BUNDmagazin

Das BUNDmagazin ist die Mitgliederzeitschrift des BUND. Der Landesverband veröffentlicht regelmäßig eine Regionalbeilage.

BUNDmagazin 1/2026

65 Jahre für Niedersachsens Umwelt und Natur

Aktive bei einer Pflanzaktion für die Wildkatze. Foto: Felix Albertin Im Jubiläumsjahr packen wir gemeinsam an - Seien Sie dabei!  (Felix Albertin)

Der BUND Niedersachsen feiert Geburtstag: Wir sagen Danke, blicken zurück auf wichtige Meilensteine und laden zum Mitmachen im Jubiläumsjahr ein!

Inhalt

  • Editorial
  • Titel: 65 Jahre BUND Niedersachsen
  • Aktuelles: Keine Gasbohrungen in Meeresschutzgebieten | Projektstart “OberweserAuen”
  • BUNDjugend: Spot on: Ortsgruppen
  • Aktiv: BUND-Gruppe Unterweser | Artenkenntnisse stärken | Geplantes EU-Gesetz zur Gentechnik
  • Mitmachen: Gemeinsam Moore schützen | Klimastreik
  • Termine

BUNDmagazin - Niedersachseneinleger zum Download (PDF-Format)



Editorial:

LIEBE FREUND*INNEN DER ERDE

derzeit beraten die politischen Gremien über das sogenannte „Infrastruktur-Zukunftsgesetz“. Ein Gesetz, das seinen Namen nicht verdient. Denn was hier als Zukunft verkauft wird, ist in Wahrheit ein Rückschritt mit Ansage: Autobahnneubau soll zum „überragenden öffentlichen Interesse“ erklärt, Umweltprüfungen ausgehebelt und ökologische Schäden schlicht ausgeblendet werden. Ersatzzahlungen ersetzen echten Ausgleich – das ist ein Freikaufen von Verantwortung. Beteiligungs- und Klagerechte werden beschnitten, um Widerspruch zu verhindern. Das ist kein Bürokratieabbau, keine Beschleunigung, sondern ein Frontalangriff auf Umweltvorsorge und Demokratie.

Besonders Niedersachsen droht zum Verlierer dieses Gesetzes zu werden. Mit A 20 und A 39 liegen zwei der umweltschädlichsten Verkehrsprojekte des Bundes in unserem Land. Künftig könnten sie ohne ernsthafte Prüfung durchgepeitscht werden – in einem Land, das bei der Mobilitätswende ohnehin massiv hinterherhinkt: steigende PKW-Zahlen auf unseren Straßen, stagnierende Emissionen und viel zu wenige Alternativen zum eigenen Auto, gerade im ländlichen Raum.
Wir sagen klar: Zukunft entsteht nicht durch mehr Asphalt. Zukunft braucht eine echte Mobilitätswende – mit starken Schienen, gutem ÖPNV, einem sicheren Rad- und Fußwegenetz sowie der Sanierung maroder Straßen und Brücken. Das schützt Klima und Natur und sorgt zugleich für mehr soziale Gerechtigkeit.

Der BUND Niedersachsen tritt den falschen Weichenstellungen entschieden entgegen – für eine Mobilität für alle und damit unsere Lebensgrundlagen nicht unter die Räder kommen.



Portraitfoto von Susanne Gerstner, Vorstandsvorsitzende des BUND Niedersachsen

Susanne Gerstner
Landesvorsitzende
(Foto: Kai Horstmann)



65 Jahre BUND Niedersachsen

Gemeinsam gewachsen, zusammen stark

Der BUND Niedersachsen wird 65 Jahre alt – ein Anlass, Danke zu sagen! Denn die vielen Erfolge, die der BUND Niedersachsen in den vergangenen Jahrzehnten im Umwelt- und Naturschutz erzielen konnte, waren nur dank der Unterstützung seiner Mitglieder möglich.

Der BUND ist ein Mitglieder- und Mitmachverband. In diesem Sinne wollen wir den Geburtstag des Landesverbands feiern: mit gemeinsamen Aktionen zum Mitmachen und mit einem Blick in die Vergangenheit, auf wichtige Meilensteine und Jahrzehnte engagierter Zusammenarbeit! 

Mit dem Ziel, gemeinsam die Natur und die Landschaft als Grundlage allen Lebens zu erhalten, zu fördern, sie zu entwickeln
und für sie einzutreten, gründete sich im April 1961 in Hannover der gemeinnützige Verein „Bund für Naturschutz und Landschaftspflege in Niedersachsen“.

Von Beginn an prägte der Einsatz seiner Mitglieder die Vereinsarbeit: öffentliche Veranstaltungen, Publikationen,  Öffentlichkeitsarbeit und Ortsbegehungen im Gelände. Die Mitglieder- und Spender*innenwerbung schuf die Basis. Ein besonderer Schwerpunkt: die Förderung und Organisation von Jugendgruppen. 

Als 1975 auf Bundesebene der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gegründet wurde, wurde der Bund für Naturschutz und Landschaftspflege zum niedersächsischen Landesverband.  Zwischen Nordsee und Harz ergaben sich im Laufe der Jahre immer neue Arbeitsfelder für den Naturschutz: BUND-Aktive stritten erfolgreich für den Schutz von Mooren und gegen Atomenergie, für Nationalparks und gegen neue Autobahnen. In über 450 kleinen und großen Projekten investieren sie bis heute viel Zeit, Wissen und vor allem Herzblut im praktischen Naturschutz und der Umweltberatung.

Gemeinsam wurde viel erreicht: Im Jahr 1973 gelang es, das Bissendorfer Moor vor der Zerstörung zu retten. Heute ist es eines der am besten erhaltenen Hochmoore Niedersachsens. Der BUND setzte sich für die Gründung von Nationalparks im Niedersächsischen Wattenmeer und im Harz sowie für die Ausweisung der Elbtalaue als Biosphärenreservat ein. Auch am deutschen Atomausstieg war der BUND Niedersachsen mit zahlreichen Protesten und dem vielseitigen und ausdauernden Engagement seiner Aktiven maßgeblich beteiligt. 

Der Landesverband hat einen bundesweit einzigartigen Weg für mehr Natur-, Arten- und Gewässerschutz – in Zusammenarbeit mit Politik, Landwirtschaft und Umweltverbänden – initiiert: den Niedersächsischen Weg. Damit hat der BUND dauerhafte strukturelle Veränderungen für mehr Naturschutz in Niedersachsen erreicht.

Auch heute und mit Blick nach vorn kämpfen wir für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen, für Klima, Umwelt und Natur. Unsere 38.000 Unterstützer*innen stehen dabei hinter uns. Der Erfolg der Jahrzehnte zeigt: Gemeinsame Ausdauer schafft Veränderungen. Ehrgeizige Ziele wollen wir uns auch in Zukunft stecken – denn gemeinsam sind wir 65 Jahre als BUND Niedersachsen gewachsen. Zusammen bleiben wir stark.

Wir bedanken uns bei unseren Mitgliedern für 65 Jahre großartige Zusammenarbeit!



Portraitfoto von Susanne Gerstner, Vorstandsvorsitzende des BUND Niedersachsen

Susanne Gerstner
Landesvorsitzende
(Foto: Kai Horstmann)

Ein Jubiläum zum Mitmachen

Vier Aktionen - viele Möglichkeiten, dabei zu sein

28. Februar 2026 | Gemeinsam Moore schützen

Entkusselungsaktion im Hollweger Moor (Ammerland)
Zum Auftakt des Jubiläumsjahres entfernen wir gemeinsam mindestens 65 Birken, um das Moor dauerhaft nass zu halten. Nach Grußworten und einer Einführung ins Gebiet heißt es: Ärmel hochkrempeln und anpacken.

Anmeldung erwünscht:
www.bund-niedersachsen.de/65-jahre-moor

20. Juni 2026 | Politische Festveranstaltung

Jubiläumsempfang mit geladenen Gästen
Wir blicken zurück auf die 65 Jahre umweltpolitische Arbeit des BUND Niedersachsen und adressieren unsere Forderungen für die Zukunft für mehr Natur und Umweltschutz.

26. September 2026 | Gemeinsam Apfelsaft pressen

Streuobstwiesen erleben in Südniedersachsen
Streuobstwiesen sind Hotspots der Artenvielfalt. Wir informieren über diesen einzigartigen Lebensraum, mit seinen Wildbienen, Zikaden und anderen seltenen Arten, pressen gemeinsam 65 Liter Apfelsaft und zeigen, wie man selbst aktiv wird.

Jetzt merken:
www.bund-niedersachsen.de/65-jahre-streuobst

28. November 2026 | Gemeinsam Lebensräume schaffen

Bäume und Sträucher pflanzen in der Lüneburger Heide
Zum Abschluss des Jubiläumsjahres pflanzen wir gemeinsam 65 Bäume und Sträucher für den Lebensraum der Wildkatze – sowie für eine bessere vernetzte Landschaft in Niedersachsen und sichere Wanderkorridore für bedrohte Arten.

Einfach mitmachen:
www.bund-niedersachsen.de/65-jahre-wildkatze

Weitere Informationen zum 65-jährigen Jubiläum finden Sie hier:

www.bund-niedersachsen.de/65-jahre



Aktuelles

Keine Gasbohrungen in Meeresschutzgebieten

Mit einem Vertragsgesetz zum sogenannten Unitarisierungsabkommen zwischen Deutschland und den Niederlanden sollen neue Gasbohrungen im deutsch-niederländischen Grenzgebiet ermöglicht werden – auch in unmittelbarer Nähe des UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer und unter deutschen Meeresschutzgebieten.

Der BUND warnt eindringlich vor einer Verabschiedung des Gesetzes: Denn mit dem Abkommen würde nicht nur die aktuell vom niederländischen Konzern One Dyas beantragte Erdgasbohrung vor Borkum endgültig ermöglicht. Das Abkommen würde eine unbegrenzte Anzahl weiterer Gasförderungen in deutschen Küstengewässern möglich machen. Der Gaskonzern One Dyas erhielte damit einen Blankoscheck für die Erschließung und Ausbeutung weiterer neuer Gasfelder auch in deutschen Küstengewässern. Der Gesetzentwurf befindet sich derzeit in der parlamentarischen Beratung.



Projektstart : "OberweserAuen"

Uferteiche der Dölme bei Bevern im Landkreis Holzminden. Vera Konermann  (Vera Konermann)

Zum 1. Dezember startete der BUND Niedersachsen das neue Projekt „Oberweser-Auen“. Ein Ziel: Neue  Auenlebensräume schaffen. Denn nur knapp neun Prozent der Flussauen in Deutschland sind ökologisch intakt. Im Wesereinzugsgebiet sind es sogar nur zwei Prozent.

An der Oberweser fehlen Weich- und Hartholzauwälder, naturnahe Auen-Stillgewässer, artenreiche großflächige  Grünlandbereiche sowie naturnahe Flutrinnen und Uferabschnitte. Das soll sich ändern. Das Projekt „OberwesenAuen“ ist ein fünfjähriges Verbundvorhaben mit drei Teilprojekten in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, bei dem der BUND Niedersachsen die Gesamtkoordination übernimmt.

Das Projekt wird im Bundesprogramm „Blaues Band Deutschland“ durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) gefördert.



BUNDjugend

Spot on: Unsere Ortsgruppen

Die ersten Wände stehen schon beim Wurmkisten-Workshop der BUNDjugend Hildesheim. Foto: BUNDjugend Die ersten Wände stehen schon beim Wurmkisten-Workshop der BUNDjugend Hildesheim.  (BUNDjugend)

Gleichgesinnte treffen. Sich einbringen. Etwas lernen. Etwas verändern. Es gibt viele Gründe, warum junge Menschen zu unseren Treffen kommen oder eine neue Gruppe gründen. Unsere Ortsgruppen treffen sich regelmäßig und entscheiden gemeinsam, was sie als Nächstes machen wollen.

Entsprechend vielfältig sind die Aktionen: Im letzten Jahr haben unsere Ehrenamtlichen zum Beispiel Müll gesammelt, Amphibien gerettet, mit Kindern Nistkästen gebaut und am Lagerfeuer gekocht. Sie haben Kleidertausch-Partys und Workshops organisiert und sind gegen Rechtsextremismus und für Demokratie auf die Straße gegangen. Unsere Ortsgruppe in Hildesheim hat Wurmkisten gebaut, mit denen in der eigenen Wohnung aus Biomüll wertvoller Dünger für Balkonkästen und Gartenbeete entstehen kann. Dafür hat die Gruppe sogar erfolgreich einen eigenen kleinen Projektantrag gestellt.

Neugierig geworden? – Komm dazu! Aktuell haben wir Ortsgruppen in Hannover, Hildesheim, Göttingen, Lüneburg, Nienburg, Oldenburg und Osnabrück und planen, eine Gruppe in der Region Wilhelmshaven/ Friesland aufzubauen.  Interessierte im Alter von 14 bis 27 Jahren sind jederzeit willkommen und können die Gruppe direkt mitgestalten. 

Und falls es bei dir in der Nähe noch keine Gruppe gibt: Wenn ihr mindestens zu dritt seid und eine Ortsgruppe gründen möchtet, meldet euch gerne bei uns. Wir unterstützen euch mit Tipps, Material und einem Budget für eure Aktionen. 

Eure Ansprechpartnerin bei der BUNDjugend ist unserer Koordinatorin Kira:
kira(at)bundjugend-niedersachsen.de

Niedersachsenweites Aktiven-Wochenende

Das Aktiven-Wochenende ist das alljährliche Treffen von BUNDjugend-Aktiven (14 bis 26 Jahre) aus ganz Niedersachsen. Dieses Jahr sind wir vom 20. bis 22. März in Lüneburg. Zu dem Treffen kommen Menschen aus unseren Gruppen und Projekten. Jedes Jahr sind auch Interessierte dabei, die die BUNDjugend kennenlernen möchten. Dieses Jahr haben wir unter anderem eine Vogel-Exkursion, einen Awareness-Workshop, einen Open Space mit kreativen Bastel-Projekten, eine Nachtwanderung und einen Workshop zum Thema „Handlungsfähig werden gegen rechtsextreme Ideologien im Naturschutz“ geplant. Wir wählen den neuen Landesvorstand und sammeln Aktionsideen für das nächste Jahr. Und natürlich haben wir auch ganz viel Zeit, um uns gegenseitig kennenzulernen und uns über die Themen auszutauschen, die uns bewegen.

Weitere Infos und Anmeldung www.bundjugend-niedersachsen.de

 



Aktiv

BUND-Gruppe Unterweser - Mehr Flächen für die Natur

Aktionsstand der BUND KG Unterweser.  (BUND Unterweser)

Draußen ist es schon dunkel, als sich vier Aktive der BUNDKreisgruppe Unterweser um die Tische in den Räumen der Gruppe in Bremerhaven versammeln. Tee und Kaffee stehen in Thermoskannen auf dem Tisch, Schokokekse liegen zum Knabbern bereit. An den Wänden hängen Tierbilder auf Leinwänden und gold-gerahmte Fotos vom Sieverner Bach. Ein Bücherregal mit Infomaterial bedeckt eine ganze Wand. Der Raum steht für 50 Jahre erfolgreiche Naturschutzarbeit.

Gegründet wurde die Kreisgruppe 1975 als „Vereinigung für Naturschutz an der Unterweser“ mit rund 20 Mitgliedern. Schon zu Anfang standen naturkundliche Themen, Gewässer- und Bodenschutz, Botanik und Vogelkunde im Mittelpunkt. Lothar Ernst blickt sich im Raum um. Er sitzt mit am Tisch. Seit 35 Jahren ist er abwechselnd entweder Vorsitzender oder Stellvertreter der Kreisgruppe. „Die Treffen und Themen des BUND Unterweser waren immer geprägt durch eine gute Mischung aus Aktion und Diskussion – erst reden, dann handeln“, erinnert sich Ernst. Beides prägt die Arbeit bis heute.

Die Renaturierung des Sieverner Bachs und anderer wichtiger Flächen beispielsweise. Und der Moorschutz. Auch das „Salzwiesenprojekt Wurster Küste“ ist seit den 90er Jahren ein zentrales Projekt. Zur naturnahen Nutzung wurden hier Flächen erworben. Die Flächensicherung ist eine Strategie, die der BUND Unterweser auch über dieses Projekt hinaus verfolgt. Mittlerweile gehören der Kreisgruppe über 20 Grundstücke – allesamt Biotopflächen, auf denen sich die Natur frei entfalten kann. 

Die Pflege bleibt eine Herausforderung. Ernst lacht: „Eigentlich sind Kompensationsflächen oft nur Päppelnaturschutz. Was es wirklich braucht, sind mehr Naturschutzgebiete und Flächenentsiegelungen.“ Mit ihren Grundstücken schafft die Gruppe einzigartige Rückzugsmöglichkeiten für seltene Pflanzen und Tiere in der Region. 

Auch politisch mischt sich der BUND Unterweser ein: gegen Atomenergie, gegen den Bau der A20, zum Bauprojekt Energyport im Hafen von Bremerhaven oder zur Verkehrswende. Mit rund 900 Mitgliedern, etwa 40 Aktiven und zehn Vorstandsmitgliedern ist die Gruppe breit aufgestellt. Jede*r bringt sich nach eigenen Stärken ein: bei Führungen zu Vögeln, Fledermäusen oder Pilzen, an Ständen, bei Vorträgen oder Pflegeeinsätzen. Aktuell stehen Standaktionen und Moorpflegeeinsätze auf der Agenda.

„Es gibt immer unterschiedliche Projekte, gemischte Meinungen und verschiedene Stärken. Dadurch gibt es für alles eine*n Ansprechpartner*in. Was unsere Arbeit ausmacht, ist die Gemeinschaft. Wir freuen uns über jede*n, der etwas macht – auch
wenn es nur eine Kleinigkeit ist“, schließt Ernst. lmk

Mitmachen

Die Kreisgruppe Unterweser trifft sich jeden 1. Dienstag im Monat um 17 Uhr zur offenen Vorstandssitzung. Das Büro ist immer dienstags von 15 bis 18 Uhr für Interessierte geöffnet. Wer mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen!
Aktiv werden beim BUND Unterweser?
Kontakt: bund.unterweser@bund.net



Artenkenntnisse stärken

Friederike Lüdtke, BUND-Insektenstation, ist mit dem Kescher auf der Wiese.  (Friederike Lüdtke, BUND-Insektenstation)

Für naturbegeisterte Menschen liegt es auf der Hand: Nur das, was man kennt, kann man schützen.  rtenkenntnisse sind daher im praktischen Naturschutz unverzichtbar doch die Zahl der Artenkenner*innen geht zurück. Die BUND-Insektenstation in der Wildeshauser Geest schult deshalb im Rahmen des Projekts „Kompetenznetzwerk Artenkenntnis Niedersachsen“ (KNAK) Interessierte in kostenlosen Grund- und Intensivkursen. 

Exkursionen in der Natur mit Kescher sind genauso Teil wie der geschärfte Blick durchs Binokular. Das Kursprogramm für die Saison 2026 versammelt die neuen Termine auf der Website. Ab dieser Saison bietet die BUND-Insektenstation Kurse erstmalig auch zu Falten- und Grabwespen sowie zu xylobionten Käfern an. Anfänger*innen und Fortgeschrittene sind gleichermaßen eingeladen. Neustarter*innen können sich bereits vorab über KNAKige Online-Kurse erste Kenntnisse aneignen und an Melde-Aktionen teilnehmen. Ziel ist es, dass die Teilnehmenden nach den Kursen selbstständig Insekten bestimmen und Funde melden können, um so einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz zu leisten.

Mit dem "Kompetenznetzwerk Artenkenntnis Niedersachsen (KNAK)" soll eine landesweite Gemeinschaft von Artenkenner*innen aufgebaut werden. Das Projekt wird durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung gefördert. Die Website versammelt viele Kurse der BUND-Insektenstation und weiterer Veranstalter*innen:
Kontakt: https://www.artenkenntnis-niedersachsen.de



Geplantes EU-Gesetz zur Gentechnik

In einer Online-Informationsveranstaltung am 4. März informiert der BUND Niedersachsen über ein geplantes EU-Gesetz zum Einsatz neuer Gentechnik und mögliche Folgen für Verbraucher* innen und Landwirte in Niedersachsen.

Ein EU-Gesetz soll den Einsatz neuer Gentechnik deutlich vereinfachen. Nicht nur die Risikopr¨fung und die Kennzeichnungspflicht für Produkte, die aus den Pflanzen hergestellt werden, würden wegfallen. Kleine gentechnikfreie Landwirtschaften rechnen mit hohen Mehrkosten. Was bedeutet das konkret und wie lässt sich das Gesetz noch verhindern? Der BUND lädt am 4. März von 18 bis 19 Uhr zu einer Online-Veranstaltung ein. Martha Mertens, Sprecherin des Bundesarbeitskreises Gentechnik, informiert über das geplante Gesetz.

Ob das Gesetz verabschiedet wird, entscheidet das Europäische Parlament – die Entscheidung steht noch aus.

Anmeldung unter: www.bund-niedersachsen.de/termine



Mitmachen

Gemeinsam Moore schützen

Der BUND Niedersachsen feiert sein 65. Bestehen in diesem Jahr mit drei Jubiläumsaktionen. Die erste Mitmach-Aktion führt Interessierte am 28. Februar 2026 ins Hollweger Moor. Nach einem Grußwort durch Landrätin Karin Harms und den stellvertretenden BUND-Vorsitzenden Michael Rode startet unsere Mitmach-Aktion. Dazu laden wir Sie herzlich ein! Gemeinsam entfernen wir mindestens 65 Birken aus dem Moor, um es nass zu halten und als wertvollen Lebensraum zu schützen. Im Anschluss gibt es ein gemeinsames Mittagessen, Raum für Austausch und einen Blick zurück auf 65 Jahre erfolgreiche Moorschutz-Arbeit des BUND Niedersachsen.

Seien Sie dabei! Eine Anmeldung ist erwünscht, Shuttle und Verpflegung inklusive:
www.bund-niedersachsen.de/65-jahre-moor



Protest für wirksamen Klimaschutz

Am 14. März 2026 ruft Fridays for Future gemeinsam mit dem BUND, der BUNDjugend und zahlreichen weiteren Initiativen zum Klimastreik auf. Der Protest richtet sich gegen den geplanten Neubau der A 20 zwischen Westerstede und Bad Segeberg: 8,5 Milliarden Euro würde das Bauprojekt aus dem Bundesverkehrswegeplan an Steuergeldern verschlingen. Demonstriert wird auch gegen die fehlgeleitete Verkehrspolitik der Bundesregierung und für ein nachhaltiges Handeln, das auf Sanierung vor Neubau und auf Klimaneutralität setzt. Der Protest beginnt um 14 Uhr auf dem Schlossplatz in Oldenburg. Landesvorsitzende Susanne Gerstner spricht auf dem Podium. In verschiedenen Städten und Gemeinden in der Umgebung starten Zubringerdemos mit dem Fahrrad.

Mehr Informationen
www.bund-niedersachsen.de/termine 



Termine

  • 28./29.03.:
    Neue Dauerauststellungen
    BUND-Nationalpark-Häuser auf Spiekeroog und Norderney

Weitere Informationen und Termine:

www.bund-niedersachsen.de/termine



IMPRESSUM

Herausgeber:

BUND Landesverband Niedersachsen e.V., Goebenstraße 3a, 30161 Hannover, Tel.: (0511) 965 69 - 0, Fax: (0511) 965 69 27, bund.nds(at)bund.net, www.bund-niedersachsen.de

Redaktion:

Lara-Marie Krauße
Tel.: (0511) 965 69 32, Redaktion(at)nds.bund.net

BUND-Jugend: Romina Ranke, info(at)bundjugend-niedersachsen.de

Die nächste Ausgabe erscheint im Mai 2026.

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