BUND fordert klares Festhalten am Ende der Salzeinleitung in Werra und Weser

21. September 2026 | Flüsse & Gewässer, Kaliabbau (NI), Wasser, Flüsse, Meere (NI)

Im Umweltausschuss des Niedersächsischen Landtages wird heute der Entschließungsantrag von SPD und Bündnis 90/Die Grünen zur Salzeinleitung von K+S in Werra und Weser diskutiert.

Dazu Susanne Gerstner, Vorsitzende des BUND Niedersachsen:

„Dass SPD und Grüne mit ihrem Entschließungsantrag an der vereinbarten Beendigung der Salzeinleitungen festhalten, ist aus Sicht des BUND ein wichtiges Signal. K+S hatte zugesagt, die Einleitung von Produktionsabwässern bis Ende 2027 zu beenden. Mit dem neuen Antrag auf Einleitung bis 2039 entfernt sich das Unternehmen deutlich von diesem Ziel und erweist sich damit als unglaubwürdig.

Die Begründung, eine Reduzierung der Einleitungen sei wegen der fehlenden Untertagedeponierung in Springen nicht möglich, ist fadenscheinig. Dass eine Einstapelung in Springen nicht genehmigungsfähig ist, ist seit 2022 bekannt. Seitdem ist klar, dass K+S alternative Möglichkeiten zur Entsorgung und Reduzierung der Abwässer nutzen muss. Dass es Alternativen gibt, hat auch der Bericht des Weserrates von 2025 gezeigt. Darauf haben wir bereits in unserer Stellungnahme im November 2025 hingewiesen. Trotzdem ist der Umstieg auf alternative Möglichkeiten nicht rechtzeitig geschehen. Das hat K+S selbst zu verantworten. 

Die Salzeinleitungen belasten Werra und Weser erheblich – Auswirkungen auf Tiere und Pflanzen sind schon jetzt enorm. Der Klimawandel verschärft das Problem zusätzlich: Bei Niedrigwasser werden die Salze weniger verdünnt, gleichzeitig setzt die Erwärmung die Gewässerorganismen unter zusätzlichen Stress. Die vereinbarten Ziele müssen deshalb nicht nur politisch gefordert, sondern auch verbindlich umgesetzt werden. Der nächste Bewirtschaftungsplan 2027–2033 muss sicherstellen, dass die Zielwerte nicht erneut unter einen Vorbehalt gestellt werden. Der Zielwert von 295 mg/l Chlorid bei Boffzen muss zudem rechtlich verbindlich in den künftigen Einleitgenehmigungen festgeschrieben werden.“
 

Weitere Informationen:
BUND-Stellungnahme zum K+S-Vorhaben zur Einleitung von salzhaltigen Produktions- und Haldenabwässern in die Werra


BUND-Pressestelle:
Lara-Marie Krauße, Tel. (0511) 965 69 - 32 oder Mobil (01515) - 33 111 88, presse(at)nds.bund.net, www.bund-niedersachsen.de

Zur Übersicht

BUND-Bestellkorb