BUND und Naturgarten schulen Bauhöfe in der Wildblumenwiesen- und Wildstaudenbeet-Pflege

29. Mai 2026 | Artenschutz (NI), Lebensräume, Naturschutz in der Stadt (NI), Projekt "Mehr Arten im Garten", Insekten (NI)

Bauhoftraining in Buxtehude am 27. Mai 2026. Gruppenfoto der Teilnehmenden. Foto: BUND Bauhoftraining in Buxtehude am 27. Mai 2026

Blühende Wildblumenwiesen schaffen Akzeptanz für den Arten- und Klimaschutz: Der BUND Niedersachsen hat deshalb am vergangenen Mittwoch, 27. Mai 2026, gemeinsam mit dem Verein NaturGarten e. V. die Mitarbeitenden der Bauhöfe Stade, Buxtehude, Horneburg und Oldendorf-Himmelpforten rund um die Pflege naturnah angelegter Wildblumenwiesen und Wildstaudenbeete geschult. Die 15 Fachkräfte der kommunalen Grünpflege besuchten im Rahmen des Trainings in den Städten und Gemeinden angelegte artenreiche Wiesen und Beete und erlernten in der Praxis, wie sich diese fachgerecht erhalten lassen. Anderthalb Jahre dauert die Schulung des BUND für Bauhof-Mitarbeitende zur Anlage und Pflege naturnaher öffentlicher Flächen – das erste Jahr ist bereits vorbei.

Sabine Washof vom BUND Niedersachsen führte das Training durch und erklärte: „Wildblumenwiesen und Wildstaudenbeete leisten einen wichtigen Beitrag zu Artenvielfalt, Klimaschutz und Klimaanpassung in Städten und Gemeinden. Im Bauhof-Training haben die kommunalen Mitarbeitenden erfahren, dass die fachgerechte Pflege naturnaher und klimaresilienter öffentlicher Grünflächen für die kommunalen Mitarbeiter*innen leistbar ist.“ In Stade liegen die im Rahmen der Schulung angelegten Wildstaudenbeete und Wildblumenwiesen am Stadeum und am Garnisonsfriedhof.

In Buxtehude haben die Teilnehmenden Wildblumenwiesen in der Giselbertstraße und Wildstaudenbeete am Mühlenteich besichtigt. Christian Meyer, Leiter Grünanlagen der Städtischen Betriebe Buxtehude, und Andrea Zitko-Ecks, Fachgruppe Straßen und Grünanlagen bei der Stadt Buxtehude, zeigten vor Ort, wie erfolgreich die Stadt Artenvielfalt und Klimaschutz voranbringt.

Andrea Zitko-Ecks sagte: „Mit den blühenden Wildblumenwiesen und Wildstaudenbeeten schaffen wir Akzeptanz für Artenschutz und Klimaschutz bei den Bürger*innen. Das BUND-Projekt kann Städte und Gemeinden anregen, mehr solcher öffentlicher Flächen zu gestalten, die die Artenvielfalt und das Klima schützen.“

Hintergrund:

Das Bauhof-Training ist Teil des Projekts „Mehr Arten im Garten“ des BUND Niedersachsen. Es verfolgt das Ziel, den Schutz von Insekten zu verbessern. Insbesondere die Anlage von Wildblumenwiesen und Wildstaudenbeeten im kommunalen Raum, die sich von konventionellen Blühflächen abheben, ist ein Anliegen des Projektes. Während „Blühflächen“ oftmals mit nicht heimischen, einjährigen Pflanzen bestückt werden, setzt der BUND auf heimische, mehrjährige Pflanzenarten, die für die heimische Tierwelt von entscheidender Bedeutung sind. Wildblumenwiesen mit heimischen Pflanzen und Beete mit heimischen Wildstauden bieten zahlreichen seltenen und gefährdeten Insekten einen Lebensraum.

Gefördert wird das Projekt von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung.

BUND und Naturgarten e. V. führen die Bauhof-Trainings modellhaft in Salzgitter und Wolfenbüttel sowie in vier Kommunen im Landkreis Stade durch. Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung fördert das Projekt.

Weitere Infos

BUND-Pressestelle:

Marie Schächtele, Tel. 511 96569 82, marie.schaechtele(at)nds.bund.net, www.bund-niedersachsen.de

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