Das Projekt wurde vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) finanziert.
Junge Haselmaus. Foto: Sven Büchner
Eine aktive Suche des BUND Niedersachsen mit Spurentunneln und unterstützt durch viele Freiwillige brachte leider keine weiteren Gartenschläfer-Vorkommen ans Licht. In den sechs Untersuchungsgebieten außerhalb des Harzes konnten dafür aber zahlreiche Nachweise anderer heimischer Bilche – Haselmaus und Sieebenschläfer – erbracht werden. Die Funde liefern wichtige neue Erkenntnisse zur Verbreitung und für den Schutz unserer Schlafmäuse in Niedersachsen.
Gartenschläfer
(Arno Laurent
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Wikimedia
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CC-BY-SA 3.0 )
Die Ergebnisse des mehrjährigen Projekts „Spurensuche Gartenschläfer“ ließen befürchten, dass der Gartenschläfer in Niedersachsen mittlerweile nur noch im Harz vorkommt. Unlängst musste die Schlafmaus mit der „Zorro“-Maske auf der neu erschienenen Roten Liste hier als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft werden. In mehreren Gebieten mit Altnachweisen des Gartenschläfers und teils aktuellen Hinweisen forschte der BUND 2025 nach möglichen Vorkommen der Bilche. Die Erfassung wurde vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) finanziert.
Siebenschläfer
(Andreas Waltschek
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Pixabay.com
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Pixabay-Lizenz)
In sechs Gebieten im südlicheren Niedersachsen, etwa im Solling und im Elm, wurden an 23 Standorten zwischen Mai und Oktober insgesamt 145 sogenannte „Spurentunnel“ ausgebracht. Die Tunnel werden mit weißen Spurenzetteln und einem unbedenklichen Gemisch aus Aktivkohle und Pflanzenöl ausgestattet. Beim Erkunden der Tunnel hinterlassen neugierige Tiere wie Gartenschläfer ihre Spuren, anhand derer sie eindeutig nachgewiesen werden können. Die regelmäßige Kontrolle der Tunnel übernahmen über 15 geschulte Freiwillige.
Leider lieferten die Nachforschungen keine neuen Gartenschläfer-Nachweise. Dafür wurden in allen Untersuchungsgebieten die Spuren anderer heimischer Bilche – des Siebenschläfers und der Haselmaus – gefunden. Die gesammelten Daten zu den Vorkommen der bedrohten oder unzureichend erforschten Bilche werden beim Schutz dieser Arten helfen.
01.2025 - 12.2025
Das Projekt wurde vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) finanziert.
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