden.

Ihr wissenschaftlicher Name weist auf die Angewohnheit der Männchen hin, in Pflanzenblüten zu schlafen. Im Deutschen ist sie nach ihrer Pollenquelle, den Hahnenfußgewächsen (Fam. Ranunculaceae) benannt. Die Weibchen sammeln ausschließlich Pollen am Scharfen Hahnenfuß (Ranunculus acris), Knolligen Hahnenfuß (Ranunculus bulbosus), Kriechenden Hahnenfuß (Ranunculus repens) und Wolligen Hahnenfuß (Ranunculus lanuginosus). Daher sollten sich immer genügend Pflanzen im näheren Umkreis, das heißt weniger als 150 Meter vom Nest entfernt, befinden.

Wer im Mai eine mit weißen Bauchbürsten ausgestattete Biene in einer gelben Hahnenfuß-Blüte entdeckt, hat meistens die Hahnenfuß-Scherenbiene vor sich.

Hahnenfuß-Scherenbiene (Osmia florisomnis) ♀. Foto: Klaus Kuttig Hahnenfuß-Scherenbiene (Osmia florisomnis) ♀. Foto: Klaus Kuttig

Steckbrief: 

  • Größe: 7 - 11 mm  
  • Flugzeiten: Zwischen Mai und Juli  
  • Nahrung: Besucht ausschließlich Hahnenfuß-Blüten (Ranunculus) 

Heide-Filzbiene (Epeolus cruciger)

Die Heide-Filzbiene wurde im Tiefland und in Heidekrautgebieten in Niedersachsen gesichtet. Im Berg- oder Hügelland gibt es bisher keine Nachweise. Sie steht in Deutschland und in Niedersachsen auf der Vorwarnliste. Die Biene wird nur 6-8 mm groß, hat eine kurz behaarte Brust (Thorax), einen schwarzen Hinterleib (Abdomen) mit großen seitlichen, weißen Filzflecken und rötliche Beine. An dieser markanten Färbung ist sie gut zu erkennen.

Ihre Nektarquelle wählt sie zwischen vielen verschiedenen Pflanzenarten aus wie Heidekraut, Rainfarn und Hasen-Klee. Zu sehen ist sie von Juli bis August an Waldsäumen, Lichtungen, auf Brachen und Unkrautflächen, in Sandgruben, Sandheiden und Binnendünen. Durch Geländearbeiten schwindet ihr Lebensraum zunehmend.

Kuckucksbiene (Epeolus cruciger). Foto: Hans-Jürgen Martin / www.wildbienen.de Kuckucksbiene (Epeolus cruciger). Foto: Hans-Jürgen Martin / www.wildbienen.de

Steckbrief:

  • Größe: 6-8mm
  • Nahrung: Nektarquellen von verschiedenen Pflanzenarten
  • Flugzeit: Juli bis August
  • Gefährdungsursachen: Geländearbeiten

Quellen

  • Wildbienen.de
  • Taschenlexikon der Wildbienen Mitteleuropas
  • Die Wildbienen

Heidekraut-Seidenbiene (Colletes succinctus)

Die Heidekraut-Seidenbiene ist vorwiegend in Heidekrautgebieten des Tieflandes Niedersachsens zu finden. Dort hält sie sich am liebsten an Waldsäumen und -lichtungen, auf Binnendünen, Sandgruben und Sandheiden auf -  vorausgesetzt, sie findet hier ausreichend Nahrung. Ihre Hauptpollenquelle ist das Heidekraut, aber auch die graue Glockenheide. Sogar Efeu gehört auf ihren Speiseplan, da sich auf deren Blättern viel Pollenstaub absetzt. In Deutschland und Niedersachsen steht sie auf der Vorwarnliste.

Ihre Nester baut die Heidekraut-Seidenbiene an kahlen oder schütter bewachsenen Flächen in sandigem Boden. Sie bestehen aus einem Haupteingang mit Seitengängen, in denen sich die Brutzellen befinden. Die Flugzeit ist im Spätsommer von August bis September. Ihre Brust (Thorax) ist schwarz und rotbraun bepelzt, die Rückenplatten, auch Tergite genannt, glänzen schwarz mit hellen schmalen Endbinden. Die Weibchen werden 10-12 mm,  die Männchen 8-11 mm groß.

Steckbrief:

  • Nahrung: hauptsächlich Heidekraut
  • Nist- und Lebensweise: Nester auf kahlen oder schütter bewachsenen Flächen in sandigem Boden
  • Flugzeit: August bis September

Quellen:

  • Wildbienen.de
  • Taschenlexikon der Wildbienen
  • Die Wildbienen
  • Wilde Bienen

Heidenhummel (Bombus jonellus)

Die Heidenhummel ist eine sehr seltene Art, die zerstreut im Tiefland Niedersachsens und in dessen Hochmooren vorkommt. Zu ihrem Lebensraum zählen sowohl trockenarme als auch feuchte Gebiete vom Flachland bis zur Waldgrenze. Offenland, Moorgebiete, Sand- und Bergheiden sind für sie ansprechende Aufenthaltsorte. Diese werden jedoch durch die intensivierte Grünlandnutzung und Aufforstungen zerstört, weshalb die Heidenhummel in Deutschland und in Niedersachsen als gefährdet eingestuft wird.

Vom Aussehen her ist sie der Gartenhummel sehr ähnlich – bis auf den kurzen Kopf. Sie hat drei gelbe Binden auf dem Rücken und 4-6 weiße Rückenplatten am Hinterleib (Tergite). Die Männchen werden 11-14 mm und die Weibchen 15-18 mm groß.

Überwinterte Königinnen fliegen schon früh ab März, während junge Königinnen und Männchen erst ab Juli unterwegs sind. Sie ernähren sich von den verschiedensten Pollen. Die Heidenhummel bezieht bereits vorhandene Nester – sowohl ober- als auch unterirdisch in Vögel- oder Mäusenestern – oder baut eigene Behausungen beispielsweise unter Moospolstern.

Steckbrief:

  • Größe: W: 15-18 mm, M: 11-14 mm
    Nist- und Lebensweise: Nestbezieher und -bauer oberirdisch wie  unterirdisch.
  • Flugzeit: ab Juli
  • Gefährdungsursachen: Aufforstungen, Intensivierte Grünlandnutzung

Quellen

  • Taschenlexikon der Wildbienen Mitteleuropas
  • Wilde Biene
  • Wildbienen.de

Juni-Langhornbiene (Eucera longicornis)

Die Juni-Langhornbiene ist sehr selten und in Niedersachsen nur in der Nähe der Weser anzutreffen. Auf den Ostfriesischen Inseln scheint sie verschwunden zu sein. Zu ihrem Lebensraum zählen Magerrasen, trockenwarme Standorte, mageres Wirtschaftsgrünland, Hochwasserdämme, Binnendünen, Luzernefelder und Lehmgruben. Sie baut ihre Nester in der Zeit des Wiesenmähens – dies begründet, weshalb sie heute stark gefährdet ist. Die intensivierte Landwirtschaft trägt zu ihrem Verschwinden bei. In Niedersachsen ist die Juni-Langhornbiene vom Aussterben bedroht, deutschlandweit steht sie auf der Vorwarnliste.

Für ihre Nester gräbt diese Bienenart unzählige Hohlräume in die Erde. Die Zweigbauten platziert sie an schütter bewachsenen Stellen ebener Flächen, Böschungen, in Sandböden oder lehmigen Boden. Wicken, Platterbsen und Klee dienen als Nahrungsquelle, dabei ist sie auf Schmetterlingsblütler spezialisiert.

Die Juni-Langhornbiene erreicht eine staatliche Größe von 13-15 mm. Sie ist nur schwer von anderen Langhornbienen-Arten zu unterscheiden. Anhand der späten Flugzeit – sie liegt von Mitte Mai bis Mitte Juli – kann man sie gut erkennen. Durch ihre Hauptflugzeit im Juni wurde sie im Deutschen auch dementsprechend danach getauft. Ihr zweiter Name ,,Langhornbiene“ kommt daher, dass sie lange ,,Hörner“ trägt.

Steckbrief:

  • Größe: 13-15mm
  • Nahrung: auf Schmetterlingsblütler spezialisiert
  • Flugzeit: Mitte Mai bis Mitte Juli
  • Gefährdungsursachen: intensivierte Landwirtschaft, Nistzeit zur Zeit des Wiesenmähens

Quellen

  • Wildbienen.de
  • Taschenlexikon der Wildbienen Mitteleuropas
  • Die Wildbienen
  • Wilde Bienen 

Maskenbienen (Hylaeus spec.)

Viele Maskenbienenarten sind untereinander sehr schwer zu unterscheiden. Typisch für die Gattung ist die auffällige Gesichtszeichnung der Männchen, die durch ihre weiße oder gelbliche Färbung auf der ansonsten meist schwarzen Biene an eine Maske erinnert. Beim Weibchen fällt diese Gesichtszeichnung deutlich unauffälliger aus und beschränkt sich meist nur auf wenige seitliche Flecken.

Beide Geschlechter sind sehr schwach behaart, die Hinterbeine sind völlig haarfrei.

Maskenbienen nutzen die ursprünglichste Sammeltechnik, sie sind sog. Kropfsammler, d.h. sie verschlucken den Pollen, transportieren ihn ins Nest und würgen ihn dort gemeinsam mit dem aufgesaugten Nektar wieder aus, um den Nachwuchs zu versorgen.

Maskenbienen sind mit nur 4-9 mm Körperlänge recht klein. Zwischen Juni und August können Vertreter der Gattung in Steinbrüchen, Sand- und Lehmgruben und auch im Siedlungsbereich in Parks und Gärten beobachtet werden.

Ihre Nester bauen Maskenbienen vor allem in hohlen und markhaltigen Pflanzenstängeln. Der Nestverschluss und die Zellwände bestehen aus zarten, elastischen Häutchen aus körpereigenen Drüsensekreten.

Einige Maskenbienen-Arten bevorzugen als Pollenquelle Reseden oder Korbblütler (Asteraceae) wie Rainfarn, Färberkamille und Wiesenschafgarbe. Die meisten Arten der Gattung Maskenbienen sind jedoch polylektisch.  

Maskenbiene (Hylaeus spec.) ♂. Foto: Luisa Stemmler Maskenbiene (Hylaeus spec.) ♂. Foto: Luisa Stemmler

Steckbrief:  

  • Größe: Sehr klein, meist zwischen 4-9 mm  
  • Flugzeiten: Zwischen Juni und August  
  • Nahrung: Besuchen eine Vielzahl verschiedener Blüten 

Mooshummel (Bombus muscorum)

Die seltene Mooshummel lebt an offenen, feuchten Standorten wie Mooren, Feuchtheiden, Gewässern und extensiv genutztes Grünland vom Flachland bis in die höher gelegenen Wälder. In Niedersachsen ist sie oft auf den Ostfriesischen Inseln und weiter nördlich unterwegs. In Deutschland und in Niedersachsen ist sie stark gefährdet, weil sie ihr Lebensraum durch Trockenlegung und landwirtschaftliche Nutzung immer weiter abnimmt.

In der Krautschicht, unter Grasbüscheln, Moospolstern oder im Sand legt die Mooshummel ihre Nester an. Sie nutzt auch gerne Vogelnester und Nistkästen. Überwinterte Königinnen fliegen ab März und junge Königinnen und Männchen ab Juli. Letztere werden 13-15 mm groß, und die Weibchen 17-19 mm. Beide Geschlechter sind hell- bis rötlichbraun. Mooshummeln ernähren sich von vielen verschiedenen Pflanzenarten.

Steckbrief:

  • Größe: W: 17-19 mm, M: 13-15 mm
  • Aussehen: hell- bis rötlichbraun
  • Nist- und Lebensweise: meist selbst gebautes Nest, oberirdisch
  • Flugzeit: ab Juli
  • Gefährdungsursachen: Verlust von Feuchtgebieten als ihren Lebensraum

Quellen

  • Taschenlexikon der Wildbienen Mitteleuropas
  • Wilde Biene
  • Wildbienen.de

Rainfarn-Herbstsandbiene (Andrena denticulata)

Die Verbreitung der Herbstsandbiene ist in Niedersachsen auf die Nordhälfte beschränkt, sie ist jedoch nicht auf den Ostfriesischen Inseln anzutreffen. Sie bleibt meist auf einer Höhe von unter 500 Metern. Diese Art ist oft in Waldgebieten mit blütenreichen, krautigen Säumen und sonnengefluteten Waldwegen und -lichtungen zu beobachten, aber auch auf Offenland wie Wiesen, um ihren Nektar von den Pflanzen, zum Beispiel von Korbblütern, zu sammeln. Wie ihr Name schon verrät, zählen viele Pflanzen, die erst im Spätsommer und Herbst blühen, zu ihren Pollenquellen. Durch regelmäßige Forstarbeiten wird der Lebensraum dieser Biene gefährdet. In Deutschland steht sie bereits auf der Vorwarnliste,  in Niedersachsen wird sie als gefährdet eingestuft.

Die Weibchen werden 10-12 mm groß, die Männchen sind mit 8-10 mm etwas kleiner. Sie sind von Grund aus Schwarz mit einem hellen behaarten Kopf mit kurzen schwarzen und weißen Haaren, hellen Seiten und heller Sammelfranse. Ihr Körper hat durchgehend weißliche Binden. Das Hinterbein hat eine graue hellere Bürste.

Herbstsandbienen bauen ihre Nester in den Sand, in sandigem Lehm oder Lößlehm. Sie nisten in selbstgegrabenen Hohlräumen in der Erde.

Rainfarn-Herbstsandbiene (Andrena denticulata). Foto: Hans-Jürgen Martin / www.wildbienen.de Rainfarn-Herbstsandbiene (Andrena denticulata). Foto: Hans-Jürgen Martin / www.wildbienen.de

Steckbrief:

  • Nahrung: Bevorzugt Korbblüter
  • Nist- und Lebensweise: Selbstgegrabene Hohlräume in der Erde
  • Flugzeit: Ende Juli bis Ende August
  • Gefährdungsursachen: Forstarbeiten

Quellen:

  • Taschenlexikon der Wildbienen Mitteleuropas
  • Wilde Biene
  • Wildbienen.de


 

 

Sand-Blattschneiderbiene (Megachile maritima)

Ihr lateinischer Artname lässt es bereits vermuten: Die Sand-Blattschneiderbiene kommt überwiegend an den Küsten vor. In Niedersachsen ist sie vor allem auf den ostfriesischen Inseln zuhause, sie kommt aber auch manchmal in sandigen Gebieten im Innenland vor. Da viele dieser sandigen Lebensräume durch intensive Landwirtschaft verschwinden, ist die Art in Niedersachsen stark gefährdet.

Mit bis zu 15 Millimetern Länge gehört die Sand-Blattschneiderbiene zu den größeren Wildbienen. Anhand ihrer Größe und ihrer gelbbraunen Behaarung ist sie leicht zu erkennen. Die Weibchen haben eine dreifarbige Bauchbürste: Sie ist vorne weißlich, in der Mitte rot und am Ende schwarz. Auch die Männchen haben ein auffälliges Merkmal: Ihre Vorderbeinchen sind pfeilspitzenartig verbreitert.

Wie die meisten Blattschneiderbienen fertigt auch die Sand-Blattschneiderbiene ihre Brutzellen aus Blattstücken: Dafür schneidet sie Blätter verschiedener Laubbäume, Sträucher oder Kräuter zurecht, rollt sie zusammen und baut daraus ihre Brutzellen. In jede Zelle legt sie Pollenvorrat und ein Ei und verschließt die Zelle mit weiteren Blattstücken. Ihre Nester gräbt die Biene nur wenige Zentimeter tief in die Erde, häufig zwischen Wurzelballen.

In Niedersachsen ist die Sand-Blattschneiderbiene stark gefährdet: Außerhalb der ostfriesischen Inseln sind nur wenige Vorkommen bekannt. Es ist anzunehmen, dass sie früher im niedersächsischen Tiefland weit verbreitet war. Der BUND schützt daher ihre seltenen Vorkommen, wie zum Beispiel das rund ein Hektar große Offenlandbiotop bei Schaafhausen. Ihre Flächen hält der BUND Lüchow-Dannenberg offen, damit sie als Lebensräume für die Sand-Blattschneiderbiene nicht verloren gehen.

Quellen:

Amiet, F., Krebs, A. (2014):Bienen Mitteleuropas. Gattungen, Lebensweise, Beobachtungen. 2. Auflage

Martin, H.-J. (2000): Hosenbienen: Dasypoda hirtipes. URL: www.wildbienen.de/eb-dhirt.htm [Zugriff: 30.01.2018]

WESTRICH, P. (1990): Die Wildbienen Baden-Württembergs I und II. 2. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart.

SCHEUCHL, E. & WILLNER, W. (2016): Taschenlexikon der Wildbienen Mitteleuropas. Alle Arten im Porträt. Quelle und Meyer Verlag. Wiebelsheim.

THEUNERT, R. (2003): Atlas zur Verbreitung der Wildbienen (Hym.: Apidae) in Niedersachsen und Bremen (1973 – 2002). Ökologieconsult-Schriften 5. 23 – 334.

Sechsbinden-Furchenbiene (Halictus sexcinctus)

Zum Lebensraum der Sechsbinden-Furchenbiene gehören Waldränder, Binnendünen, Flugsandfelder, trockene Fettwiesen, Sand-, Kies- und Lehmgruben, Großböschungen und extensiv genutzte Weinberge. Aufgrund der Struktur- und Blütenverarmung der Offenlandlebensräume ist diese Art in Niedersachsen vom Aussterben bedroht, in Deutschland gilt sie als gefährdet.

Die Sechsbinden-Furchenbiene wird 13-16 mm groß, ist gelb-braun behaart und hat weiß-gelbliche Binden am Hinterleib. Es sind vier Pflanzenfamilien bekannt, von deren Pollen sie sich ernährt. Vermehrt ist sie auf Distelpflanzen zu finden.

Ihr Nest baut diese Bienenart an ebenen oder geneigten Flächen wie in Steilwänden, sandigem oder lehmigen Substrat. Es besteht aus einem Haupteingang mit Verzweigungen und Seitengängen, in denen sich die Brutzellen befinden. Überwinterte Weibchen fliegen ab Ende April, die Männchen ab Anfang Juli.

Sechsbindige Furchenbiene (Halictus sexcinctus). Foto: Hans-Jürgen Martin / www.wildbienen.de Sechsbindige Furchenbiene (Halictus sexcinctus). Foto: Hans-Jürgen Martin / www.wildbienen.de

Steckbrief:

  • Größe: 13-16 mm
  • Nahrung: bevorzugt Distelpflanzen
  • Nist- und Lebensweise: Nester in Steilwänden, sandigem oder lehmigem Substrat
  • Flugzeit: überwinterte Weibchen ab Ende April, Männchen ab Anfang Juli
  • Gefährdungsursachen: Struktur- und Blütenverarmung im Offenland

Quellen

  • Wildbienen.de
  • Taschenlexikon der Wildbienen Mitteleuropas
  • Die Wildbienen

 

Veränderliche Hummel (Bombus humilis)

Die Veränderliche Hummel ist nur vereinzelt in Niedersachsen anzutreffen. Sie hält sich auf offenem Gelände wie Mager- und Fettwiesen, Waldsäumen, Hecken, Streuobstwiesen und Hochwasserdämmen auf. Bei der Nahrungssuche ist sie nicht wählerisch, viele Blütenpollen gehören stehen auf ihrem Speiseplan.

Diese Hummelart nistet in der Krautschicht unter Grasbüscheln, Moospolstern oder in Hohlräumen wie Baumhöhlen – meist im Flachland und nicht weiter als bis zur Waldgrenze.  Intensivierte Wiesennutzung und die Zerstörung der Nester durch Heuernte machen es der Hummel nicht leicht zu überleben, weswegen sie in Niedersachsen als stark gefährdet gilt ,  in Deutschland steht sie auf der Vorwarnliste.

Die Weibchen werden 16-18 mm groß, die Männchen sind ca. 2 mm kleiner. Ihre Brust, bei Bienen auch Thorax genannt, ist entweder schwarz, gelb, dunkelbraun oder hellbraun. Ihr Hinterleib, das Abdomen, ist schwarz bis hellgelb.

Überwinterte Königinnen fliegen bereits ab April, junge Königinnen und Männchen erst ab Juli oder August.

Steckbrief:

  • Größe: W: 16-18 mm, M: 12-14 mm
  • Nahrung: keine Bindung an bestimmte Pflanzenarten beim Pollensammeln (polylektisch)
  • Flugzeit: ab Juli/August
  • Gefährdungsursachen: intensivierte Wiesennutzung, Heuernte

Quellen:

  • Taschenlexikon der Wildbienen Mitteleuropas
  • Wilde Biene
  • Wildbienen.de

 

 

Vierbindige Furchenbiene (Halictus quadricinctus)

Die 13-16 mm große, schmale Vierbindige Furchenbiene hält sich am blütenreichen Offenland, auf Magerrasen, Brachen und Unkrautflächen, Sand-, Kies- und Lehmgruben, Steilwänden und Abbruchkanten auf. Sie kommt im Flachland bis hin zu Bergregionen vor. Bedroht wird ihr Bestand durch die Beseitigung ihrer Nistplätze an Hohlwegen und Lößwänden. In Niedersachsen ist sie vom Aussterben bedroht, in Deutschland gefährdet.

Wildbienen im Portrait Ihre Nester baut diese Bienenart an Steilwänden, Erdabbrüchen und auf ebenen Flächen in kleinen bis großen Gruppen. Sie bestehen aus einem Haupteingang mit Kammern, in denen sich die Brutzellen befinden. Die Vierbindige Furchenbiene ernährt sich vom Pollen von acht verschiedenen Pflanzenfamilien: Korbblüter (Asteraceae): Skabiosen-Flockenblume, Rispen Flockenblume, Gewöhnliche Kratzdistel; Raublattgewächse (Boraginaceae): Gewöhnlicher Natterkopf, Gewöhnliche Ochsenzunge; Glockenblumengewächse (Campanulaceae): Berg-Sandrapunzel; Schmetterlingsblütler (Fabaceae): Hasen-Klee; Johanneskrautgewächse (Hypericaceae): Tüpfel-Hartheu; Lippenblütler (Lamiaceae): Lauch-Gamander; Weiderichgewächse (Lythraceae): Blutweiderich; Rosengewächse (Rosaceae): Sand-Fingerkraut. Häufig sieht man sie auch an Distelpflanzen.

Überwinterte Weibchen fliegen bereits ab April durch die Lüfte, die Männchen sieht man erst von Juli bis September.

Vierbindige Furchenbiene (Halictus quadricinctus). Foto: Hans-Jürgen Martin / www.wildbienen.de Vierbindige Furchenbiene (Halictus quadricinctus). Foto: Hans-Jürgen Martin / www.wildbienen.de

Steckbrief:

  • Größe: 13-16 mm
  • Nahrung: Pollen von acht Pflanzenfamilien, häufig Distelblüten
  • Nist- und Lebensweise: Nester an Steilwänden und Erdabbrüchen
  • Flugzeit: überwinterte Weibchen ab April, Männchen von Juli bis September
  • Gefährdungsursachen: Zerstörung der Nistplätze

Quellen

  • Wildbienen.de
  • Taschenlexikon der Wildbienen Mitteleuropas
  • Die Wildbienen

Vierpunkt-Schmalbiene (Lasioglossum quadrinotatulum)

Die kleine Vierpunkt-Schmalbiene gilt in ganz Deutschland als gefährdet. Sie lebt an offenen, trockenen Standorten wie Magerrasen, extensiv genutztes Grünland und Straßenböschungen in tieferen Ebenen.

Die Art nistet in Sand- oder Lössböden. Sie ernährt sich vom Pollen der Korbblüten- und Kreuzblütengewächse. Die Vierpunkt-Schmalbiene wird nur 7 mm groß und ist nicht von ähnlichen Schmalbienen zu unterscheiden. Bei den Weibchen sind jedoch an den Rückenplatten, den Tergiten, 2-3 basale Haarflecken zu erkennen.

Die Weibchen der Vierpunkt-Schmalbiene fliegen von April bis Oktober, die Männchen ab Juli.

Steckbrief:

  • Größe: 7 mm
  • Nahrung: Korbblüten- und Kreuzblütengewächse
  • Nist- und Lebensweise: Nester in Sand- oder Lössböden
  • Flugzeit: Weibchen von April bis Oktober, Männchen ab Juli

Quellen

  • Wildbienen.de
  • Taschenlexikon der Wildbienen Mitteleuropas
  • Die Wildbienen
  • Wilde bienen

 

Zaunrüben-Sandbiene (Andrena florea)

Die Zaunrüben-Sandbiene ist eine der Wildbienenarten, die bei der Blütenwahl ausgesprochen wählerisch sind: Sie besucht ausschließlich Blüten der Gattung Bryonia (Zaunrüben) und kommt daher nur während der Blühphasen der Nahrungspflanze vor (Bryonia dioica blüht etwa zwischen Juli und September). Bei entsprechender Häufigkeit ihrer Nahrungspflanze ist die Zaunrüben-Sandbiene meist auch regelmäßig zu beobachten. Übrigens: Die Zaunrüben-Sandbiene ist die "Wildbiene des Jahres 2015".

In Deutschland ist der Bestand der Art zwar nicht gefährdet, dennoch kann und sollte der Zaunrüben-Sandbiene damit geholfen werden, dass die häufig als „Unkraut“ bezeichneten Zaunrüben in Gärten geduldet werden. In den letzten Jahren konnte sich die Art zunehmend auch nach Norden ausbreiten – besonders im Süden Niedersachsens finden sich bereits einzelne Populationen.

Ihr Nest legt die Zaunrüben-Sandbiene - typisch für ihre Gattung - im vorzugsweise sandigen Boden an. Ein schmales und unauffälliges Loch führt als Eingangsbereich des Nestes in die einzelnen Brutkammern.

Äußerlich besteht eine gewisse Ähnlichkeit zwischen der Zaunrüben-Sandbiene und der europäischen Honigbiene (Apis mellifera): Der dunkle Brustteil der etwa 12mm großen Weibchen der Zaunrüben-Sandbiene ist mit bräunlichen Haaren überzogen. Der Hinterleib ist durch dunkel gefärbte Ringe gekennzeichnet, die sich zur Körpermitte in einen bräunlich bis intensiv rötlichen Farbton wandeln. Die Hinterbeine sind bei den Weibchen dicht mit langen Haaren besetzt. Den kleineren Männchen fehlt diese Behaarung, da sie keine Pollen sammeln und transportieren müssen. Derartige Haare fehlen auch der Honigbiene bzw. sind deutlich schwächer ausgeprägt. Außerdem sind die Hinterbeine der Zaunrüben-Sandbiene rundlich, die der Honigbiene dagegen verbreitert. Bei genauem Hinsehen lässt sich die "Wildbiene des Jahres 2015" also gut von der Honigbiene unterscheiden. 

Zaunrüben Sandbiene (Andrena florea) ♀. Zaunrüben Sandbiene (Andrena florea) ♀.  (Hugues Mouret / Wikimedia / Creative Commons )

Steckbrief:  

  • Größe: Etwa 12 mm  
  • Flugzeiten: Juni bis September (zur Blütezeit der Zaunrüben)  
  • Nahrung: Ausschließlich Blüten der Zaunrübe (Bryonia) 

Zweifarbige Schneckenhausbiene (Osmia bicolor)

Der Thorax der  8-10 mm großen Tiere ist pechschwarz behaart, die Haare am Hinterleib bilden durch die hellbraun-rötliche Färbung einen deutlichen Kontrast. Ihr Erscheinungsbild ähnelt der Gehörnten Mauerbiene. Durch die geringere Größe und die fehlenden „Hörner“ bei Osmia bicolor sind beide Arten jedoch recht gut zu unterscheiden.

Hinzu kommt das völlig verschiedene Nistverhalten beider Arten: Weibchen der Zweifarbigen Schneckenhausbiene bauen ihre Nester ausschließlich im Inneren leerer Schneckenhäuser. Häufig wird nur eine einzige Brutzelle pro Nest angelegt, sodass pro Weibchen eine Vielzahl an leeren Schneckenhäusern benötigt wird.

Nach der Fertigstellung der Brutzelle dreht das Weibchen das Schneckenhaus, sodass Untergrund und Nesteingang möglichst genau aufeinanderliegen. Abschließend versteckt das Weibchen das Schneckenhaus unter Grashalmen und Kiefernadeln, die sie einige Zentimeter hoch auftürmt.

Die Zweifarbige Schneckenhausbiene ist ausgesprochen polylektisch und besucht die Blüten von insgesamt 13 Pflanzenfamilien. Zwischen März und Juni lässt sich die Art also an blütenreichen Standorten beobachten.

Durch ihre spezielle Nistweise ist sie dennoch recht selten, geeignete Lebensräume findet die Zweifarbige Schneckenhausbiene z.B. auf Trockenstandorten, an sonnigen Waldrändern, seltener auch im Siedlungsbereich in Parks und Gärten mit großem Strukturreichtum oder auf jüngeren Brachflächen.

Die derzeitige Verbreitungsgrenze der Zweifarbigen Schneckenhausbiene erstreckt sich über das südliche Niedersachsen bis etwa Hannover. Im Jahr 2013 wurde die Art als erste Art überhaupt zur "Wildbiene des Jahres" gekührt.

Zweifarbige Schneckenhausbiene (Osmia bicolor) ♀. Foto: Klaus Kuttig Zweifarbige Schneckenhausbiene (Osmia bicolor) ♀. Foto: Klaus Kuttig

Steckbrief:  

  • Größe: 8-10 mm  
  • Flugzeiten: Zwischen März und Juni  
  • Nahrung: Besucht eine Vielzahl verschiedener Blüten 

Passend zum Thema: Eine Vielzahl detailreicher Porträts vieler weiterer Arten, illustriert mit zahreichen Fotos, finden Sie auf www.wildbienen.de

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