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BUND Landesverband Niedersachsen

Natura 2000 als Chance begreifen! BUND fordert Sicherung von Schutzgebieten bis Jahresende und Umsetzung von Managementplänen bis 2020

11. September 2018 | Artenschutz, Landwirtschaft, Lebensräume, Umweltpolitik, Wald

In der aktuellen Debatte zur Sicherung wertvoller Flächen im europäischen Schutzgebietsnetz Natura 2000 stellt Susanne Gerstner, Landesgeschäftsführerin des BUND Niedersachsen, fest:

„Das Land Niedersachsen hatte mehr als 20 Jahre Zeit, um die wertvollsten Landschaften in Niedersachsen im Schutzgebietsnetz Natura 2000 zu sichern. Dass bis heute erst 172 von 385 der sogenannten FFH-Gebiete gesichert sind, ist skandalös. Nun müssen die Unteren Naturschutzbehörden der Landkreise und Städte einen enormen Kraftakt leisten, um bis zum Auslaufen der allerletzten Frist im Dezember 2018 Schutzgebiete auszuweisen. Die derzeitigen Verzögerungstaktiken der vom Landwirtschaftsministerium unterstützen Waldbesitzerlobby sind kontraproduktiv und inakzeptabel.

Wenn die FDP heute von überhasteter Schutzgebietsausweisung spricht, stößt dies beim BUND auf völliges Unverständnis. Denn während andere Bundesländer bereits Anfang der 2000er Jahre Schutzgebiete auswiesen und Managementpläne erstellten, setzte der damalige niedersächsische FDP-Umweltminister mit der Kettensäge ein mehr als fragwürdiges Zeichen gegen europäisches Naturschutzrecht.

Gut 10 % der Landesfläche in Niedersachsen sind Bestandteil des europaweiten Schutzgebietsnetzes Natura 2000. Ohne einen großräumigen Lebensraumverbund haben seltene Arten wie Kranich, Rotmilan und Fischotter in Niedersachsen keine Überlebenschance. Natura 2000 bietet – obgleich eine rechtliche Verpflichtung zur Umsetzung besteht – eine einmalige Chance, unsere natürliche Vielfalt zu bewahren. Die Ausweisung von Schutzgebieten ist dabei nur ein erster Schritt – bis 2020 müssen Maßnahmenpläne für alle Natura 2000-Gebiete erstellt sein. Vordringliche Pflicht des Landes ist es, dafür die notwendigen personellen und finanziellen Mittel bereit zu stellen.“

Rückfragen zum Thema an:
Susanne Gerstner, Landesgeschäftsführerin, BUND Landesverband Niedersachsen
Tel. (0175) 565 08 52, susanne.gerstner(at)nds.bund.net

Pressekontakt:
Dr. Tonja Mannstedt, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, BUND Landesverband
Niedersachsen, Tel. (0511) 965 69 – 31, tonja.mannstedt(at)nds.bund.net

Pressekommentar zum Download (PDF-Format)

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