BUND Newsletter

 

BUND Niedersachsen
Newsletter Oktober 2018


Liebe Naturschutzfreunde, 

danke, RWE. Die Empörung über die geplante Abholzung des Hambacher Waldes hat zig Tausende von Bürger*innen zu einem friedlichen Protest für mehr Wald- und Naturschutz bewegt und den Kohleausstieg ganz oben auf die politische und mediale Agenda gesetzt. Wir brauchen diese Diskussionen, um einen breiten gesellschaftlichen Konsens für eine Energiewende zu erreichen. Besonders erfreulich ist, dass die richterliche Entscheidung diesmal vor und nicht erst nach der Rodung eintraf.

Auch in Niedersachsen setzt sich der BUND vielerorts für den Erhalt von Wäldern ein. Mehr dazu erfahren Sie in diesem Newsletter. Viel Spaß bei der Lektüre!

Viele Grüße vom BUND Niedersachsen

Dr. Tonja Mannstedt 

     
 
     
     
Ihre Botschaft an die EU!

Unser Wasser ist bedroht: Mächtige Lobbyist*innen von Agrarchemie und Industrie wollen den EU-Wasserschutz schwächen. Dank über 110.000 Stimmen für gutes Wasser hat sich Deutschland klar zum Erhalt der Wasserrahmenrichtlinie positioniert! Jetzt wächst der Druck auf andere EU-Länder, die Standards zu senken. Dagegen kämpft der BUND zusammen mit 100 anderen NGOs in ganz Europa.

Am 9. Oktober ist die EU-Konsultation zur Wasserrahmenrichtlinie gestartet. Schreiben Sie an die EU, denn jede Stimme ist gefragt. Unser Ziel ist es, möglichst viele Stimmen zu sammeln, die sich gegen eine Aufweichung des Wasserschutzes aussprechen! Machen Sie mit unter www.rette-unser-wasser.de.

Kahl und illegal

Weil ein 2 Hektar großer, geschützer Eschen- und Erlensumpfwald im FFH-Gebiet „Meerdorfer Holz“ bei Peine nach einem Pilzbefall vor zwei Jahren abgeholzt wurde, hatte der BUND Nieder­sachsen den Landkreis Peine wegen Nicht-Einhaltung des Naturschutzrechtes verklagt. Am 17. Oktober hat das Verwaltungsgericht Braunschweig entschieden, dass die Rodung rechtswidrig war.

Durch den Pilz sterben Triebe und Kronen der Eschen ab. Kahlschläge bei Eschentriebsterben sind weit verbreitet. Anstatt großflächig zu roden, ist es besser, nur komplett abgestorbene Bäume zu fällen. Denn 10 Prozent der Bäume sind immun gegen den Pilz. Diese gilt es zu erhalten, damit sich die Samen dieser resistenten Bäume ausbreiten können.

Mahnwache für Friedrichsfeld

Am 23. September nahmen 300 Menschen an einer Mahnwache gegen die Zerstörung von Friedrichsfeld teil. Rund 50 Hektar teilweise geschützter Wald und Gebüsch werden hier als Kompensationsmaßnahme für die geplante Autobahn A 20 gerodet, um eine Offen­landschaft zu schaffen.

Im Friedrichsfeld kommen seltene Tier- und Pflanzenarten vor wie Orchideen und verschiedene Fledermausarten. Dennoch erklärte das Bundesverwaltungsgericht wenige Tage später die Ro­dung und Umsiedlungsmaßnahmen für rechtmäßig und ausreichend und wies den Eilantrag des BUND ab. Damit wollte der Umweltverband die Naturzerstörung verhindern.

Krankenhaus spart viel CO2

Der BUND hat zum zweiten Mal die Aller-Weser-Klinik in Achim als Energie sparendes Krankenhaus ausgezeichnet. Das BUND-Gütesiegel wird bundesweit nur an Einrichtungen verliehen, die besonders nachhaltig sind. In Niedersachsen tragen derzeit zwei Einrichtungen diese Auszeichnung.

Das Gütesiegel der Aller-Weser-Klinik wurde am 11. Oktober verlängert, weil das kommunale Krankenhaus heute 5,7 Prozent weniger CO2 emittiert als noch in 2011, als es das Siegel erstmals erhielt. Durch Modernisierungen hat es seinen CO2-Ausstoß um 50,3 Prozent gesenkt. Ziel des Gütesiegels ist es, Krankenhäuser zu einem klimafreundlichen Betrieb zu ermutigen. Mehr Infos unter www.energiesparendes-krankenhaus.de.

Foto: Achimer Kreisblatt

Igel. Foto: Tadeusz Lakota, Unsplash
Igeln über den Winter helfen

Bevor die Temperaturen dauerhaft unter fünf Grad fallen, sind die nachtaktiven Igel auch tagsüber in Parks und Gärten unterwegs. Sie müssen sich die nötigen Fettreserven als Kälteschutz und Nahrungsvorrat für den Winterschlaf anfressen. Neben Insekten, Asseln, Würmern und Schnecken suchen sie auch nach einem trockenen und frostsicheren Quartier.

Dichtes Gebüsch, Reisig- und Komposthaufen oder trockene Hohlräume unter Holzstapeln in Gartenhäuschen oder unter Treppen eignen sich als Schlafplatz. Auch Blätter, Gestrüpp, Reisig und Zweige dürfen in einer Gartenecke liegen bleiben. Diese Materialien nutzen Igel, um ihre Nester zu isolieren und sich während des Winterschlafs darin einzuwickeln. Je größer der Haufen, desto besser die Wärmedämmung.

Mitmachen: Wallhecke pflanzen

Die Schwaneweder Beeke soll wieder ein naturnaher Geestbach werden. Am 27. Oktober lädt der BUND in Osterholz zu einer Pflanzaktion ein. Von 11 bis 14 Uhr können Freiwillige helfen, eine Strauch-Wallhecke entlang des Baches anzupflanzen. Damit soll das Gewässer zukünftig vor einem Nährstoffeintrag von angrenzenden Äckern geschützt werden. Wer Lust hat mitzuhelfen, ist mit Spaten, Gartenhandschuhen und Eimer herzlich willkommen. Bitte anmelden bei bernd.quellmalz(at)nds.bund.net.

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