Blick auf die Weser. Foto: BUND

Gewässerschutz im Dialog – Lernmaterialien für eine bessere Verständigung zwischen Landwirtschaft und Naturschutz

Eine enge Zusammenarbeit zwischen Naturschutz und Landwirtschaft ist unerlässlich, um die naturnahe Entwicklung von Gewässern erfolgreich voranzubringen. Voraussetzung dafür ist ein gegenseitiges Verständnis – Akteurinnen und Akteure beider Seiten müssen erkennen, welche kommunikativen Hürden bestehen und wie ein konstruktiver, kooperativer Austausch gestaltet werden kann. Nur auf dieser Basis entsteht langfristig Vertrauen und damit die Grundlage gemeinsam entwickelte Lösungen zu finden.

Eine nachhaltige und biodiversitätsfreundliche Agrarlandschaft lässt sich nur in Zusammenarbeit zwischen Naturschutz und Landwirtschaft erreichen. Bisher scheitert dies jedoch mitunter an einer mangelnden Dialogbereitschaft sowie an Argumentationsweisen, die einen konstruktiven Austausch erschweren. Auch fehlt den beteiligten Akteuren mitunter das notwendige Wissen für eine angemessene Diskursteilnahme. Das betrifft Landwirtschaft und Naturschutz gleichermaßen.

Gespräche zwischen Akteuren am Gewässer. Foto: BUND Gespräche zwischen Akteuren am Gewässer.  (BUND)

Um diesen Hürden zu begegnen, braucht es eine intensive Kommunikation zwischen den Akteur*innen beider Bereiche. Hier setzt das Projekt „Gewässerschutz im Dialog – Lernmaterialien für eine bessere Verständigung zwischen Landwirtschaft und Naturschutz“ an: Durch die Entwicklung und didaktische Aufbereitung von Lernmaterialien wird die Kommunikation zwischen Landwirtschaft und Naturschutz praxisnah und partizipativ gefördert. 

Vermittelt werden unter anderem Strategien und Konzepte, die helfen Meinungsbildungsprozesse zu verstehen und Gespräche auf Augenhöhe zu führen. Dazu gehören einerseits kommunikative Grundkenntnisse, die zu einem erfolgreichen Diskurs beitragen aber auch Kenntnisse über die Werte, Interessen und Einstellungen der anderen Gruppen. Durch ein verstärktes Verständnis füreinander können existierende Vorurteile abgebaut und ein gegenseitiges Vertrauen gestärkt werden. Darüber hinaus werden durch die Lernmaterialien Problemstellungen aus der Praxis, im Bereich Gewässerschutz, thematisiert sowie Lösungsvorschläge angeboten und praxisnah erprobt. Eine konstruktive öffentliche Kommunikation, der oft anders und gegensätzlich wahrgenommenen Perspektiven, wird unterstützt und gemeinsame Interessen und Handlungsspielräume identifiziert.

Hintergrund

Mit der Erstellung von Lehrmaterialien zur Stärkung der Kommunikation zwischen Landwirtschaft und Naturschutz knüpft der BUND an sein Projekt „Kurs auf Blau-Grün“ an, in dem bereits ein begleitender Kommunikationsprozess in Form eines partnerschaftlichen Austauschs zwischen Akteuren aus Naturschutz und Landnutzung stattfindet, um die naturnahe Gestaltung von Gewässerrandstreifen durch Best-Practice-Beispiele zu stärken.

Mit dem Projekt „Gewässerschutz im Dialog“ wird auf diesen Zielen aufgebaut indem zielgruppengerechte Arbeitsmaterialien erarbeitet werden, um Dialogkompetenzen zu vermitteln. An beteiligten Agrarfachschulen findet im Rahmen des Projektes ebenfalls die Praxiserprobung der Inhalte statt.

Laufzeit

01.2026 - 09.2026

Förderer

Gefördert wird das Projekt von der Deutschen Umwelthilfe (DUH)

Ansprechpartner*innen

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