Das Projekt wird gefördert von der Niedersächsischen BINGO-Umweltstiftung.
„Vielfalt“ im Beet wird oft mit einem bunten Blütenangebot aus Sorten nicht heimischer Pflanzen umgesetzt. Der ökologische Mehrwert ist dabei meist gering; Insekten- und Wildbienen nützt sie kaum.
Mit einer begehbaren Naturbeetanlage möchte der BUND Niedersachsen den Besucher*innen der LaGa ein blütenreiches Bepflanzungskonzept mit ausschließlich heimischen Wildpflanzen präsentieren. Dabei soll Vielfalt erlebbar werden. Gleichzeitig zeigen wir, worauf es beim Wildbienenschutz ankommt!
Die Glockenblume-Schmalbiene (Lasioglossum costulatum) ist Wildbiene des Jahres 2026 und sammelt Pollen nur an Glockenblumen.
(Svenja Meyer)
Der Begriff „bienenfreundlich“ ist nicht geschützt und kann frei verwendet werden. Oft werden damit auch gezüchtete Sorten von nicht heimischen Pflanzen beworben. Viele dieser Pflanzen liefern tatsächlich viel Nektar, weshalb man an ihnen häufig Honigbienen und verbreitete, ungefährdete Hummelarten sieht. Diese Arten sind wenig wählerisch und nutzen viele verschiedene Blüten.
Nektar dient Bienen vor allem als Nahrung für sie selbst. Noch wichtiger ist jedoch der Pollen: Er ist die Hauptnahrung für die Larven und damit entscheidend für die Fortpflanzung. Die meisten der rund 600 heimischen Wildbienenarten sind beim Sammeln von Pollen auf ganz bestimmte Pflanzenarten angewiesen. Besonders für spezialisierte, seltene Bienenarten sind heimische Wildstauden deshalb von besonders großer Bedeutung!
Anlage des Staudenbeetes gemeinsam mit Ehrenamtlichen.
(BUND Niedersachsen)
Während der Landesgartenschau 2026 in Bad Nenndorf können Besucher*innen das strukturreiche Naturgartenbeet des BUND Niedersachsen im Wiesenpark besuchen. Auf einer Fläche von etwa 60 m² hat der BUND Niedersachsen in Zusammenarbeit mit dem Naturgartenplaner Esteban Aravena und ehrenamtlichen Helfer*innen ein Zuhause für Wildbienen & Co inmitten einer Wildblumenwiese geschaffen. Mehr als 50 heimische Blütenpflanzen, Totholzsäulen, Nistwände und Trockenmauern können auf der Fläche entdeckt und bewundert werden.
Durch die Vielfalt heimischer Blütenpflanzen wandelt sich das Beet fortlaufend während der Vegetationsphase, sodass bei jedem Besuch andere Pflanzen und bei gutem Wetter sicher auch die eine oder andere Wildbiene ins Auge fällt.
Naturnahe Gärten sind lebendige Orte – für Menschen und für viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten. Häufig werden Gärten jedoch so gestaltet, dass sie möglichst wenig Arbeit machen. Eine große Vielfalt an insektenfreundlichen Pflanzen bedeutet aber ncht automatisch mehr Aufwand – die Art der Pflege verändert sich nur. Statt regelmäßig den Rasen zu mähen, werden Beete gelegentlich ausgedünnt. So bekommen empfindlichere, weniger durchsetzungsstarke Pflanzen mehr Raum. Ein kompletter Rückschnitt ist nur selten nötig. Selbst nach der Blüte sind viele Pflanzen noch wertvoll: Ihre hohlen oder markhaltige Stängel dienen Insekten als Nistplatz oder als Winterquartier.
Viele heimische Pflanzen kommen außerdem gut mit Trockenheit zurecht. Sie müssen daher kaum gegossen werden und sind besser an die Folgen des Klimawandels angepasst. Ein naturnaher Garten braucht deshalb etwas Wissen über Pflanzen – und die Bereitschaft, natürliche Veränderungen als Teil seiner Schönheit zu sehen.
Im Projekt können Ehrenamtliche bei der Anlage und Pflege des Beetes mitmachen und so vom Naturgartenexperten Esteban Aravena lernen.
Der BUND ist ein Mitmachverband. Unsere Gruppen zwischen Küste und Harz sind das Rückgrat des Verbandes. Für welche Themen sich die BUND-Aktiven vor Ort einsetzen, entscheiden sie eigenständig in Mitgliederversammlungen und bei Aktiven-Treffen. Ein lebendiger Austausch untereinander, Meinungsfreude, die Lust, sich einzumischen und eine Vielfalt an Erfahrungen, Kenntnissen und Fertigkeiten – das ist es, was den BUND ausmacht. Werden Sie Teil dieses Netzwerkes!
Wir suchen Interessierte, die mit uns die BUND Kreisgruppe im Landkreis Schaumburg aufbauen und sich mit uns gemeinsam stark für mehr Naturschutz vor Ort machen wollen!
Interessierte können sich bei unserer Ehrenamtskoordinatorin Katrin Reinecke melden (katrin.reinecke(at)nds.bund.net).
10.2025 - 11.2026
Das Projekt wird gefördert von der Niedersächsischen BINGO-Umweltstiftung.
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